Doktorarbeit / Dissertation, 2022
218 Seiten, Note: magna cum laude
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
TEIL I
EINLEITUNG
1.1. Zur Fragestellung
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Relevanz der Arbeit
1.4. Verfahren und Durchführung
TEIL II
1984
2.1. Inhaltsangabe und Interpretation
2.2. Die Figurenkonstellation von „1984“
2.2.1. Winston Smith
2.2.2. O’Brien
2.2.3. Julia
2.2.4. Der Große Bruder
2.2.5. Immanuel Goldstein
2.2.6. Tom Parsons
2.2.7. Syme
2.2.8. Mr. Charrington
2.2.9. Die Proles
2.3. Die Gebietsverteilung der drei Supermächte
2.4. Die vier Ministerien
2.5. Die Struktur der Gesellschaft in Ozeanien
2.6. Allgemeine Lebenslaufbahn eines ozeanischen Bürgers
2.7. Die Einführung der Neusprache
2.8. Ausschnitte aus den Filmen „1984“ (1956) und „1984“ (1984)
TEIL III
VOR DEM GESETZ
3.1. Die Inhaltsangabe
3.2. Die Figurenkonstellation von „Vor dem Gesetz“
3.2.1. Der Türhüter
3.2.2. Der Mann vom Lande
3.3. Deutung der Parabel
3.3.1. Türhüter als Idee der Restriktion und Klassenwirrwarr
3.3.2. Das Tor verliert seine Funktion
3.3.3. Münzwurf des Absurden
3.3.4. Wahrheit oder Notwendigkeit
TEIL IV
MEMENTO
4.1. Die Inhaltsangabe
4.2. Die Figurenkonstellation von „Memento“
4.2.1. Leonard Shelby
4.2.2. John Edward Gammell „Teddy“
4.2.3. Natalie
4.2.4. Sammy Jankis
4.2.5. Jimmy Grantz
4.2.6. Dodd
4.2.7. Burt
4.3. Erläuterung des Films
4.4. Die Cover des Films
4.5. Die zwei Handlungsstränge
4.6. Bedeutungsträger des Plots
4.6.1. Die Polaroid-Kamera
4.6.2. Die Tätowierungen
4.6.3. Die Mindmap
4.6.4. Die Gegenstände der Ehefrau
4.7. Die detaillierte Szenenanalyse
4.8. Fakten versus Erinnerungen
TEIL V
KOMPARATISTIK
5.1. Die komparatistische Disziplin
5.2. Vergleich und Reflexion
5.3. Arbeitsgebiet der Komparatistik
5.4. Intermedialität
TEIL VI
EXISTENTIALISMUS
6.1. Genese und Arbeitsfeld des Existentialismus
6.2. Angstkategorien in den Werken „1984“, „Vor dem Gesetz“ und „Memento“
TEIL VII
SEIN UND ZEIT
7.1. Abriss des Werks „Sein und Zeit“
7.2. Zeug und Ding
TEIL VIII
ZEUG-DING-ANALYSE
8.1. 1984
8.1.1. Die Vergangenheit
8.2. Vor dem Gesetz
8.3. Memento
8.4. Resümee von „1984“, „Vor dem Gesetz“ und „Memento“
TEIL IX
DER TOD
9.1. Kontemplation über den Tod
TEIL X
COMPARATIO MEMENTO – 1984 – VOR DEM GESETZ
10.1. Vergleich des Grotesken
TEIL XI
SCHLUSSFOLGERUNG
Ziel der Arbeit ist eine existenziell-komparatistische Untersuchung der Werke „1984“, „Vor dem Gesetz“ und „Memento“ unter Berücksichtigung von Martin Heideggers Philosophie, um die Auswirkungen von existenzbedrohenden Krisenerfahrungen und den Umgang der Protagonisten mit ihrer Umwelt zu analysieren.
2.1. Inhaltsangabe und Interpretation
Der dystopische Roman „1984“ (orig. engl. Nineteen Eighty-Four), der im Jahre 1948 vom britischen Schriftsteller Eric Arthur Blair, besser bekannt als George Orwell (1903-1950) verfasst und im Jahre 1949 veröffentlicht wurde, handelt von einer düsteren Zukunftsvision der Welt, in der ein unerbittlich, kontinuierlicher Krieg ausgetragen wird und die Völker von einer totalitären Machtordnung regiert werden und das Leben der Menschen unter absoluter Kontrolle steht. Der Ort der Handlung ist die Stadt London, verändert als Luftflottenstützpunkt Nr.1, die von der Supermacht Ozeanien eingenommen wurde.
Das seinen Platz in den Weltkanon etablierte Werk ist für seine zeitüberdauernde Thematik, Terminologien und für seine Aktualität in Bezug auf Politik und Verwaltung bekannt.
Warum George Orwell seinem Roman den Titel „1984“ gegeben hat, darüber gibt es eine weitgehend gängige Sichtweise. Der Roman wurde 1948 fertiggestellt und die letzten beiden Ziffern verdreht, um womöglich auf eine Zukunft zu verweisen, die mit der Verfassungszeit des Buches eng verbunden war (Neuroth, 2014, S.75; Brauer, 2019, S.205). Was heute geschieht, kann auch morgen passieren. Orwell wollte u. E. entweder auf die Omnipräsenz der Unterdrückung und ihren zeitlosen Charakter hinweisen, die wenn man nicht acht gibt, überall und jederzeit aufkeimen kann, oder aber er sah, dass die Zeit des Totalitarismus sich in seiner Gegenwart entfaltete und seine volle Wirkung erst in der Zukunft sich herausstellen würde. Die letztere Vermutung sieht den Zahlendreher als einen Entwicklungsprozess totalitärer Herrschaft an.
1. Einleitung: Einführung in die existenzielle Forschungsfrage, die Relevanz der Werke und Erläuterung des methodischen Vorgehens unter Einbeziehung von Heideggers Phänomenologie.
2. 1984: Detaillierte Inhaltsangabe und Analyse der Figurenkonstellation sowie der totalitären Strukturen und Gesellschaftsform in Ozeanien.
3. VOR DEM GESETZ: Interpretation der Kafka-Parabel durch Figurencharakterisierung und Analyse der Machtdynamik zwischen Türhüter und dem Mann vom Lande.
4. MEMENTO: Analyse der komplexen narrativen Struktur des Films, der Gedächtnisstörung des Protagonisten und der Bedeutung von Objekten im Kontext der Wahrnehmung.
5. KOMPARATISTIK: Theoretische Grundlagen der vergleichenden Literaturwissenschaft und Diskussion der Intermedialität.
6. EXISTENTIALISMUS: Überblick über die philosophische Strömung und Identifizierung existentieller Angstkategorien in den untersuchten Werken.
7. SEIN UND ZEIT: Abriss von Heideggers Hauptwerk, insbesondere hinsichtlich der Konzepte von Zeug und Ding.
8. ZEUG-DING-ANALYSE: Konkrete Anwendung der Heidegger‘schen Analyse auf Objekte in 1984, Vor dem Gesetz und Memento.
9. DER TOD: Philosophische Kontemplation über die Endlichkeit des Daseins als zentrales Motiv aller drei Werke.
10. COMPARATIO MEMENTO – 1984 – VOR DEM GESETZ: Synthetischer Vergleich der zentralen Themen und Motive unter Einbeziehung der grotesken Elemente.
11. SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenführende Diskussion der Ergebnisse und Reflexion über das Zusammenspiel von Literatur und Philosophie.
Existentialismus, Zeug-Ding-Analyse, Komparatistik, 1984, Vor dem Gesetz, Memento, Martin Heidegger, Phänomenologie, Totalitarismus, Identität, Gedächtnisverlust, Macht, Verrat, Angst, Tod.
Die Arbeit untersucht vergleichend die existenzielle Not der menschlichen Bedingung in den Werken "1984" von George Orwell, "Vor dem Gesetz" von Franz Kafka und "Memento" von Christopher Nolan.
Zentrale Themen sind die menschliche Existenz, existenzielle Angst, Verrat, der Verlust von Identität und Wahrnehmung sowie die Rolle der Zeit und des Todes.
Ziel ist es, das "Sich-Zeigende" in den besprochenen Werken mithilfe von Martin Heideggers „Zeug-Ding-Analyse“ tiefergehend zu entschlüsseln, um neue Interpretationsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Es wird ein existenziell-komparatives Verfahren sowie die literaturphilosophische Methode nach Heidegger angewandt, um Literatur und Film interdisziplinär zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Inhalts- und Figuren-Analyse der drei Werke sowie deren gemeinsame philosophische Durchleuchtung anhand der Begriffe „Zeug“ und „Ding“.
Existentialismus, Zeug-Ding-Analyse, Komparatistik, Phänomenologie sowie Totalsitarismus und Identitätsverlust.
Gegenstände wie die Polaroid-Kamera oder Tätowierungen dienen Leonard nicht ihrem ursprünglichen, sondern einem existentiell kompensatorischen Zweck, um seine Gedächtnisstörung zu überbrücken.
Die Tür verliert ihre Funktion als Grenzmechanismus, da sie trotz ihrer Offenheit für den Protagonisten unüberwindbar bleibt, was sie zu einem Symbol des „Absurd-Dings“ macht.
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