Diplomarbeit, 2002
109 Seiten, Note: 1,7
1 Die Relevanz der Mitarbeiterbindung von High Potentials für Unternehmen
2 Fluktuation als Folge unzureichender Mitarbeiterbindung
2.1 Erhebung von Fluktuationsdaten
2.2 Kündigungsgründe
2.2.1 Arbeitsunzufriedenheit
2.2.2 Fehlendes Commitment
3 Immaterielle Anreize zur Erhöhung der Mitarbeiterbindung
3.1 Begriff der Mitarbeiterbindung
3.1.1 Wirkungsweise eines Anreizsystems
3.1.1.1 Bedeutung des limbischen Systems
3.1.1.2 Wirkung der Anreize auf das limbische System
3.1.2 High Potentials – Potenzialträger des Unternehmens
3.2 Einflussfaktoren der Mitarbeiterbindung
3.2.1 Arbeitszufriedenheit
3.2.2 Commitment
3.3 Veränderter Stellenwert der Anreizarten nach dem Wertewandel
3.4 Immaterielle Anreize als Bindungsinstrumente
3.4.1 Arbeitgeberimage
3.4.2 Organisationsstruktur
3.4.3 Führungsqualität
3.4.4 Personalentwicklung
3.4.4.1 Personalentwicklung „On-the-job“
3.4.4.2 Personalentwicklung „Off-the-job“
3.4.5 Internationale Tätigkeit
3.4.6 Arbeitszeitregelung
3.4.7 Arbeitsinhalte
3.4.8 Persönliches Arbeitsumfeld
4 High Potentials als Zielgruppe von Bindungsmaßnahmen
4.1 Arbeitsmarktsituation für High Potentials
4.2 Erwartungen von High Potentials
4.3 Anreize zur Bindung von High Potentials
5 Konzept zur Bindung der High Potentials
5.1 Instrumente zur Fluktuationsforschung
5.2 Erforderliche Anreize zur Bindung von High Potentials
5.2.1 Aufbau eines positiven Arbeitgeberimage
5.2.2 Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten durch Organisationsstruktur und Führungsstil
5.2.3 Durchführung von Personalentwicklungsmaßnahmen
5.2.4 Angebot von Auslandsaufenthalten
5.2.5 Optimierung der Arbeitszeitregelung
5.2.6 Bedarfsgerechte Abstimmung der Arbeitsinhalte
5.2.7 Schaffung eines positiven Betriebsklimas
5.2.8 Arbeitsplatzsicherheit
5.2.9 Ausweitung der materiellen Anreize
5.2.10 Zusammenfassende Darstellung der Anreize
5.3 Instrumente zur Erfolgskontrolle
6 Unternehmen auf dem Weg zum „Employer of Choice“
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts zur langfristigen Bindung von hochqualifizierten Nachwuchskräften (High Potentials) an ein Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung immaterieller Anreizsysteme, um Wettbewerbsvorteile im „War for Talents“ zu sichern.
Die Relevanz der Mitarbeiterbindung von High Potentials für Unternehmen
Die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland sowie eine derzeit hohe Arbeitslosenzahl, die im November diesen Jahres 4,026 Mio. betrug, lassen nicht vermuten, dass in Deutschland ein Mangel hochqualifizierter Fachkräfte vorherrscht. Dieses Defizit wird sich aufgrund der gegenwärtig sinkenden Geburtenrate sowie der steigenden Lebenserwartung in den nächsten Jahren nicht ändern. Der Trend bewirkt ein sinkendes Angebot an Arbeitskräften, was zu einer weiteren Verknappung hochqualifizierter Fachkräfte führt. Diese Entwicklung zwingt die Unternehmen zum Einsatz spezieller Instrumenten, um die gewünschten Arbeitskräfte zu rekrutieren. Zusätzlich wird der Einsatz von Instrumenten erforderlich, die bereits beschäftigte, hochqualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden. Die Arbeit beschränkt sich auf das Problem der Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter, deren Identifikation im Unternehmen vorausgesetzt wird.
Die Begrenzung erfolgt, da es sich bei diesen Mitarbeitern, den sogenannten High Potentials, um die Potenzialträger des Unternehmens handelt. Eine Abwanderung dieser Gruppe hat für das Unternehmen nachteilige Konsequenzen, da die Unternehmensentwicklung und der Unternehmenserfolg in hohem Maße von diesen Mitarbeitern abhängen. Des weiteren ist das Unternehmen auf High Potentials angewiesen, weil zunehmend höher qualifizierte Mitarbeiter benötigt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig aufrecht zu erhalten. Diese Erfordernis ist die Konsequenz der gestiegenen Anforderungen an die Mitarbeiter aufgrund von Dezentralisierung und Internationalisierung der Unternehmensaktivitäten.
Die Relevanz der Mitarbeiterbindung von High Potentials für Unternehmen: Einleitung in die Problematik des Fachkräftemangels und Begründung, warum die Bindung von High Potentials für den Unternehmenserfolg kritisch ist.
Fluktuation als Folge unzureichender Mitarbeiterbindung: Analyse der Ursachen von Mitarbeiterabgängen und der Rolle von Arbeitsunzufriedenheit und fehlendem Commitment als Kündigungsgründe.
Immaterielle Anreize zur Erhöhung der Mitarbeiterbindung: Theoretische Herleitung der Wirkung immaterieller Anreize unter Berücksichtigung des limbischen Systems und Vorstellung verschiedener Bindungsinstrumente.
High Potentials als Zielgruppe von Bindungsmaßnahmen: Untersuchung der spezifischen Situation am Arbeitsmarkt für hochqualifizierte Kräfte und deren Erwartungshaltung gegenüber dem Arbeitgeber.
Konzept zur Bindung der High Potentials: Entwicklung eines konkreten Bindungskonzepts, das Instrumente zur Fluktuationsforschung, gezielte Anreize und Erfolgskontrollen kombiniert.
Unternehmen auf dem Weg zum „Employer of Choice“: Fazit zur strategischen Notwendigkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Mitarbeiterbindung, High Potentials, Fluktuation, immaterielle Anreize, Arbeitgeberimage, Employer of Choice, Arbeitszufriedenheit, Commitment, Personalentwicklung, limbische Instruktionen, Unternehmenskultur, War for Talents, Anreizsystem, Personalführung, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Konzeption zur Bindung von High Potentials, also hochqualifizierten Potenzialträgern, an ein Unternehmen, wobei der Fokus auf immateriellen Anreizsystemen liegt.
Zentrale Themen sind die Ursachen von Fluktuation, die Motivationspsychologie (limbische Systeme), die Erwartungen von High Potentials an Arbeitgeber sowie die praktische Umsetzung von Bindungsinstrumenten.
Das Hauptziel ist es, Unternehmen Instrumente an die Hand zu geben, um sich als „Employer of Choice“ zu positionieren und so den langfristigen Verlust von Schlüsselpersonal durch gezielte, anreizbasierte Bindungsstrategien zu verhindern.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und diese mit Modellen der Organisationspsychologie sowie empirischen Studien (z.B. von Kienbaum oder E-fellows.net) verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Fluktuationsursachen, die detaillierte Darstellung verschiedener immaterieller Anreize, die Untersuchung der spezifischen Anforderungen von High Potentials sowie die Ausarbeitung eines konkreten Bindungskonzepts inklusive Erfolgskontrolle.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mitarbeiterbindung, High Potentials, Arbeitgeberimage, Commitment, immaterielle Anreize und Employer of Choice definiert.
Das limbische System fungiert als zentrales Steuerungsorgan für menschliches Verhalten. Die Arbeit zeigt, dass Anreize nur dann effektiv wirken und Motivation erzeugen, wenn sie auf die dort verankerten unbewussten Grundbedürfnisse (Stimulanz, Dominanz, Balance) abgestimmt sind.
High Potentials sind laut der Arbeit die kritischen Leistungsträger eines Unternehmens. Ihre Abwanderung ist mit hohen Kosten (Wissensverlust, Rekrutierung) verbunden und gefährdet die langfristige Wettbewerbsfähigkeit, da sie aufgrund ihrer Qualifikation am Arbeitsmarkt besonders umkämpft sind.
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