Masterarbeit, 2020
100 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Struktur
2 GRUNDLAGEN ZU SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
2.1 Definition, Entstehung und Vorgehen
2.1.1 Supply Chain Management Ziele
2.1.2 Typische Handlungsfelder und Maßnahmen
2.2 Wissenschaftliche Theorien
2.2.1 Transaktionskostentheorie
2.2.2 Prinzipal-Agent Theorie
2.2.3 Resource-Dependency Theorie
2.2.4 Kernkompetenztheorie
2.3 Supply Chain Management und der Zusammenhang mit Strategie
2.4 Zusammenfassung
3 ENTWICKLUNG UND HERSTELLUNG VON SPEZIALMASCHINEN
3.1 Charakteristika Spezialmaschinenbau
3.1.1 Losgröße 1 und Kleinserienfertigung
3.1.2 Simultaneous Engineering in Konstruktion
3.1.3 Faktor Flexibilität
3.1.4 Ersatzteilmanagement und Materialverfügbarkeit
3.1.5 Marketing und Kundenbeziehung
3.2 Digitalisierung im Spezialmaschinenbau
3.3 Vorstellung fokales Unternehmen
3.3.1 Allgemeines
3.3.2 Geschäftsfelder bei Fill
3.3.3 Digitalisierung bei Fill
3.4 Zusammenfassung
4 FORSCHUNGSDESIGN
4.1 Forschungsmethodik
4.2 Empirisches Vorgehen
4.3 Ergebnisdiskussion
4.4 Zusammenfassung
5 ANWENDUNG VON SUPPLY CHAIN MANAGEMENT THEORIEN BEI FILL
5.1 Erkenntnisse der Arbeit
5.1.1 Änderungsintensives Projektgeschäft neben Kleinserienfertigung
5.1.2 High-Tech Produkte mit hohem Eigenfertigungsanteil und Flexibilität
5.1.3 Digitale Unterstützung von Produkten und interner Kommunikation
5.1.4 Outsourcing und Kooperationen aufgrund Zeitdrucks nur wenn notwendig
5.2 Handlungsempfehlungen
5.2.1 Transaktionskostentheorie
5.2.2 Prinzipal-Agenten Theorie
5.2.3 Resource-Dependency Theorie
5.2.4 Kernkompetenztheorie
5.3 Zusammenfassung
5.4 Limitationen
6 FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Eignung ausgewählter Supply Chain Management Theorien für das Unternehmen Fill GmbH, um Handlungsempfehlungen für das Spezialmaschinenbauunternehmen abzuleiten und dessen Wettbewerbsposition zu festigen.
3.1 Charakteristika Spezialmaschinenbau
Spezialmaschinen sind, im Gegensatz zu Fast-Moving-Consumer-Goods oder Automobilen, Nischenprodukte. Diese Nischenprodukte sind hochindividualisiert und werden mit niedrigem Volumen in mehreren Montageschritten gefertigt. Grundsätzlich gelten Spezialmaschinen als „Engineer-to-Order“ (ETO) Produkte. Dies bedeutet, dass Unternehmen die hochwertigen Entwicklungs- bzw. Fertigungsleistungen ausschließlich aufgrund von Kundenaufträgen durchführen. Gängige Supply Chain Management Methoden haben deshalb nicht dieselbe Wirkung, wie in anderen Branchen (bspw. Automotive-Bereich).
Auch das Produkt und dessen Herstellung unterscheiden sich zu anderen Branchen. Spezialmaschinen bestehen aus verschiedenen Produktstrukturen und beinhalten sowohl individualisierte als auch standardisierte Komponenten bzw. Module. Einzelne Materialien haben dabei unterschiedliche Wertigkeiten. Diese sind sowohl technologiegetriebene High-Tech Komponenten (bspw. NC-Steuerungen) als auch „einfachere“ (bspw. mechanische) Komponenten. Die Modularisierung einzelner Produktbestandteile ist dabei nur bedingt möglich, da Kundenwünschen höchstmögliche Individualität eingeräumt wird. Dieser hohe Anteil an Individualisierung führt zwangsläufig zu hohen Entwicklungs- und Produktionskosten sowie einer erhöhter Durchlaufzeit. Outsourcing ist nicht immer geeignet, da Spezifikationen einzelner Teile oder Systeme häufig erst nach dem Entwicklungs- bzw. Konstruktionsprozess feststehen. Je nach „Reihung“ des Arbeitsschrittes sollte dann allerdings schon der Montagestart erfolgen. Die Herstellung von Spezialmaschinen ist von Unsicherheiten geprägt, deshalb wird ein großer Teil der Wertschöpfung selbst erstellt.
Diese Ausrichtung verdeutlicht, dass Spezialmaschinenbauunternehmen von Kundenaufträgen abhängig sind. Die individuelle Erfüllung dieser Kundenaufträge ist gefragt, deshalb sind Standardmaschinen für spezielle Kundenanforderungen auch weniger geeignet. Bei Standardmaschinen erhalten Kunden entweder zu viele oder zu wenige Funktionen – zu einem zu niedrigen oder zu hohen Preis. Die Erfüllung der Kundenaufträge ist deshalb wesentlich von den technischen Fähigkeiten eines Unternehmens abhängig. Das Endprodukt soll die tatsächlichen Anforderungen des Kunden widerspiegeln, unabhängig von der Komplexität.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, welche sich mit der Eignung von SCM-Theorien für Spezialmaschinenbauunternehmen auseinandersetzt.
2 GRUNDLAGEN ZU SUPPLY CHAIN MANAGEMENT: Erläutert die theoretischen Basisbegriffe, Ziele und relevante wissenschaftliche Theorien für das SCM.
3 ENTWICKLUNG UND HERSTELLUNG VON SPEZIALMASCHINEN: Beschreibt die spezifischen Charakteristika des Spezialmaschinenbaus sowie den aktuellen Digitalisierungsstand und stellt das Fallbeispiel Fill GmbH vor.
4 FORSCHUNGSDESIGN: Begründet die Wahl der qualitativen Forschungsmethodik durch Experteninterviews und erläutert das empirische Vorgehen.
5 ANWENDUNG VON SUPPLY CHAIN MANAGEMENT THEORIEN BEI FILL: Analysiert die gewonnenen Erkenntnisse aus der Fallstudie und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für das Unternehmen ab.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe im Bereich SCM für den Maschinenbau.
Supply Chain Management, Spezialmaschinenbau, Fill GmbH, ETO-Fertigung, Fallstudie, Digitalisierung, Transaktionskostentheorie, Industrie 4.0, Innovationsmanagement, Wettbewerbsstrategie, Prozessoptimierung, Projektmanagement.
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit gängiger Supply Chain Management Theorien auf ein spezifisches Unternehmen aus der Nischenbranche des Spezialmaschinenbaus, konkret am Beispiel der Fill GmbH.
Die zentralen Themen umfassen SCM-Grundlagen, die besonderen Herausforderungen der Auftragsfertigung (Engineer-to-Order), digitale Transformation bzw. Industrie 4.0 sowie die Validierung wissenschaftlicher Theorien im Unternehmenskontext.
Ziel ist es, die Eignung verschiedener Managementtheorien für die Fill GmbH zu prüfen und darauf aufbauend fundierte Handlungsempfehlungen für die strategische Ausrichtung der Supply Chain zu formulieren.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Forschungsstrategie, wobei semistrukturierte Experteninterviews mit fünf Führungskräften durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden, ergänzt durch eine Dokumentenanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des SCM, die detaillierte Darstellung des Spezialmaschinenbaus inklusive Digitalisierung und die empirische Anwendung der Theorien im Fallbeispiel.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Supply Chain Management, Spezialmaschinenbau, ETO-Fertigung (Engineer-to-Order), Case Study und Digitalisierung.
Das Unternehmen setzt auf eine hohe Flexibilität, unterstützt durch eine ausgeprägte Eigenfertigungstiefe, um trotz komplexer Kundenprojekte handlungsfähig zu bleiben, auch wenn dies zu Lastspitzen führt.
Digitalisierung, insbesondere der Einsatz des Digitalen Zwillings und internetbasierter Informationsplattformen (Core), ist ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal, um Durchlaufzeiten zu verkürzen und Kunden an das Unternehmen zu binden.
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