Masterarbeit, 2009
120 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Definitionen um die Telemedizin
1.1 Die Geschichte der Telemedizin
1.2 Eingrenzung und Verwendung der Begriffe
1.2.1 Vernetzung
1.2.2 Anwendung
1.3 Zwischenfazit: Begriffsbildung und Definition
2. Warum Telemedizin? Problemlage und Überblick.
2.1 Die Zukunft des Gesundheitswesens unter Berücksichtigung des demographischen Wandels
2.1.1 Die Folgen der „neuen“ Altersstruktur
2.2 Krankheitsbild und Krankheitskosten in Deutschland – ein Grund für Telemedizin?
2.2.1 Im Fokus: Erkrankungen des Kreislaufsystems
2.2.2 Im Fokus: Chronische Erkrankungen
2.2.3 Krankheitskosten und Reformen im Überblick
2.3 Zwischenfazit
3. Praktische Anwendungen
3.1 Vernetzung: Die elektronische Gesundheitskarte
3.1.1 Kritik an der elektronischen Gesundheitskarte
3.1.2 Die elektronische Gesundheitskarte und die Relevanz der freiwilligen Zusatzanwendungen
3.2 Vernetzung: Die elektronische Patientenakte
3.2.1 Die elektronische Patientenakte als eHealth Entwicklungsprojekt: Die Beispiele Krankenhaus und Krankenkasse
3.3 Zwischenfazit
3.4 Anwendung
3.4.1 Eingrenzung der Praxisbeispiele: Telemonitoring als erster Schritt und doctor 2 patient vs. doctor 2 doctor
3.5 Anwendung: Diabetes und Telemedizin
3.5.1 Diabetes: Eine Volkskrankheit
3.5.2 Telemedizinische Betreuungsansätze
3.6 Exkurs: Integrierte Versorgung und Disease Management Programme
3.7 Anwendung: Herz-Kreislauferkrankungen und Telemedizin
3.7.1 Das Institut für angewandte Telemedizin (IFAT) am Herz- und Diabeteszentrum NRW
3.7.2 Angebote des IFAT: ESCAT I-III
3.7.3 Angebote des IFAT: NOPT/AUTARK
3.7.4 Ergebnisse der Befragung bei AUTARK
3.7.5 Akzeptanz des IFAT und der ambulanten Rehabilitation
3.7.6 Kooperation und Belastbarkeit bei AUTARK
3.7.7 Zusammenfassung der Befragung bei AUTARK
3.7.8 Angebote des IFAT: Herz-AS
3.8 Anwendung: Ambient Assisted Living oder der Haushalt als dritter Gesundheitsstandort
3.9 Der Gesamtmarkt für telemedizinische Anwendungen
3.10 Zwischenfazit
4. Schlussfolgerungen, Stolpersteine und Hürden auf dem Weg zu telemedizinischen Anwendungen
4.1 Recht
4.2 Ökonomie und Finanzierung
4.2.1 Krankenhäuser
4.2.2 Niedergelassene Ärzte
4.2.3 Krankenkassen
4.2.4 Telemedizin Unternehmen
4.3 Akzeptanz
4.4 Organisation
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stand telemedizinischer Verfahren in Deutschland und analysiert, warum trotz des hohen Potenzials bisher keine flächendeckende Umsetzung erfolgt ist. Dabei werden insbesondere die Herausforderungen des demografischen Wandels sowie die Finanzierungsproblematik im Gesundheitswesen beleuchtet und anhand konkreter Praxisbeispiele bewertet.
3.4.1 Eingrenzung der Praxisbeispiele: Telemonitoring als erster Schritt und doctor 2 patient vs. doctor 2 doctor
In Abb. 2 sind die d2p Anwendungen nach Telediagnostik, Telemonitoring und Teletherapie unterteilt. Würde man hier eine Reihenfolge herstellen, so stünde am Anfang dieser Liste das Telemonitoring gefolgt von der Telediagnostik und abschließend der Teletherapie. Zur Stellung einer Diagnose und anschließend der Anwendung einer Therapie muss erst ein Problem bei dem betroffenen Patienten bestehen. Dieses Problem wird dann an den behandelnden Arzt per IuKT übertragen. Dieser erste Schritt erfolgt über das Telemonitoring:
„Telemonitoring ermöglicht die kontinuierliche Überwachung von Körperfunktionsdaten (Vitalparameter, physiologische Messdaten) insbesondere bei chronisch erkrankten oder risikogefährdeten Patienten.“ (Heinen-Kammerer et al., 2006, S.3)
Das Prinzip der Telemedizin, also der Übertragung dieser Daten über eine geographische Distanz hinweg, kommt natürlich auch hier zum tragen (siehe Definition Kapitel 1). Dem Telemonitoring kommt demnach eine besondere Bedeutung im Erfassen und Feststellen eines gesundheitlichen Problems zu. Es ist der erste Schritt, der zu einer Behandlung bzw. zum Eingreifen führen kann und stellt damit eine der wichtigsten Anwendungen bei telemedizinischen Verfahren dar vgl. Heinen-Kammerer et al., 2006, S.4 ff.). Es können zwei wesentliche Anwendungsbereiche unterschieden werden:
Risikomonitoring
Therapiemanagement
Das Risikomonitoring ermöglicht eine Überwachung von Patienten, die nicht direkt gefährdet sind, aber das Risiko einer möglichen Zustandsverschlechterung haben. Das Therapiemanagement hilft dem Patienten dabei, seine Therapie zu verbessern und einzuhalten (vgl. Häcker/Reichwein/Turad, 2008, S.10; vgl. Heinen-Kammerer et al., 2006, S.4). Das Telemonitoring ist Bestandteil fast aller telemedizinischen Anwendungen und steht bei den Betrachtungen der Fallbeispiele im Mittelpunkt der Funktionen. Dies wird bei der Vorstellung der Praxisbeispiele noch deutlicher werden. Die Beispiele konzentrieren sich dabei auf den Bereich d2p. Dies erfolgt v.a. aus der Überlegung heraus die Gruppe der Patienten mit einzubeziehen.
1. Definitionen um die Telemedizin: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung des Begriffs Telemedizin und grenzt ihn von verwandten Feldern wie eHealth und Gesundheitstelematik ab.
2. Warum Telemedizin? Problemlage und Überblick.: Hier werden die Treiber der Telemedizin, insbesondere der demografische Wandel und die Kostenbelastung durch chronische Erkrankungen, detailliert analysiert.
3. Praktische Anwendungen: Dieses Hauptkapitel untersucht konkrete Projekte und Anwendungen (wie eGK, ePa, DiabCareOnline und AUTARK) und bewertet deren Erfolg und Hürden.
4. Schlussfolgerungen, Stolpersteine und Hürden auf dem Weg zu telemedizinischen Anwendungen: Der Autor identifiziert rechtliche, ökonomische, organisatorische und akzeptanzbedingte Barrieren, die einer breiten Einführung entgegenstehen.
5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel resümiert die Ergebnisse und betont, dass die Telemedizin trotz bestehender Hindernisse aufgrund des demografischen Wandels unumgänglich ist.
Telemedizin, eHealth, Gesundheitstelematik, Demografischer Wandel, Chronische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Telemonitoring, Elektronische Gesundheitskarte (eGK), Elektronische Patientenakte (ePa), Integrierte Versorgung (IV), Disease Management Programme (DMP), Praxismanagement, Kostensenkung, Patientenakzeptanz, Datensicherheit
Die Arbeit untersucht die Rolle der Telemedizin im deutschen Gesundheitswesen, ihre Notwendigkeit angesichts aktueller demografischer Herausforderungen und die Gründe für die bisher nur zögerliche flächendeckende Implementierung.
Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen Grundlagen (Vernetzung), den konkreten Anwendungsbereichen (Telemonitoring) sowie den ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitsmarktes.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Warum gelingt es in Deutschland bis jetzt nicht, telemedizinische Verfahren flächendeckend umzusetzen?“
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer Auswertung von Praxisbeispielen und Datensätzen (wie dem Projekt AUTARK), um eine fundierte Bewertung des Status quo vorzunehmen.
Im Hauptteil werden neben der Theorie der Telemedizin diverse Praxisbeispiele, wie die elektronische Gesundheitskarte und spezifische Telemonitoring-Programme für Diabetiker und Herzpatienten, detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind Telemedizin, eHealth, demografischer Wandel, chronische Erkrankungen, Integrierte Versorgung (IV) und die verschiedenen organisatorischen Hürden im Gesundheitssektor.
Das Projekt dient als Fallbeispiel für eine telemedizinisch unterstützte ambulante Rehabilitation nach Herzoperationen, um den konkreten Nutzen, die Patientenzufriedenheit und die Hürden der sektorenübergreifenden Versorgung aufzuzeigen.
Die eGK wird als zentrale Infrastrukturkomponente betrachtet, deren Einführung jedoch aufgrund technischer, rechtlicher und akzeptanzbedingter Schwierigkeiten und langwieriger Entscheidungsprozesse als symbolhaft für die Probleme der Telemedizin-Implementierung gilt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

