Diplomarbeit, 2008
193 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Anlass und Fragestellung
1.2 Methode und Material
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Die mediatisierte Lebensphase Jugend
2.1 Gibt es die Jugend?
2.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
2.3 Identität: das zentrale Thema des Jugendalters
2.3.1 Identitätsentwicklung vs. Identitätssuche
2.3.2 Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne
2.4 Medienkompetenz als Voraussetzung der Mediennutzung
2.5 Medienwelten von Jugendlichen
2.6 Mediennutzungsdaten in der BRD
2.6.1 Quantitative Aspekte der Mediennutzung Jugendlicher
2.7 Funktionen der Medien im Alltag Jugendlicher
2.8 Zusammenfassung
3. Kommunikation im Internet
3.1 Exkurs: Historischer Abriss der Geschichte des Internets
3.2 Typen von Internetnutzern und Nutzungsstile
3.3 Theorien und Konzepte der Medienwirkungsforschung
3.3.1 Wirkungsansatz vs. Nutzenansatz
3.3.2 Das Internet als virtueller „Realitätsraum“?
3.4 Kommunikationsermöglichende Internetdienste
3.5 Computervermittelte Kommunikation
3.5.1 Grundlagen der Kommunikation
3.5.2 Formen der computervermittelten Kommunikation
3.5.3 Theorien der computervermittelten Kommunikation
3.6 Räume der Kommunikation im Internet
3.6.1 Chats
3.6.2 Internet - Communitys
3.7 Zusammenfassung
4. Identität und soziale Beziehungen via Internet
4.1 Internet und Identitätsarbeit
4.1.1 Medien und Identität
4.1.2 Veränderung bestehender Identitäten durch Internet-Nutzung
4.1.3 Entwicklung neuer Identitäten durch Internet-Nutzung
4.2 Soziale Beziehungen und virtuelle Gemeinschaften
4.2.1 Veränderung bestehender sozialer Beziehungen durch Internet-Nutzung
4.2.2 Entwicklung neuer sozialer Beziehungen durch Internet-Nutzung
4.3 Zusammenfassung
5. Untersuchung der Internet-Community Knuddels.de
5.1 Wie nutzen Jugendliche die Internet-Community Knuddels.de?
5.1.1 Aufbau der Online-Community
5.1.2 Interaktionsmöglichkeiten
5.1.3 Sprachliche Besonderheiten
5.1.4 Kontrollen und Regeln der Chat-Kommunikation
5.2 Wozu nutzen Jugendliche die Internet-Community Knuddels.de?
5.2.1 Themen und Motive
5.2.2 Suche nach Freundschaften / Gemeinschaften
5.2.3 Selbstdarstellung
5.3 Zusammenfassung
6. Fazit
7. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht aus pädagogischer Perspektive, wie Jugendliche die virtuellen Kommunikationsräume des Internets, insbesondere die Community Knuddels.de, für ihre Identitätssuche nutzen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit das „Chatten“ als computervermittelte Kommunikationsform zur Bewältigung jugendtypischer Entwicklungsaufgaben beitragen kann und welche Chancen oder Gefahren dies birgt.
3.5.2 Formen der computervermittelten Kommunikation
Die Kommunikationsmedien befreien die interpersonale Kommunikation von der räumlichen Einschränkung. Sie lassen sich nach Sinnesmodalitäten und nach Zeit typologisieren. Ein weiterer Aspekt zur Unterscheidung der Kommunikationsmedien wäre auch, danach zu unterscheiden, wie viele Personen jeweils beteiligt sind (zwei Personen, begrenzte Gruppe oder Masse). Diesen Aspekt habe ich hier jedoch vernachlässigt.
Synchrone Kommunikationsmedien ermöglichen, dass eine wechselseitige Kommunikationsverbindung hergestellt wird, die Kommunikationspartner zur gleichen Zeit aktiv sind und eine unmittelbare Rückkoppelung (Antwort) möglich ist. Asynchrone Kommunikationsmedien stellen eine zeitlich verzögerte Kommunikationssituation her, bei der Botschaften mit zeitlicher Verzögerung den Empfänger erreichen und diesem offensteht wann und ob er diese Botschaften rezipiert. Die CvK bzw. die Netzkommunikation, bei der vernetzte Computer als Kommunikationsmedien fungieren, ermöglicht sowohl synchrone als auch asynchrone Kommunikationsverbindungen. Damit handelt es sich bei CvK um einen enorm weit gefassten Begriff, da unter diesen jegliche Situationen fallen, in denen Menschen Botschaften über vernetzte Computer austauschen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung legt den Anlass und die Fragestellung fest, erläutert die verwendete Methode der Literaturauswertung sowie der nicht-teilnehmenden Beobachtung und gibt einen Ausblick auf den Aufbau der Arbeit.
2. DIE MEDIATISIERTE LEBENSPHASE JUGEND: Dieses Kapitel betrachtet die Jugend als mediatisierte Lebensphase, beleuchtet Entwicklungsaufgaben, Identitätsarbeit in der Spätmoderne sowie Mediennutzungsdaten und Funktionen von Medien im Alltag Jugendlicher.
3. KOMMUNIKATION IM INTERNET: Es erfolgt eine historische Einordnung des Internets, die Vorstellung von Nutzertypen, medienwissenschaftliche Theorien zur Internetnutzung sowie eine Darstellung verschiedener Internetdienste und Räume der Kommunikation wie Chats und Communitys.
4. IDENTITÄT UND SOZIALE BEZIEHUNGEN VIA INTERNET: Hier wird der Zusammenhang von Medien, Identitätsarbeit und sozialen Beziehungen analysiert, inklusive der Selbstdarstellung, dem Aufbau neuer Identitäten und dem Wandel sozialer Kontakte.
5. UNTERSUCHUNG DER INTERNET-COMMUNITY KNUDDELS.DE: Dieses Kapitel liefert eine empirische Fallstudie zu Knuddels.de, in der Nutzungsmotive, Interaktionsmöglichkeiten, sprachliche Besonderheiten sowie die geltenden Kontrollen und Regeln innerhalb der Community analysiert werden.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Chancen und Grenzen der Identitätssuche mittels Internet zusammen und reflektiert die medienpädagogische Bedeutung für Jugendliche.
7. AUSBLICK: Der Ausblick thematisiert die Notwendigkeit der Förderung von Medienkompetenz und die zentrale Rolle der Medienpädagogik bei der Begleitung Jugendlicher im digitalen Raum.
Jugend, Medienkompetenz, Identität, Identitätssuche, Internet, Knuddels.de, Chat, computervermittelte Kommunikation, virtuelle Gemeinschaften, Mediennutzung, Sozialisation, Uses-and-Gratification, Patchwork-Identität, Online-Community, Medienpädagogik
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche das Internet, insbesondere die Community Knuddels.de, für ihre Identitätssuche einsetzen und wie sich dies pädagogisch bewerten lässt.
Die Schwerpunkte liegen auf der mediatisierten Lebensphase Jugend, Identitätsentwicklung, computervermittelter Kommunikation sowie den Funktionen und Risiken von Online-Communitys.
Das Ziel ist es, einseitige Warnungen vor Internetgefahren zu hinterfragen und die positiven Möglichkeiten der Identitätsarbeit und sozialen Vernetzung im Internet pädagogisch aufzuzeigen.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Auswertung aktueller medienpädagogischer und sozialpsychologischer Fachliteratur mit einer qualitativen, nicht-teilnehmenden Beobachtung in der Internet-Community Knuddels.de.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Jugendphase, Internetkommunikation, Identität) und die praktische Untersuchung der Community Knuddels.de (Nutzungsweisen, Regeln, Selbstdarstellung).
Zentrale Begriffe sind Identitätsarbeit, computervermittelte Kommunikation, Medienkompetenz, Patchwork-Identität, virtuelle Gemeinschaft und das Uses-and-Gratification-Modell.
Laut Arbeit bietet die Community einen Schonraum zum spielerischen Experimentieren mit verschiedenen Identitätsfacetten, Rollen und sozialen Interaktionen außerhalb elterlicher Aufsicht.
Der Knigge dient der sozialen Selbstregulierung innerhalb der Community; er definiert Verhaltensstandards, fördert ein respektvolles Miteinander und bildet die Basis für erfolgreiche soziale Interaktion.
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