Bachelorarbeit, 2019
82 Seiten, Note: 2,6
1 Thematische Einführung
2 Theoretische Grundlagen zu Smart Cities
2.1 Smart City-Definitionen
2.2 Zwischenfazit
3 Smart Cities in Deutschland
3.1 Smart City-Charta für Deutschland
3.2 Smart City-Entwicklungen
3.3 Beispiele für Smart Cities in Deutschland
3.3.1 Smart City strategisch - Smart City Berlin
3.3.2 Smart City umsetzungsorientiert - Digitales Bonn
3.3.3 Smart City als integrierte Stadtentwicklung - Smarter Together München
4 Forschungsschwerpunkt Smart City-Leipzig
4.1 Vorstellung der Stadt Leipzig
4.2 Konzept der Smart City-Leipzig
4.3 Methodik des Experteninterviews
4.4 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
5 Empirische Ergebnisse
5.1 Smart City-Umsetzung
5.1.1 Struktur
5.1.2 Aufgaben
5.1.3 Beteiligungsakteure
5.1.4 Zeithorizont
5.1.5 Finanzen
5.2 Smart City-Strategie
5.3 Zwischenfazit
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert den Entwicklungsprozess des Referates "Digitale Stadt" in Leipzig im Kontext des Smart City-Konzepts. Ziel ist es, die interne Struktur, die strategische Ausrichtung sowie die Einbindung von Akteuren und Bürgern zu untersuchen und kritisch im Hinblick auf ihre Zukunftsfähigkeit sowie sozial-ökologische Implikationen zu bewerten.
Die Ansätze der IT-Unternehmen
Die Ansätze der IT-Unternehmen wirken dennoch allumfassend. So werden die Handlungsfelder einer Smart City häufig unterteilt in Verwaltung, Gesundheit, IT-Infrastruktur, Handel, Energie und Umwelt, Sicherheit, Gesellschaft, Datenplattform, Mobilität und Bildung (vgl. ebd., S. 170). Anhand dieser Aufzählung fällt die Fokussierung auf die Digitalisierung deutlich auf. Mit dem Begriff „Internet of Things“ werden in den einzelnen Bereichen Gegenstände mit dem Internet verbunden und so sollen Informationen online in Echtzeit abrufbar sein. Bekannte Beispiele hierfür sind „Smart Home“ oder „Ambient Assisted Living“. Letzteres umfasst eine im Haus befindliche technische Basisinfrastruktur bestehend aus Sensoren, Aktoren und Kommunikationseinrichtungen. Ziel dieser Einrichtung soll das selbstständige Leben im häuslichen Umfeld, in der Mobilität und Selbstversorgung durch Assistenz für Patienten sein. Beispiele für AAL-Systeme sind unter anderem intelligente Tablettenspender, die die rechtzeitige Einnahme von Medikamenten unterstützen oder smarte Rollstühle, die Hinternisse eigenständig ausweichen und sich orientieren können (vgl. Jakubowski 2014, S. 5).
Durch sogenannte Beacons, dies sind kleine Sender, die als Signalgeber fungieren, können auch in der Stadt die Menschen immer Informationen empfangen. Über kommunale Apps erhalten so die Anwender zum Beispiel Inhalte über Sehenswürdigkeiten, Straßen oder Gebäude, wenn diese fixierte Beacons besitzen. Es ist ihnen dadurch möglich, zeitgleich Informationen und Benachrichtigungen über Öffnungszeiten, Bilder, städtische Persönlichkeiten und Standorte von Einrichtungen direkt auf dem mobilen Endgerät zu erhalten (vgl. Kant 2017, S. 51). Dies hat für Touristen den Vorteil, dass sie nicht mehr auf der Website der Stadt nachsehen müssen.
1 Thematische Einführung: Die Einleitung beleuchtet globale Urbanisierungstrends sowie städtische Probleme wie Ressourcenverbrauch und sozialen Wandel und führt in das Konzept der Smart City als einen möglichen Lösungsansatz ein.
2 Theoretische Grundlagen zu Smart Cities: In diesem Kapitel werden diverse Smart City-Definitionen analysiert und in den Kontext von Technikoptimismus sowie Partizipationsansätzen gesetzt.
3 Smart Cities in Deutschland: Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der Smart City-Landschaft in Deutschland mit Fokus auf die Smart City-Charta sowie beispielhafte Strategien in Berlin, Bonn und München.
4 Forschungsschwerpunkt Smart City-Leipzig: Der Fokus liegt auf der Fallstudie Leipzig, ihrer Vorstellung sowie der methodischen Herangehensweise zur Erhebung der Daten via Experteninterview.
5 Empirische Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse zur Struktur, den Aufgaben, beteiligten Akteuren, Finanzen und Strategien des Leipziger Referates "Digitale Stadt".
6 Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und Handlungsempfehlungen für eine ganzheitliche, bürgernahe Digitalisierungsstrategie abgeleitet.
Smart City, Leipzig, Digitalisierung, E-Government, Stadtplanung, Bürgerbeteiligung, Smart City-Charta, Ressourceneffizienz, IKT, urbane Datenplattform, Reallabor, Technikoptimismus, nachhaltige Stadtentwicklung, Partizipation, digitale Transformation
Die Bachelorarbeit setzt sich mit Smart City-Konzepten im deutschen Kontext auseinander und analysiert speziell den Entwicklungsprozess des Referates "Digitale Stadt" in Leipzig.
Zentrale Themen sind die digitale Transformation urbaner Räume, die Rolle von IKT in der Stadtplanung, Bürgerbeteiligung, Nachhaltigkeit und der Einfluss von Technologie auf Verwaltungsprozesse.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Leipzig den Begriff "Smart City" interpretiert, welche Akteure eingebunden sind und ob der Fokus auf technologischen Lösungen oder auf bürgerzentrierten, nachhaltigen Ansätzen liegt.
Die Autorin nutzt qualitative Forschungsmethoden, insbesondere ein leitfadengestütztes Experteninterview mit einer Verantwortlichen des Leipziger Referates Digitale Stadt, ausgewertet nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen Überblick über Smart Cities in Deutschland und die detaillierte empirische Fallstudie des Referates Digitale Stadt in Leipzig.
Sie ist eine kritische, anthropogeographische Untersuchung, die den Fokus weg von rein technologiefixierten Modellen hin zu einer integrierten, kooperativen Stadtentwicklung lenkt.
Die Charta dient als zentraler Bezugsrahmen, um die Leitlinien und das strategische Verständnis zu analysieren, an denen sich deutsche Kommunen bei ihren Digitalisierungsvorhaben orientieren.
Die Autorin äußert Skepsis gegenüber der Machtstellung großer IT-Unternehmen, da diese oft primär gewinnorientiert handeln und Bürger lediglich als "Nutzer" statt als Mitgestalter betrachten.
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