Bachelorarbeit, 2019
45 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Das Konzept des Locus of Control
2.1 Locus of Control und Arbeitsperformance
2.2 Zur Leistung unter verschiedenen Bezahlschemata
3. Entwicklung eines experimentellen Designs
3.1 Hypothesen
3.2 Das experimentelle Design
3.3 Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar 2 (FAIR-2)
3.4 Messung des LOC
3.5 Die Durchführung
3.6 Auswertung und Analyseansätze
3.7 Mögliche auftretende Probleme
4. Ausblick und Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern die Kontrollüberzeugung (Locus of Control) von Arbeitern deren Arbeitsleistung beeinflusst, insbesondere unter der Bedingung einer fixen Vergütung. Ziel ist die Entwicklung eines kontrollierbaren experimentellen Designs, das Aufschluss über den Zusammenhang zwischen individuellen Persönlichkeitsmerkmalen und Leistungsreaktionen auf verschiedene Anreizstrukturen geben soll.
1. Einleitung
Die Untersuchung von Determinanten für Erfolg auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen 15 Jahren verändert. Nicht kognitive Fähigkeiten gewannen in diesem Zeitraum immer mehr an Bedeutung. Die australische Ökonomin Cobb-Clark bezeichnete diese Entwicklung im Jahr 2015 als „one of the most exciting […] in labor economics over the past decade“ (S. 1). Dabei beschränken sich diese Untersuchungen längst nicht mehr auf die bekannten Big Five aus der Psychologie. Ein Konzept, das mittlerweile bei der Untersuchung von Arbeitsmarktergebnissen große Aufmerksamkeit findet, ist der Locus of Control (deutsch: Kontrollüberzeugung).
Der Ursprung des Konzepts des LOC liegt in der Social Learning Theory und wurde bereits 1954 von Rotter erstmals grundlegend beschrieben. Der Begriff des LOC wurde zwölf Jahre später von ihm als Persönlichkeitsmerkmal definiert und er entwickelte zur Messung eine Skala mit 23 Items (Rotter, 1966). Demnach würden Individuen mit einem internalen LOC wahrnehmen, dass das Eintreten eines Ereignisses von ihrem eigenen Verhalten oder Charakteristiken abhängt. Eine externale Kontrollüberzeugung würde hingegen implizieren, dass Lebensereignisse einer Person als außerhalb der eigenen Kontrolle wahrgenommen werden. Stattdessen wären beispielsweise andere Personen, Glück oder Schicksal für Lebenserfolge oder –misserfolge verantwortlich. Diese Beobachtungen spielen im Arbeitsumfeld eine große Rolle. Wie Judge und Bono (2001) beispielsweise herausgefunden haben, gibt es eine Verbindung zwischen LOC und wichtigen Arbeitsoutputs, wie beispielsweise der Job-Performance. Die Frage, wie sich diese Verbindung unter verschiedenen Bezahlschemata verhält, ist bisher kaum erforscht. An diesem Punkt setzt diese Arbeit an. Untersucht wird, wie die Arbeitsleistung durch die Kontrollüberzeugung von Arbeitern, insbesondere unter einem fixen Bezahlschema, beeinflusst werden kann. Die konkrete Forschungsfrage lautet dabei: Beeinflusst der LOC die Leistung bei einer fixen Bezahlung?
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des "Locus of Control" (LOC) auf dem Arbeitsmarkt ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Das Konzept des Locus of Control: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des LOC und dessen wissenschaftliche Relevanz hinsichtlich der Arbeitsperformance und unterschiedlicher Entlohnungsmodelle.
3. Entwicklung eines experimentellen Designs: Hier wird der detaillierte Aufbau eines Laborexperiments konzipiert, inklusive Hypothesenbildung, Messinstrumenten (FAIR-2) und statistischer Analyseansätze.
4. Ausblick und Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Experiments für Arbeitgeber zusammen und diskutiert methodische Grenzen sowie Möglichkeiten für zukünftige Forschungsarbeiten.
Locus of Control, Kontrollüberzeugung, Arbeitsperformance, Arbeitsleistung, Bezahlschema, Anreizstruktur, Laborexperiment, FAir-2, Motivation, intrinsische Motivation, ökonomische Psychologie, Leistungsanreize, Internale, Externale, Arbeitsmarktökonomie.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der persönlichen Kontrollüberzeugung (Locus of Control) von Arbeitnehmern auf deren Arbeitsleistung, speziell unter dem Aspekt eines fixen Lohns im Vergleich zu einer variablen Entlohnung.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Psychologie, die Wirkung von monetären Anreizstrukturen auf die Motivation und die empirische Messung von Leistung mittels standardisierter psychologischer Testverfahren.
Die primäre Forschungsfrage lautet: „Beeinflusst der LOC die Leistung bei einer fixen Bezahlung?“ Ziel ist es, ein Laborexperiment zu entwickeln, das diesen Zusammenhang isoliert betrachten kann.
Die Arbeit verwendet das Design eines kontrollierten Laborexperiments, wobei die Performance mittels des Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventars 2 (FAIR-2) gemessen und eine Randomisierung der Probanden in verschiedene Treatment-Gruppen genutzt wird.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zum LOC und zu Bezahlschemata erörtert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung des experimentellen Aufbaus, der Wahl der Messinstrumente und der geplanten statistischen Auswertungsstrategie.
Locus of Control, Kontrollüberzeugung, Arbeitsperformance, Anreizstrukturen, Laborexperiment und ökonomische Motivation sind die zentralen Begriffe.
Der FAIR-2-Test wird gewählt, da er Aufmerksamkeitsleistung misst, ohne dass der Erfolg primär von kognitiven Fähigkeiten oder Vorbildung abhängt, was eine faire Vergleichbarkeit der Probanden sicherstellt.
Die Arbeit diskutiert kritisch, dass Laborexperimente mit Studierenden als Probanden das reale Arbeitsumfeld nur begrenzt abbilden, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse einschränken könnte.
Die Arbeit postuliert auf Basis der Literatur, dass internale Personen bei variabler Bezahlung möglicherweise leistungsfähiger sind, während fixe Bezahlschemata bei ihnen zu einer geringeren Motivation als bei externalen Personen führen könnten.
Die Randomisierung ist essenziell, um Störvariablen wie Alter oder Geschlecht gleichmäßig auf die Gruppen zu verteilen und somit sicherzustellen, dass Leistungsunterschiede tatsächlich auf die verschiedenen Bezahlschemata zurückzuführen sind.
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