Masterarbeit, 2022
87 Seiten, Note: 1,6
Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Zielsetzung und Leitfragen
1.3 Methodik und Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Digital Health und E-Health
2.2 Telemedizin - Hintergrund und Begriffsdefinition
2.3 Einsatz von telemedizinischen Verfahren in der Kardiologie
3. Grundlagen des deutschen Gesundheitssystems
3.1 Aufbau des deutschen Gesundheitssystems
3.2 Wichtige Akteure des deutschen Gesundheitswesens
3.3 Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems
4. Anwendung der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen
4.1 Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen
4.2 Anwendungsgebiete von telemedizinischen Verfahren
4.3 Gesundheitsökonomische Analyse
4.4 Evaluation nach dem Quadruple-Aim-Ansatz
5. Telemedizinische Verfahren in der Kardiologie
5.1 Begriffsdefinition Telekardiologie
5.2 Klinische Evidenz zur Telemedizin bei chronischer Herzinsuffizienz
5.3 Invasive und nichtinvasive Verfahren bei Herzinsuffizienz
5.4 Telemedizinische Anwendungsbeispiele bei Herzinsuffizienz
6. Ergebnisse
6.1 Strategische Analyse gemäß der fünf Wettbewerbskräfte nach Porter
6.2 Risiken und Herausforderungen
6.3 Erfolgsfaktoren und Fazit
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status sowie zukünftige Potenziale der Telemedizin im deutschen Gesundheitswesen mit einem Fokus auf die kardiologische Patientenversorgung. Dabei wird insbesondere geprüft, wie digitale Lösungen zur Bewältigung struktureller Herausforderungen beitragen können und welche gesundheitsökonomischen sowie klinischen Faktoren für eine Etablierung in der Regelversorgung maßgeblich sind.
2.3 Einsatz von telemedizinischen Verfahren in der Kardiologie
Der Einsatz von digitalen und telemedizinischen Verfahren hat auch im Fachgebiet der Kardiologie innerhalb von wenigen Jahren kontinuierlich an Einfluss für Fachpersonal und Patienten zugenommen. Erstmals unter dem Begriff „Home Monitoring“ wurden bereits im Jahr 2000 kardiologische Implantate bei Patienten eingesetzt, wobei dieser Begriff zum damaligen Zeitpunkt einzig als Synonym für die auf Implantaten basierende, telemedizinische Überwachung von Patienten verwendet wurde.
Gemäß eines Positionspapieres der European Society of Cardiology (ESC) wurden im Jahr 2015 zum ersten Mal sieben prinzipielle technische Anwendungsgebiete der digitalen Kardiologie definiert.
1) Telemedizin und Fernversorgung, einschließlich Krankheitsmanagement-Diensten, Fernüberwachung von Patienten, Telekonsultationen und häuslicher Pflege.
2) Klinische Informationssysteme, (elektronische Patientenakten etc.), im Klinik- und Niedergelassenen-Bereich.
3) Integrierte regionale und nationale Informationsnetzwerke in Form einer Telematikinfrastruktur und dazugehörige elektronische Überweisungen und - Verschreibungen.
4) Digitale Krankheitsregister und andere nicht-klinische Systeme zur Anwendung von Patientenschulungen und im Gesundheitsmanagement.
5) Mobile Gesundheitsanwendungen (mHealth), inklusive Applikationen (Apps).
6) „Personalisierte“ Gesundheitsanwendungen (pHealth), einschließlich tragbarer oder implantierbarer Mikro- und Nanotechnologien, Sensoren und/oder Geräten zur Therapieverabreichung.
7) Big-Data-Anwendungen mit hohen Datenvolumen, einer hohen Übertragungsgeschwindigkeit und Datenvielfalt, einschließlich künstlicher Intelligenz.
Wenige Jahre nach dieser ersten Definition wurden weitere Subkategorien innerhalb der digitalen Kardiologie festgelegt, indem Beschwerdebilder wie Vorhofflimmern, arterielle Hypertonie, chronische Herzinsuffizienz, sowie die Primär- und Sekundärprävention bei Hypertonie und ischämischen Herzerkrankungen in einem neuen Positionspapier der ESC im Jahre 2019 als Erweiterung der klinischen Anwendungsgebiete identifiziert wurden.
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund, die Zielsetzung sowie die Methodik der Arbeit und führt in die Relevanz der digitalen Transformation in der Kardiologie ein.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Digital Health, E-Health und die spezifischen Anwendungsbereiche in der Kardiologie definiert und kontextualisiert.
3. Grundlagen des deutschen Gesundheitssystems: Es erfolgt eine Analyse des Aufbaus, der wichtigsten Akteure sowie der Finanzierungsmechanismen des deutschen Gesundheitswesens.
4. Anwendung der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen: Dieses Kapitel betrachtet den Einfluss der Pandemie auf die Digitalisierung und evaluiert telemedizinische Anwendungsgebiete sowie ökonomische Aspekte.
5. Telemedizinische Verfahren in der Kardiologie: Eine vertiefende Aufarbeitung der klinischen Evidenz und technischer Verfahren (inversiv/nichtinvasiv) unter besonderer Betrachtung der Herzinsuffizienz.
6. Ergebnisse: Der abschließende Teil liefert eine strategische Branchenanalyse mittels Porter-Modell, diskutiert Risiken und Herausforderungen und identifiziert wesentliche Erfolgsfaktoren für die Implementierung.
Telemedizin, Digitale Transformation, Kardiologie, Herzinsuffizienz, Telemonitoring, Gesundheitsökonomie, E-Health, Digital Health, Regelversorgung, Krankenhauszukunftsgesetz, Quadruple-Aim-Ansatz, Porter Fünf-Kräfte-Modell, Patientenversorgung, Telekonsil, Gesundheitssektor
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Integration telemedizinischer Verfahren bei der Patientenversorgung in Deutschland, mit spezifischem Fokus auf das Fachgebiet der Kardiologie.
Zu den zentralen Themen gehören die Grundlagen der Digitalisierung im Gesundheitswesen, gesundheitsökonomische Evaluationsmethoden sowie die strategische Positionierung von Telemedizinlösungen.
Das Ziel ist es, den derzeitigen Status der Telemedizin zu veranschaulichen, Herausforderungen zu identifizieren und Potenziale für eine flächendeckende Implementierung in die Regelversorgung aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt ein systematisches Review aktueller Studien und Expertenstellungnahmen sowie eine gesundheitsökonomische Analyse und eine strategische Branchenstrukturanalyse (Porter).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Systemanalyse des Gesundheitswesens, eine Untersuchung digitaler Strategien und die klinische Vertiefung der Telekardiologie.
Kernbegriffe sind Telemedizin, Kardiologie, Herzinsuffizienz, Gesundheitsökonomie, E-Health und strategisches Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit zeigt, dass Telemonitoring bei bestimmten Risikopatienten die Mortalität und ungeplante Krankenhausaufenthalte signifikant reduzieren kann, sofern die Evidenzbasis und die Rahmenbedingungen stimmig sind.
Die Pandemie fungierte laut Arbeit als starker Beschleuniger für Digitalisierungsprozesse und führte zu einer verdoppelten Akzeptanz für telemedizinische Angebote bei Ärzten und Patienten.
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