Bachelorarbeit, 2021
29 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DAS MENTALE IM KONTEXT
2.1 MENTALE PHÄNOMENE: EINE ZWECKHAFTE KONZEPTION
2.2 DAS PROBLEM DER MENTALEN VERURSACHUNG
3. DIE KAUSALE HANDLUNGSTHEORIE BEI DAVIDSON
3.1 HANDLUNGSBEGRIFF UND HANDLUNGSERKLÄRUNG
3.2 DAS PROBLEM DER MENTALEN HANDLUNGSVERURSACHUNG
3.3 ANOMALER MONISMUS UND TOKEN-IDENTITÄT
3.4 TOKEN-IDENTITÄT ALS LÖSUNG DES PROBLEMS DER MENTALEN HANDLUNGSVERURSACHUNG?
4. WUNSCH-ÜBERZEUGUNGS-PAARE UND MENTALE VERURSACHUNG
4.1 NORMATIVITÄT ALS KRITISCHE EIGENSCHAFT VON GRÜNDEN
4.2 PHYSIKALISCHE SPRACHE UND NORMATIVITÄT
4.3 WUNSCH-ÜBERZEUGUNGS-PAARE ALS MENTALE EPIPHÄNOMENE
5. SCHLUSSBETRACHTUNGEN
Die Arbeit untersucht die Kernannahme der kausalen Handlungstheorie von Donald Davidson, insbesondere die mentale Handlungsverursachung durch Wunsch-Überzeugungs-Paare, und prüft kritisch, ob diese Annahme ein Defizit seiner Theorie darstellt.
4.1 NORMATIVITÄT ALS KRITISCHE EIGENSCHAFT VON GRÜNDEN
Die vorgängig referierte Token-Identität zehrt davon, dass die zur Identifikation ausstehenden Phänomene, welche hier Wunsch-Überzeugungs-Paare sind, in rein physikalischen Begriffen beschrieben werden können. Dabei sollte man vernünftigerweise fordern, dass diese physikalische Beschreibung ohne substanzielle Verluste erfolgt. Nennen wir diese Forderung das Desideratum der Berücksichtigung kritischer Eigenschaften. Unter „kritische Eigenschaft“ wird hier eine solche verstanden, die der Eigenschaftsträger nicht einbüßen kann, ohne aufzuhören dieser Eigenschaftsträger zu sein. Beispielsweise würde ein Schmerz, der die phänomenale Eigenschaft der Schmerzhaftigkeit verlöre, kein Schmerz mehr sein. Eine physikalische Beschreibung von intentionalen Zuständen, die wesentliche Merkmale dieser Zustände unbeachtet lässt, verstieße gegen das Desideratum der Berücksichtigung kritischer Eigenschaften und dürfte somit als unzureichend zurückgewiesen werden. Für eine erfolgreiche Token-Identifikation sollten wir uns nicht mit irgendeiner physikalischen Beschreibung zufriedengeben, sondern mit einer, die unsere Auflagen respektiert.
1. EINLEITUNG: Einführung in Donald Davidsons kausale Handlungstheorie und die zentrale Forschungsfrage nach der mentalen Handlungsverursachung als möglichem Defizit.
2. DAS MENTALE IM KONTEXT: Klärung mentaler Phänomene als intentionale Zustände und Vorstellung des Leib-Seele-Problems bzw. des Problems der mentalen Verursachung.
3. DIE KAUSALE HANDLUNGSTHEORIE BEI DAVIDSON: Darstellung von Davidsons kausalistischem Paradigma, des anomalen Monismus und der Versuche, Handlungsverursachung durch Token-Identität zu begründen.
4. WUNSCH-ÜBERZEUGUNGS-PAARE UND MENTALE VERURSACHUNG: Kritische Evaluation der Token-Identität hinsichtlich der Normativität von Gründen und des Epiphänomenalismus-Problems.
5. SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Synthetisierende Schlussfolgerung, dass die Annahme der mentalen Handlungsverursachung ein zentrales Defizit in Davidsons Theorie darstellt.
Donald Davidson, Handlungstheorie, Kausalismus, Mentale Verursachung, Wunsch-Überzeugungs-Paar, Token-Identität, Anomaler Monismus, Normativität, Epiphänomenalismus, Handlungsgründe, Supervenienz, Intentionalität
Die Arbeit analysiert die kausale Handlungstheorie von Donald Davidson, insbesondere die Rolle von Wunsch-Überzeugungs-Paaren bei der Verursachung von Handlungen.
Die Themen umfassen die Philosophie des Geistes, das Leib-Seele-Problem, kausale Erklärungen, den anomalen Monismus und die Normativität von Handlungsgründen.
Die Arbeit untersucht, ob die Annahme, dass Wünsche und Überzeugungen Handlungen mental verursachen, ein Defizit in Davidsons Handlungstheorie darstellt.
Es wird eine analytische, argumentationsbasierte Methode verwendet, die durch Literaturanalyse und die Prüfung von Davidsons Thesen auf Konsistenz geprägt ist.
Der Hauptteil behandelt die Konzipierung des Mentalen, Davidsons Theorie des Kausalismus, die Token-Identität als Lösungsansatz für das Problem der mentalen Verursachung sowie die Kritik an dieser Position.
Besonders prägend sind die Begriffe Handlungserklärung, Wunsch-Überzeugungs-Paar, Normativität, Token-Identität und Epiphänomenalismus.
Die Normativität ist eine kritische Eigenschaft von Gründen; Davidson scheitert nach Ansicht des Autors daran, diese normative Qualität in rein physikalischer Sprache zu beschreiben, was die Token-Identität unterminiert.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der von Davidson angeführte Supervenienz-Verweis den Einwand nicht entkräften kann, das Mentale verkomme bei Davidson letztlich zum wirkungslosen Epiphänomen.
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