Bachelorarbeit, 2022
96 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Tiergestützte Pädagogik
2.1 Charakterisierung und Definitorische Fassung tiergestützter Pädagogik
2.1.1 Begründungszusammenhänge von tiergestützter Pädagogik
2.1.2 Wirkungsweisen von tiergestützter Pädagogik
2.2 Ziele und Teilziele
2.2.1 Soziale und Emotionale Entwicklung
2.2.2 Selbstkonzept
2.3 Arbeitsweisen und Methoden
2.3.1 Die fünf Grundmethoden der tiergestützten Arbeit
2.3.2 Interaktionsformen
2.4 Auswahl der Tiere
2.4.1 Nutz- und Heimtiere
2.4.2 Individuelle Eignung des Tieres
2.5 Forschungsbefunde zu Tieren im deutschen Strafvollzug
3. Grundlagen zum Verständnis von jugendlichen Straftätern in Jugendstrafanstalten
3.1 Jugendarrest und Jugendstrafe
3.1.1 Arten des Jugendarrests
3.1.2 Jugendstrafe
3.2 Ätiologische Aspekte von Jugendstraftätern
3.2.1 Biologische Aspekte
3.2.2 Soziologische Aspekte
3.2.3 Psychologische Aspekte
3.3 Ziele von Jugendstrafanstalten
3.4 Vollzug der Jugendstrafe
3.5 Aufgaben und Grundsätze des Vollzugs
3.6 Angebote und Maßnahmen in Jugendstrafvollzugsanstalten
3.6.1 Therapeutische Maßnahmen
3.6.2 Schule, Ausbildung und Beruf
3.6.3 Freizeit- und pädagogische Angebote
4. Konzeptionelle Überlegung von tiergestützter Pädagogik im Strafvollzug
4.1 Implikationen der Zielgruppe und Möglichkeiten tiergestützter Pädagogik
4.1.1 Allgemeine Zielsetzungen und Differenzierung von Teilzielen
4.1.2 Auswahl von Gruppen und Tieren
4.2 Zielsetzung tiergestützter Pädagogik für jugendliche Straftäter
4.2.1 Differenzierung von Teilzielen
4.2.2 Auswahl von Gruppen und Tieren
4.3 Umsetzung von Förderthemen
4.3.1 Angebote innerhalb des Jugendstrafvollzug
4.3.2 Angebote außerhalb des Jugendstrafvollzug
5. Kritischer Aus- und Rückblick
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Limitierungen der tiergestützten Pädagogik als alternatives Behandlungsangebot im Jugendstrafvollzug. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen Problem- und Förderbedarfe junger Straftäter, konzeptionelle Ansätze für den Einsatz von Tieren zu entwickeln, um so zur Resozialisierung und Persönlichkeitsentwicklung beizutragen.
2.3.1 Die fünf Grundmethoden der tiergestützten Arbeit
Die freie Begegnung: Sie ist die natürlichste Art der Kontaktaufnahme zwischen Menschen und Tieren und bildet die Grundlage aller Methoden der tiergestützten Arbeit. Ohne räumliche Begrenzung oder Einwirkung dritter, können die Klienten und Tiere aus freien Impulsen heraus den Kontakt suchen oder sich selbstbestimmt wieder zurückziehen. Durch die äußerst hohe Authentizität steigt die Qualität der Begegnung. Das führt dazu, dass der Dialog zwischen Mensch und Tier besonders von besonderer Nachhaltigkeit geprägt ist und emotional einen großen Wert einnimmt. Durch ihre uneingeschränkte Räumlichkeit, ist diese Methode in ihrer exakten Form jedoch kaum umzusetzen. Sobald ein Arial umzäunt ist (die Größe ist hierbei irrelevant), müsste von der Hort-Methode gesprochen werden (vgl. Otterstedt 2007, S. 345ff.).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die positive Wirkung von Tieren auf den Menschen und führt in die tiergestützte Pädagogik ein, um sie schließlich als potenzielle Unterstützung im Kontext des Jugendstrafvollzugs zu verorten.
2. Tiergestützte Pädagogik: Dieses Kapitel definiert und charakterisiert die tiergestützte Pädagogik, erläutert ihre Wirkungsweisen auf physiologischer, psychologischer und sozialer Ebene und beschreibt Methoden sowie die Auswahl geeigneter Tiere.
3. Grundlagen zum Verständnis von jugendlichen Straftätern in Jugendstrafanstalten: Hier werden die stationären Sanktionsformen sowie die ätiologischen Hintergründe der Jugendkriminalität beleuchtet, ergänzt durch einen Überblick über aktuelle Angebote im Jugendstrafvollzug.
4. Konzeptionelle Überlegung von tiergestützter Pädagogik im Strafvollzug: Dieses Hauptkapitel entwirft konkrete Konzepte für tiergestützte Interventionen im Vollzug, differenziert Zielsetzungen für die Zielgruppe und skizziert umsetzbare Angebote innerhalb und außerhalb hauseigener Strukturen.
5. Kritischer Aus- und Rückblick: Das Fazit kritisiert die strukturellen Defizite des Jugendstrafvollzugs und reflektiert die Chancen, die eine konzeptionell fundierte tiergestützte Pädagogik zur Verbesserung der Resozialisierungschancen bietet.
Tiergestützte Pädagogik, Jugendstrafvollzug, Resozialisierung, Jugendkriminalität, Verhaltensauffälligkeit, emotionale Kompetenz, soziale Kompetenz, Mensch-Tier-Beziehung, Vollzugslockerung, Persönlichkeitsentwicklung, Straffälligenhilfe, Interventionsmethoden, Haftbedingungen.
Die Arbeit untersucht, ob und wie tiergestützte Pädagogik als ergänzende Maßnahme im Jugendstrafvollzug dazu beitragen kann, die Resozialisierungschancen junger Straftäter zu verbessern.
Sie thematisiert die Grundlagen tiergestützter Ansätze, die spezifischen psychologischen und soziologischen Hintergründe junger Straftäter sowie die aktuellen Bedingungen im deutschen Jugendstrafvollzug.
Das Ziel ist die Erstellung eines konzeptionellen Rahmens, der aufzeigt, wie tiergestützte Pädagogik zur Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen Inhaftierter genutzt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu pädagogischen Wirkmechanismen, kriminologischen Erkenntnissen über jugendliche Straftäter und bestehenden Evaluationsergebnissen zu Tieren im Strafvollzug.
Dort werden einerseits die Anforderungen an Tiere und deren Eignung diskutiert und andererseits konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für tiergestützte Angebote innerhalb und außerhalb des Vollzugs, wie etwa Bodenarbeit oder das Hüten von Tieren, vorgestellt.
Kernbegriffe sind: Tiergestützte Pädagogik, Resozialisierung, Jugendstrafvollzug, soziale Kompetenzen und emotionale Entwicklung.
Aufgrund ihrer respekteinflößenden Größe und ihres Bedürfnisses nach Führung sind diese Tiere besonders geeignet, um bei jugendlichen Delinquenten Verantwortungsbewusstsein zu fördern und Grenzen unmissverständlich aufzuzeigen.
Die Du-Evidenz ist Voraussetzung für den Erfolg; sie beschreibt das subjektive Erleben des Tieres als Partner, das Inhaftierten erlaubt, eine wertfreie und emotionale Bindung aufzubauen, die in ihrer sonstigen Lebenswelt oft fehlt.
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