Masterarbeit, 2021
186 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
Vorwort
2. Grundlagen
Bosnien & Herzegowina
Geschichte
Erkenntnisse
3. Sarajevo
Jerusalem Europas
Multikulturalismus & Vielfalt
4. Analyse
Identität
Multi- und interreligiöse Räume
Abrahamitische Religionen
Der Islam
Das Christentum
Das Judentum
5. Interviews
Einführung
Selim Mercan & Ibrahim Yazici
Jorg Therstappen
Daniel Nemirovsky
Auswertung
6. Stadtplanung
Stadtstruktur
Stari Grad
7. Konzept
Zusammenführende Architektur
Qualitäten
8. Entwurf
Pläne
Visualisierungen
9. Fazit
Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht das Potenzial einer "zusammenführenden" Architektur in Sarajevo, um den interreligiösen Dialog zwischen Muslimen, Christen und Juden durch gemeinsam genutzte Räume zu fördern. Es wird die Frage aufgeworfen, wie eine standortabhängige Architektur als Plattform für Begegnungen sowie für tiefgreifende Diskussionen dienen kann, um angesichts historischer Spannungen Akzeptanz, Toleranz und Respekt nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern.
Die wohl bekannteste historische Stätte ist die Altstadt Baščaršija im Stadtkern Stari Grad.
Die wohl bekannteste historische Stätte ist die Altstadt Baščaršija im Stadtkern Stari Grad. Sie liegt nördlich des Flusses Miljacka und ist die Hauptattraktion für Touristen. Die Altstadt wurde durch den Handel und das Handwerk zum Stadtzentrum (Baš für „Haupt“; čaršija für „Markt“). Dieser Stadtteil besteht fast ausschließlich aus Gebäuden mit ebenerdigen Eingängen, die zum größten Teil durchgehend maximal zwei Geschosse haben. Die Bauweise entspricht der traditionell osmanischen Architektur. Sie strahlt eine sehr familiäre Atmosphäre aus.
Zur Baščaršija gehört ebenso der Brunnen Sebilj. Wie auch die Altstadt, ist der Brunnen im Osmanischen Reich entstanden. Der Brunnen, der orientalisch errichtet wurde, entspricht der Bauform einer Çeşme, dessen Unterschiede in der Ausführung und in der Konstruktion liegen. „Sebil“ bedeutet aus dem Türkischen „Weg“ oder „Reise“. Der Brunnen diente ursprünglich als Wasserspender für Reisende. Aktuell gehört sie für Touristen zu einer der unumgänglichen Sehenswürdigkeiten in Stari Grad.
Kapitel 1: Diese Einleitung thematisiert die Motivation des Autors, durch Architektur Frieden und Gerechtigkeit in einer turbulenten Zeit zu fördern.
Kapitel 2: Hier werden die historischen und sozioökonomischen Grundlagen Bosnien und Herzegowinas sowie die zentralen Ereignisse, die die Entwicklung des Landes prägten, analysiert.
Kapitel 3: Dieses Kapitel widmet sich der Stadt Sarajevo als Schnittpunkt der Kulturen und untersucht drei prägende Ereignisse: das Attentat 1914, die Olympischen Winterspiele 1984 und den Bosnienkrieg.
Kapitel 4: Das Kapitel analysiert soziologische Konzepte wie Identität, Diversität und die Rolle von multi- und interreligiösen Räumen zur Förderung des sozialen Zusammenhalts.
Kapitel 5: Die durchgeführten Experteninterviews mit Vertretern der drei abrahamitischen Religionen dienen als Grundlage, um Bedürfnisse und Erwartungen an einen gemeinsamen Begegnungsraum zu erörtern.
Kapitel 6: Hier wird der städtebauliche Kontext des gewählten Projektstandorts in Sarajevo detailliert aufbereitet und analysiert.
Kapitel 7: Dieses Kapitel entfaltet die konzeptionelle Vision der "zusammenführenden Architektur" und definiert die architektonischen Qualitäten, die für den Entwurf maßgeblich sind.
Kapitel 8: Der Entwurf präsentiert die architektonische Umsetzung, unterteilt in Pläne wie Grundrisse, Schnitte und Ansichten sowie Visualisierungen des Gebäudes.
Kapitel 9: Im Fazit wird die Arbeit zusammengefasst und die Bedeutung der architektonischen Förderung des Friedens und des Dialogs hervorgehoben.
Sarajevo, Bosnien und Herzegowina, zusammenführende Architektur, interreligiöser Dialog, multi- und interreligiöse Räume, abrahamitische Religionen, Stadtplanung, Multikulturalismus, Koexistenz, Architektur, Begegnungsraum, Frieden, Religion, Identität.
Es geht um die architektonische Konzeption eines Raumes in Sarajevo, der als Plattform für den Dialog zwischen den drei großen abrahamitischen Religionsgemeinschaften dienen soll, um Frieden und Zusammenhalt zu fördern.
Die Themen umfassen die Stadtgeschichte Sarajevos, städtebauliche Analysen, die Untersuchung interreligiöser Dynamiken und die Anwendung soziologischer Konzepte wie Integration und Identität auf die Raumgestaltung.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie durch ein spezifisches architektonisches Programm und eine durchdachte Gestaltung Räume geschaffen werden können, die den Austausch fördern und Polarisierung entgegenwirken.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse sowie auf qualitativen Experteninterviews mit religiösen Vertretern und Gemeindeleitern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Untersuchung religiöser Räume, die Auswertung der Interviews und die Herleitung sowie Ausarbeitung eines konkreten architektonischen Entwurfs.
Die wichtigsten Schlagworte sind Sarajevo, interreligiöser Dialog, Architektur, Religion,Multikulturalismus, Koexistenz und Stadtraum.
Sarajevo ist aufgrund seiner historischen und kulturellen Vielfalt ("Jerusalem Europas") ein idealer Schmelztiegel, um die Herausforderungen und Chancen interreligiöser Koexistenz architektonisch zu erproben.
Wasser wird als neutrales, verbindendes Element aller monotheistischen Religionen interpretiert und dient symbolisch sowie funktional als Gestaltungskomponente, um eine beruhigende Atmosphäre und einen Ankerpunkt im Gebäude zu schaffen.
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