Diplomarbeit, 2005
32 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
2 Gender und Supervision
2.1 Definition von Supervision
2.2 Wie kommt Gender in die Supervision
2.2.1 Supervision als Interaktionsprozess
2.2.2 Gender und Organisationen
2.2.3 Gender und Inhalte der Supervision
2.2.4 Gender und SupervisorInnen
2.2.5 Supervisionstheorie bzw. Supervisionsforschung
2.3 Zusammenfassung
3 Von der Theorie zur Praxis
3.1 Fallbeispiele
3.1.1 Supervision in einem Architekturbüro
3.1.1.1 Motivation für Erstkontakt
3.1.1.2 Arbeitsvereinbarung und Inhalt/Vertrag
3.1.1.3 Verlauf der Supervision
3.1.1.4 Meine Erkenntnisse aus dem Supervisionsprozess
3.1.1.5 Relevante Interventionen
3.1.2 Supervision in einer Beratungsstelle
3.1.2.1 Motivation für Erstkontakt
3.1.2.2 Arbeitsvereinbarung und Inhalt/Vertrag
3.1.2.3 Verlauf der Supervision
3.1.2.4 Abschluss
3.1.2.5 Meine Erkenntnisse aus dem Supervisionsprozess
3.1.2.6 Relevante Interventionen
3.2 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die Genderkompetenz von SupervisorInnen
4 Ein Gendersensibler Supervisionsansatz und Genderkompetenzen von SupervisorInnen
4.1 Supervision als Interaktionsprozess
4.2 Gender und Organisation
4.3 Gender und Inhalte der Supervision
4.4 Gender und SupervisorInnen
4.5 Supervisionstheorie bzw. Supervisionsforschung
4.6 Zusammenfassung
4.6.1 Gendersensibler Supervisionsansatz
4.6.2 Genderkompetenzen von SupervisorInnen
5 Resümee
6 Literaturliste
Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung der Kategorie Gender im Supervisionsprozess zu verdeutlichen und auf Basis theoretischer Erkenntnisse sowie praktischer Fallbeispiele ein gendersensibles Supervisionskonzept zu entwickeln, das SupervisorInnen dabei unterstützt, Geschlechtergerechtigkeit zu fördern und unbewusste Rollenstereotypen zu reflektieren.
3.1.1.3 Verlauf der Supervision
Am ersten Nachmittag wurde nochmals mit dem gesamten Team ein Supervisionsauftrag erarbeitet. Es wurden Erwartungen und Ziele abgeklärt. Das Team wurde von einem Architekten, Eigentümer und gleichzeitig Geschäftsführer, geleitet. Weiters komplettierten eine Assistentin, 2 junge Architektinnen, die bereits einige Jahre im Betrieb waren, 1 junger Architekt, der ebenfalls einige Jahre im Betrieb war, und ein älterer Architekt, der ganz kurz im Team war, die Organisation. Als wichtigste gemeinsame Erwartung an die beiden Nachmittage wurde die Büroorganisation formuliert.
Bereits bei der Entscheidungsfindung deuteten sich. Konflikte zwischen Älteren (Geschäftsführer plus neu beschäftigter Architekt) und Jüngeren, sowie zwischen (männlicher) Geschäftsführung und weiblichen Beschäftigten, an.
Der Konflikt Ältere (nur Männer) gegen Jüngere wurde bei der Erarbeitung einer möglichen neuen Büroorganisation virulent. Ein älterer Mitarbeiter, der erst seit kurzem in der Organisation war, verbündete sich sehr stark mit dem älteren Geschäftsführer. Beide nahmen sich sehr viel Raum und wollten ihre Meinung gegen die anderen „jüngeren“ MitarbeiterInnen wortstark durchsetzten.
In einer Gruppenarbeit haben alle SupervisandInnen in zwei Gruppen aufgeteilt eine zukünftige Büroorganisation erarbeitet. Dadurch, dass die beiden Älteren (Männer) in einer eigenen Gruppe waren, konnten die anderen, die Jüngeren, in der anderen Gruppe ihre eigenen Vorstellungen entwickeln und bei der Präsentation auch vortragen. Zumindest wurde durch die Methode das scheinbar normale Machtverhältnis außer Kraft gesetzt, und es hatte jede und jeder selbe Partizipationschancen und selbe Chancen, dass ihre/seine Meinungen gehört werden.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der Kategorie Geschlecht in der Supervision dar und begründet das Vorhaben, Supervision durch eine gendersensible Perspektive zu erweitern.
2 Gender und Supervision: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen und zeigt auf, warum Gender als soziale Konstruktion auch im Supervisionsprozess, in Organisationen und bei der Arbeit von SupervisorInnen eine entscheidende Rolle spielt.
3 Von der Theorie zur Praxis: Anhand von zwei Fallbeispielen aus der Beratungspraxis wird die praktische Relevanz von Genderaspekten in der Fallarbeit und der Organisationsentwicklung verdeutlicht.
4 Ein Gendersensibler Supervisionsansatz und Genderkompetenzen von SupervisorInnen: Hier werden aufbauend auf den vorangegangenen Erkenntnissen konkrete Kompetenzanforderungen für SupervisorInnen definiert, um eine gendersensible Beratungspraxis zu ermöglichen.
5 Resümee: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit für SupervisorInnen, Gender ganzheitlich als relevante Kategorie in ihre Arbeit zu integrieren.
6 Literaturliste: Die Literaturliste bietet einen Überblick über die verwendeten Quellen zur Vertiefung der Thematik.
Gender, Supervision, Gendersensibilität, Geschlechtergerechtigkeit, Interaktionsprozess, Organisationsentwicklung, Gender-Doing, Fallarbeit, Machtverhältnisse, SupervisorInnen, soziale Konstruktion, Genderkompetenz, Diversität, Beratungspraxis, Rollenbilder.
Die Arbeit untersucht, wie das Thema Gender als relevante Kategorie in der Supervision integriert werden kann, um eine professionellere und gerechtere Beratungspraxis zu gewährleisten.
Zentrale Themen sind Supervision als Interaktionsprozess, der Einfluss von Gender auf Organisationskulturen, Fallarbeit, Selbstthematisierung und die Notwendigkeit von Genderkompetenzen bei Beratern.
Ziel ist die Entwicklung eines gendersensiblen Supervisionsansatzes, der SupervisorInnen hilft, Geschlechterdifferenzen wahrzunehmen, zu hinterfragen und konstruktiv in den Beratungsprozess einzubeziehen.
Der Autor verbindet theoretische Auseinandersetzungen mit Erkenntnissen aus der eigenen Beratungspraxis, wobei insbesondere der Konstruktivismus als handlungsleitende Theorie herangezogen wird.
Im Hauptteil werden theoretische Überlegungen mit zwei konkreten Fallbeispielen verknüpft, um die Auswirkungen von Gender-Stereotypen und Strukturen auf den Supervisionsprozess aufzuzeigen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Gender-Doing, Gendersensibilität, Machtverhältnisse in Organisationen, professionelle Reflexion und Geschlechtergerechtigkeit aus.
Diese Metapher wird im Teamkontext zur Beschreibung von Abhängigkeitsverhältnissen genutzt, erweist sich jedoch als hinderlich für eine professionelle Arbeitsbeziehung, weshalb eine Distanzierung notwendig ist.
Sie ist notwendig, da Organisationen selbst durch Geschlechterrollen geprägt sind; eine Analyse hilft dabei, ungleiche Machtverhältnisse und Implementierungsprozesse wie Gendermainstreaming besser zu verstehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

