Bachelorarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 1,1
0. Vorwort:
1. Einleitung
1.1 Die Metapher – Eingangsfragen zur Definition
1.2 Schwierigkeit Sprachvergleich
1.3 Völkerpsychologie
2. Theorien der Metapher
2.1 Metaphernverständnis der antiken Rhetorik
2.2 Die Metapher in der modernen Semantik – Interaktionstheorie
2.3 Metaphernverständnis der Textlinguistik – Kontext- und Konterdeterminationstheorie
2.4 Metaphernverständnis der kognitiven Linguistik
2.4.1 Regularitäten der Bildlichkeit – Semantische Klassifizierung der Metapher
2.4.2 Weinrichs Kulturkreisbehauptung
3. Methodik
3.1 Wahl des Analysekorpus
3.2 Methoden der Korpusanalyse
4. Fußball und Sprache
4.1 Die Fernsehreportage
4.2 Die Fußballlexik
5. Die Untersuchung - Metaphorik in der deutschen und polnischen Fußballberichterstattung
5.1 Metaphorik des Krieges/Kampfes
5.2 Metaphorik der Arbeit/ des Handwerks
5.3 Metaphorik der Maschine
5.4 Metaphorik des Theaters
5.5 Metaphorik der Kommunikation/ der Beziehung
5.6 Übersicht und restliche Bildfelder
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Verwendung von Metaphern in der deutschen und polnischen Fußballberichterstattung während der Weltmeisterschaft 2006. Ziel ist es, durch einen kontrastiven Sprachvergleich Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der metaphorischen Konzeptualisierung des Fußballspiels zu identifizieren und die Frage zu beantworten, ob die Art der Metaphorik Rückschlüsse auf das jeweilige Verständnis des Fußballs oder kulturelle Hintergründe zulässt.
2.4 Metaphernverständnis der kognitiven Linguistik
Die kognitive Linguistik fußt auf der paradigmatischen Grundüberzeugung, dass Sprache nicht als autonome arbiträre Struktur angemessen beschrieben werden kann, sondern vielmehr in enger Abhängigkeit mit der menschlichen Kognition zu betrachten ist. Konkret verfolgen Ansätze der kognitiven Linguistik zwei Hauptziele: Einerseits suchen sie aus sprachlichen Strukturen Rückschlüsse für den Aufbau der Denkstrukturen zu ziehen, andererseits dienen der kognitiven Linguistik umgekehrt Erkenntnisse über den Aufbau der menschlichen Kognition zur Erklärung sprachlicher Tatsachen (vgl. Linke u.a. 2004: 98ff.). Die im Zuge der kognitiven Wende (Schwarz 2 1996:13-15) vollzogene enge Verknüpfung von Sprache und Denken ist dabei als Gegenreaktion zu einer rein strukturalistischen Linguistik zu verstehen, welche die Autonomie des Sprachlichen betonte. Ludwig Wittgenstein hat hierfür philosophisch einige Vordenkleistungen vollbracht, wenn bei ihm etwa von der „Verhexung unseres Verstandes durch die Sprache“ (Wittgenstein 1971) die Rede ist.
Der metaphorische Prozess, in dem auf der Ebene der Sprache beispielsweise Abstraktes durch konkret Fassbares ausgedrückt wird, ist folglich für die kognitive Linguistik keine ausschließliche Angelegenheit sprachlich konventionalisierter Gebrauchsregeln, sondern er gehorcht in idealer Weise dem Postulat kognitiver Motiviertheit der Sprache. Denn wenn unser Denken, wie es die Kognitionsforschung nahe legt, durch Bildhaftigkeit geprägt ist, dann ist die Allgegenwart der Metapher dafür das beste Indiz. Und dann ist umgekehrt „die Analyse der sprachlichen Metaphern der ideale Weg zur Erschließung mentaler bildhafter Konzeptualisierungen“ (Osthus 2000: 102). Die Metapher wird in der kognitiven Linguistik als sprachlicher Reflex menschlicher Denkprozesse begriffen.
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der Metaphorik im Fußball ein, skizziert die methodischen Herausforderungen eines Sprachvergleichs und stellt erste Definitionen sowie theoretische Ansätze vor.
2. Theorien der Metapher: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Metapherntheorien, von der antiken Rhetorik über die Interaktions- und Textlinguistik bis hin zur kognitiven Linguistik.
3. Methodik: Hier werden die Auswahlkriterien für das Analysekorpus (Deutschland-Polen, WM 2006) sowie die korpuslinguistischen Methoden zur Auswertung und Interpretation dargelegt.
4. Fußball und Sprache: Dieses Kapitel beleuchtet die Besonderheiten der Fußballberichterstattung im Fernsehen und die Rolle der Fachlexik in der Sportberichterstattung.
5. Die Untersuchung - Metaphorik in der deutschen und polnischen Fußballberichterstattung: Das Hauptkapitel präsentiert die detaillierte Analyse und den Vergleich der identifizierten Bildfelder, wie Krieg, Arbeit, Maschine und Theater.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Hypothesen, diskutiert die Ergebnisse des Sprachvergleichs und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsperspektiven.
Metapher, Fußball, Fußballberichterstattung, Sprachvergleich, kontrastive Linguistik, kognitive Linguistik, Bildfelder, WM 2006, Kriegsmetaphorik, Arbeitsmetaphorik, Fernsehreportage, Sprachbild, Semantik, Textlinguistik, Kulturkreis
Die Arbeit analysiert die Verwendung von Metaphern in der deutschen und polnischen Fußballberichterstattung am Beispiel des WM-Spiels Deutschland gegen Polen im Jahr 2006.
Die Arbeit behandelt die Theorie der Metapher, kontrastive Linguistik, Fußball als soziales und kulturelles Phänomen sowie die sprachliche Gestaltung von Live-Reportagen.
Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Metapherngebrauch beider Sprachen zu finden und zu prüfen, ob sich daraus kulturell bedingte Konzepte des Fußballs ableiten lassen.
Der Autor nutzt eine kontrastive Analyse unter Anwendung der Bildfeldtheorie nach Harald Weinrich sowie Erkenntnisse der kognitiven Linguistik und Korpuslinguistik.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Bildfelder wie Krieg/Kampf, Arbeit/Handwerk, Maschine, Theater sowie Kommunikation und Beziehung.
Wichtige Begriffe sind Metapher, Kontrastive Linguistik, Fußball, Bildfelder, WM 2006, Sprachvergleich, Kognitive Linguistik und Fußballberichterstattung.
Diese Bildfelder zeigen die stärksten Unterschiede zwischen den Sprachen; während im Polnischen die kriegerische Metaphorik dominiert, weisen deutsche Kommentare eine stärkere Affinität zur Arbeitsmetaphorik auf.
Der Reporter nutzt Metaphern als dramatisches Gestaltungsmittel, um das Spiel für das Fernsehpublikum unterhaltsam und verständlich zu machen und den emotionalen Gehalt zu steigern.
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