Masterarbeit, 2022
143 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz der Thematik
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Führung
2.2 Traditionelle Führungstheorien
2.2.1 Universelle Eigenschaftstheorien
2.2.2 Universelle Verhaltenstheorien
2.2.3 Situative Eigenschaftstheorien
2.2.4 Situative Verhaltenstheorien
2.3 New-Leadership-Ansätze
2.3.1 Emotionale Führung
2.3.2 Digital Leadership
2.3.3 Neuroleadership
2.3.4 Weitere moderne Führungsansätze
2.4 Positive Leadership
2.4.1 Positive Psychologie als Grundlage des Positive Leaderships
2.4.2 Das Forschungsgebiet Positive Leadership
2.4.3 Konzept 1: Positive Leadership nach Kim Cameron
2.4.4 Konzept 2: PERMA-Lead Modell nach Dr. Ebner
2.5 Die GLOBE-Studie
2.6 Ableitung der wesentlichen Führungsattribute
2.7 Zwischenfazit und Ableitung der Hypothesen
3 Methodischer Teil
3.1 Beschreibung des Unternehmens OTIS
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Auswahl des Erhebungsinstruments
3.2.2 Definition der Zielgruppe und Stichprobe
3.2.3 Ablaufplan
3.3 Präzisierung der Variablen (Operationalisierung)
3.4 Fragebogen als Erhebungsinstrument
3.4.1 Fragebogenkonstruktion
3.4.2 Pretest
3.5 Statistische Analysemethode
4 Auswertung der Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik zu den erhobenen Variablen
4.2 Statistische Grundlagen zur Beantwortung der Leitfragen
4.3 Hypothesenprüfung
4.3.1 Ergebnisse zu Hypothese 1
4.3.2 Ergebnisse zu Hypothese 2
4.3.3 Ergebnisse zu Hypothese 3
4.3.4 Ergebnisse zu Hypothese 4
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion
5.3 Qualität des eigenen Vorgehens
5.4 Inhaltliche Zusammenfassung
5.5 Ausblick und weiteres Vorgehen
5.5.1 Bedeutung für die Praxis
5.5.2 Bedeutung für die weitere Forschung
Die Masterthesis verfolgt das Ziel, das Niveau der unternehmensinternen Führungsqualität bei der OTIS GmbH & Co. OHG zu messen und die praktische Relevanz des Ansatzes „Positive Leadership“ zur Verbesserung der Führung zu bewerten. Dabei wird untersucht, welche Führungskompetenzen heute essenziell sind, wie diese bei den leitenden Angestellten ausgeprägt sind und inwieweit das Konzept der positiven Führung als Entwicklungsfeld zur Steigerung der Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit beitragen kann.
1.1 Problemstellung und Relevanz der Thematik
„Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“ (Forschelen, 2017, S. 4). Dieses Zitat stammt von dem italienischen Dichter und Philosophen Dante Alighieri. Der darin thematisierte Wandel ist derzeit stark in dem Arbeitsalltag und den verschiedenen Lebensbereichen spürbar. Grundlage für diese Situation sind unter anderem die zunehmende Digitalisierung, Flexibilisierung und Globalisierung. Diese zentralen Faktoren forcieren den Entwicklungsprozess seit Jahren und bringen unterschiedliche Konsequenzen respektive Herausforderungen mit sich, welche nur mithilfe von modernen Lösungskonzepten bewältigt werden können.
Änderungen in der Gesellschaftsstruktur, neuartige Technologien sowie flexiblere Arbeitsabläufe und Prozesse sind wenige Beispiele für die Auswirkungen der derzeitigen Wandlungsprozesse. Besonders die Arbeitswelt ist von diesen Entwicklungen nachhaltig betroffen. Deutlich wird dies in den Bereichen der Arbeitsorganisation, des Wettbewerbes, der Kundenbedürfnisse, der Mitarbeiteranforderungen und nicht zuletzt den geänderten Kompetenzanforderungen an die verschiedenen Mitarbeiter in einem Unternehmen. Es ist unumgänglich, auch die COVID-19-Pandemie als weiteren Grund für die rasanten Änderungen zu nennen. Das Virus hat in diesem Zusammenhang als eine Art Katalysator fungiert, welcher die Entwicklungsprozesse in den differenten Unternehmensbereichen zunehmend beschleunigte. Unternehmen waren gezwungen, die Arbeitsweisen und -abläufe zu überprüfen, damit eine adäquate Anpassung an die neue Situation erfolgreich gelingt (Franken, 2016, S. 3; Frey, de Molina, Ringlstetter & Widuckel, 2015, S. 3).
Auch die Themenkomplexe rund um die Mitarbeiterführung bleiben von den genannten Wandlungsprozessen nicht unberührt. Demnach treten ebenso Änderungen in den unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen einer Führungskraft auf, wodurch eine Entwicklung und Anpassung des klassischen Führungsverhaltens notwendig wird. Flexible Arbeitsmodelle, virtuelle Teams und neue Aufgabenbereiche sind nur wenige beispielhafte Gründe, welche angepasste Führungskompetenzen erfordern. Angesichts dessen gehen die Anforderungen an eine leitende Position in der heutigen Zeit deutlich über ein solides fachliches Verständnis hinaus. Zukünftig wird ein Umdenken innerhalb der Führungsetagen eines Unternehmens gefordert sein, um den zeitgemäßen Bedürfnissen und Ansprüchen speziell in Bezug auf die an Diversität zunehmende Belegschaft gerecht zu werden. Dabei sind unter anderem die Themen Kommunikation und Transparenz von Bedeutung. Mitarbeiter in der heutigen Zeit lehnen das klassische, hierarchisch angelehnte Rollenbild einer Führer-Geführten-Beziehung vermehrt ab.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Mitarbeiterführung im Kontext gegenwärtiger Wandlungsprozesse ein, definiert das betriebliche Problem am Beispiel der Firma OTIS und skizziert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretischer Rahmen: Hier werden die theoretischen Grundlagen erarbeitet, indem klassische Führungstheorien sowie moderne Ansätze wie „Positive Leadership“ und „Neuroleadership“ analysiert und in den Kontext der GLOBE-Studie gesetzt werden.
3 Methodischer Teil: Die praktische Umsetzung der Untersuchung wird dargelegt, einschließlich der Beschreibung des Unternehmens OTIS, der Begründung des quantitativen Forschungsdesigns, der Konstruktion des Online-Fragebogens und der geplanten statistischen Analysemethoden.
4 Auswertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die durchgeführten statistischen Auswertungen der erhobenen Daten, inklusive deskriptiver Statistiken und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext bisheriger Forschung sowie praktischer Handlungsempfehlungen für die Firma OTIS gesetzt.
Führungsqualität, Positive Leadership, Mitarbeiterführung, Organisationspsychologie, GLOBE-Studie, PERMA-Lead, Führungskompetenzen, Arbeitszufriedenheit, Motivation, Stressempfinden, Mitarbeiterbindung, Online-Befragung, OTIS, Personalführung, Unternehmenskultur
Die Arbeit analysiert das aktuelle Niveau der Führungsqualität bei der OTIS GmbH & Co. OHG und untersucht, wie der Ansatz des „Positive Leadership“ dazu beitragen kann, die Qualität der Führung, die Zufriedenheit der Mitarbeiter und deren Bindung an das Unternehmen zu verbessern.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der wissenschaftlichen Fundierung von Führungstheorien, der Bedeutung von Führungskompetenzen, der Anwendung der positiven Psychologie im Arbeitskontext sowie der empirischen Messung dieser Faktoren mittels einer Mitarbeiterbefragung.
Hauptziele sind die Messung des Ist-Zustands der Führungsqualität bei OTIS und die Beantwortung der Frage, welche Aspekte des „Positive Leadership“-Konzepts als potenzielle Entwicklungsfelder dienen können, um die Führung aus Sicht der Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern.
Die Arbeit bedient sich einer quantitativen Forschungsmethode, basierend auf einer literaturgestützten Hypothesenbildung und einer anschließenden empirischen Erhebung durch einen Online-Fragebogen unter den Mitarbeitern der OTIS GmbH & Co. OHG in Deutschland.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Aufarbeitung klassischer und moderner Führungskonzepte, die methodische Konstruktion des Forschungsdesigns sowie die statistische Auswertung der Umfrageergebnisse zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Führungsqualität, Positive Leadership, Mitarbeiterbindung, Führungskompetenzen und empirische Mitarbeiterbefragung definieren.
Die Umfrageergebnisse deuten insbesondere beim „zielorientierten Führen“, dem „Selbstmanagement“ und dem „systematisch-methodischen Vorgehen“ auf ein Verbesserungspotenzial hin, da diese Attribute vergleichsweise schwach ausgeprägt sind.
Die Analyse zeigt einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen einer höheren Ausprägung positiver Führungseigenschaften und einer verringerten Wechselbereitschaft der Mitarbeiter sowie einer höheren Arbeitszufriedenheit.
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