Bachelorarbeit, 2020
65 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Themenstellung und Relevanz
1.2 Formulierung der Forschungsfrage und Hypothese
1.3 Theorieeinbettung und Stand der Forschung
1.4 Methodische Vorgehensweise
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Europäische Energieaußenpolitik
2.1 Grundlagen der Energiepolitik
2.1.1 Fossile Brennstoffe Erdöl und Erdgas
2.2 Entwicklungspfad der europäischen Energiepolitik
2.2.1 Die Anfänge der Energiepolitik
2.2.2 Energieversorgungssicherheit in den 2000er Jahren
2.2.3 Themenbereiche der europäischen Energiepolitik
2.3 Akteure der europäischen Energiepolitik
2.3.1 Europäische Kommission
2.3.2 Europäisches Parlament
2.3.3 Ministerrat - Rat der Europäischen Union
2.3.4 Mitgliedstaaten
2.4 Zusammenfassung
3 Europäische Energieaußenpolitik im östlichen Mittelmeer
3.1 Östliches Mittelmeer und die Energieversorgung Europas
3.1.1 Erdgasfunde im östlichen Mittelmeer
3.1.2 Europäische energiepolitische Projekte in der Region
3.2 Die Insel Zypern
3.2.1 Allgemein
3.2.2 Geschichte
3.2.3 Zypernkonflikt nach 1960
3.2.4 Wiedervereinigungsversuche nach 1974
3.2.5 Aktueller Konflikt
3.3 Die Türkei als energiepolitischer Akteur im östlichen Mittelmeer
3.3.1 Türkische Energiepolitik
3.3.2 Die Türkei und das östliche Mittelmeer
3.4 Zusammenfassung
4 Conclusio
Die Arbeit untersucht das energiepolitische Handeln der EU und der Türkei im östlichen Mittelmeer rund um die Insel Zypern. Im Fokus steht die Frage, welche Konflikte aufgrund der Konkurrenzsituation in dieser Region zwischen beiden Akteuren entstehen können, wobei die Analyse durch die realistische Theorie der internationalen Beziehungen geleitet wird.
3.1.1 Erdgasfunde im östlichen Mittelmeer
In der Region im östlichen Mittelmeer wird von großen Erdgasreserven ausgegangen. In den Gewässern der Anrainerstaaten des Levantinischen Beckens geht der US Geological Survey von etwa 3455 Billionen Kubikmetern Erdgasreserven aus. Bisher sind in Israel, Ägypten und in der Republik Zypern unterseeische fossile Quellen entdeckt worden. Die in Israel und in der Republik Zypern entdeckten Reserven machen diese beiden Staaten zur Energiedrehscheibe der Region.
In den Jahren 2009 und 2010 konnte Israel die beiden Gasfelder Tamar und Leviathan (siehe Abbildung 6) etwa 200 km westlich von Tel-Aviv erforschen. Der Republik Zypern gelang es im Jahr 2011, das Gasfeld Aphrodite zu entdecken, das sich etwa 160 km von der zyprischen Stadt Limassol befindet. Dem Gasfeld Aphrodite folgten im Jahr 2018 die Erforschung des Gasfelds Calypso und im Jahr 2019 das Gasfeld Glaucos, siehe Abbildung 6. Überdies wird von weiteren 450 Billionen Kubikmetern Reserven in der AWZ der Republik Zypern ausgegangen. Israel und auch die Republik Zypern können mit den bisher entdeckten Reserven ihren eigenen Gasbedarf für etliche Jahre abdecken.
In den ägyptischen Gewässern sind ebenfalls unterseeische fossile Energiequellen vorhanden. Das größte Gasfeld der Region Zohr sowie die israelischen Reserven werden derzeit ausgeschöpft. Erdgas aus den zypriotischen Erdölfeldern wird derweilen nicht befördert. Den ExpertInnen zufolge ist eine Einigung in der Zypernfrage die Voraussetzung, um Erdgas aus den Reserven zu fördern.
Es wird noch Zeit in Anspruch nehmen, bis alle Reserven bearbeitet werden können. Die Konflikte in der Region sind ein großes Hindernis. Eine Investition in ein Pipeline-Projekt oder in eine LNG-Anlage (siehe nächstes Kapitel) ist aus Sicht der europäischen Unternehmen nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn die Menge an Erdgasreserven gesichert ist. Daher ist die Bündelung des Angebots durch die Lieferländer des Levantinischen Beckens unumgänglich.
1 Einleitung: Definiert die Themenstellung, die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise im Rahmen der realistischen Theorie.
2 Europäische Energieaußenpolitik: Analysiert Grundlagen, Akteure und Ziele der Energiepolitik der EU sowie die Rolle der Mitgliedstaaten.
3 Europäische Energieaußenpolitik im östlichen Mittelmeer: Untersucht die Energieressourcen der Region, den Zypernkonflikt und die Rolle der Türkei als Akteur.
4 Conclusio: Beantwortet die Forschungsfrage unter Zusammenführung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse.
Energieaußenpolitik, östliches Mittelmeer, Erdgas, EU, Türkei, Zypern, Energieversorgungssicherheit, Diversifizierung, EastMed, Realismus, geopolitischer Konflikt, Ressourcennutzung, Anrainerstaaten, internationale Beziehungen, Gasfelder.
Die Arbeit analysiert das Handeln der EU und der Türkei im östlichen Mittelmeer, primär im Hinblick auf ihre energiepolitischen Ambitionen und die daraus resultierenden Konflikte.
Die zentralen Felder sind die europäische Energieabhängigkeit, die Erdgasfunde im östlichen Mittelmeer, der Zypernkonflikt und der Einfluss der Türkei in dieser Region.
Das Ziel ist es, die potenzielle Konfliktgefahr zwischen der Türkei und der EU vor dem Hintergrund einer Konkurrenzsituation um Energieressourcen zu bewerten.
Die Autorin nutzt die Methode der Inhalts- und Dokumentenanalyse nach Mayring, ergänzt durch die Perspektive der realistischen Theorie der internationalen Beziehungen.
Der Hauptteil erörtert die institutionelle Energiepolitik der EU, die Bedeutung einzelner Mitgliedstaaten wie Deutschland und Frankreich sowie die spezifische geopolitische Lage im östlichen Mittelmeer.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Energieaußenpolitik, Geopolitik, östliches Mittelmeer, Diversifizierung und Machtkonkurrenz charakterisieren.
Die Türkei agiert als ambitionierter Energieakteur, der versucht, seine Abhängigkeit von Russland zu verringern und sich als Energie-Hub zu etablieren, wobei sie dabei oft in Konflikt mit den Interessen der Republik Zypern und der EU gerät.
Der Status quo der Insel und die ungeklärten Seegrenzen dienen als zentrales Hindernis für die Förderung und den Export der neu entdeckten Erdgasreserven, da Investoren Sicherheit benötigen.
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