Fachbuch, 2009
328 Seiten
Widmung / Seite 5
Dank / Seite 11
Vorwort / Seite 17
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze Seite 21
Machairodus: Die Säbelzahnkatze am Ur-Rhein Seite 35
Promegantereon: Ein Einzelgänger und guter Kletterer Seite 63
Homotherium: Die hyänenartige Säbelzahnkatze Seite 81
Megantereon: So groß wie ein Jaguar Seite 127
Smilodon: Die riesige Dolchzahnkatze aus Amerika Seite 141
Xenosmilus: Man nannte ihn „Fremdes Messer“ Seite 157
Daten und Fakten Seite 167
Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt Seite 215
Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Museen Seite 239
Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen im Film und in der Werbung Seite 243
Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland / Seite 247
Der Mosbacher Löwe 249
Der Europäische Höhlenlöwe 255
Der Europäische Jaguar 259
Säbelzahnkatze und Dolchzahnkatze 263
Der Leopard 267
Der Schnee-Leopard 271
Der Gepard 273
Der Puma 277
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über prähistorische Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen, beschreibt deren Verbreitung, Lebensweise und phylogenetische Zusammenhänge sowie ihre Bedeutung in der paläontologischen Forschung.
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze
Gleich vorweg: Die Namen Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze und Dolchzahnkatze sind allesamt mehr oder minder problematisch. Der vor allem gerne von Laien, aber auch von manchen Wissenschaftlern verwendete Ausdruck Säbelzahntiger weckt vielleicht die falsche Vorstellung, dieses Tier sei eng mit dem heutigen Tiger verwandt und immer so groß wie dieser. Auch der etwas modernere Begriff Säbelzahnkatze ist unzutreffend, weil die Eckzähne (Fangzähne) bei den verschiedenen Formen dieser Raubtiere nicht haargenau wie ein Säbel aussehen. Zudem klingt der Wortteil „katze“ bei einem bis zu tigergroßen Tier zumindest für Laien etwas merkwürdig.
Nicht nur auf Gegenliebe stößt die Aufsplitterung in Säbelzahnkatzen (englisch: saber-toothed cats, scimitar-toothed cats oder scimitar cats) und Dolchzahnkatzen (englisch: dirk-toothed cats). Säbelzahnkatzen heißen – dieser Einteilung zufolge – nur schlanke Gattungen wie Machairodus und Homotherium mit verhältnismäßig langen Beinen sowie kürzeren, breiteren, stark gebogenen, krummsäbelartigen Eckzähnen. Dolchzahnkatzen wie die Gattungen Megantereon und Smilodon dagegen waren eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper und trugen längere und schmalere Eckzähne. Verwirrend ist aber, dass die 1999 beschriebene neue Gattung Xenosmilus sowohl Merkmale von Säbelzahnkatzen als auch von Dolchzahnkatzen in sich vereint. Überdies können viele Laien mit dem Begriff Dolchzahnkatzen wenig anfangen, weil ihnen seit langer Zeit nur die Namen Säbelzahntiger oder Säbelzahnkatze vertraut sind.
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze: Einführung in die Problematik der gängigen Bezeichnungen und die biologische Einteilung der Tiere.
Machairodus: Die Säbelzahnkatze am Ur-Rhein: Porträt der Gattung Machairodus mit Fokus auf Funde im Rhein-Main-Gebiet.
Promegantereon: Ein Einzelgänger und guter Kletterer: Beschreibung der Gattung Promegantereon und ihrer Lebensweise.
Homotherium: Die hyänenartige Säbelzahnkatze: Charakterisierung der Gattung Homotherium und ihrer Anpassung an das Eiszeitalter.
Megantereon: So groß wie ein Jaguar: Darstellung der Gattung Megantereon und ihrer weltweiten Verbreitung.
Smilodon: Die riesige Dolchzahnkatze aus Amerika: Analyse der Gattung Smilodon, bekannt durch Funde aus Rancho La Brea.
Xenosmilus: Man nannte ihn „Fremdes Messer“: Vorstellung der einzigartigen Gattung Xenosmilus und ihrer besonderen Skelettmerkmale.
Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze, Paläontologie, Eiszeitalter, Fossilien, Machairodus, Smilodon, Homotherium, Megantereon, Xenosmilus, Raubkatzen, Phylogenese, Fundstätte, Ur-Rhein, Pleistozän
Die Arbeit befasst sich mit der Biologie, Systematik und den Funden prähistorischer Raubkatzen, insbesondere der Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen, die während des Miozäns und Pleistozäns existierten.
Im Fokus stehen die Gattungen Machairodus, Promegantereon, Homotherium, Megantereon, Smilodon und Xenosmilus, ergänzt durch Informationen zu weiteren Eiszeit-Raubtieren wie dem Löwen, Leoparden und Puma.
Das Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes, aber allgemein verständliches Wissen über diese ausgestorbenen Raubtiere zu vermitteln, wobei insbesondere die Fundgeschichte und die wissenschaftliche Bedeutung einzelner Fossilien beleuchtet werden.
Der Autor stützt sich auf eine breite Literaturrecherche, paläontologische Fachberichte, Skelettfunde sowie morphologische Vergleiche zwischen fossilen Arten und ihren heutigen Verwandten.
Der Hauptteil gliedert sich in Porträts der einzelnen Gattungen, eine chronologische Auflistung der wissenschaftlichen Beschreibungen sowie einen regionalen Überblick über bedeutende Fundstätten weltweit.
Die Tiere zeichnen sich primär durch ihre spezialisierten Eckzähne aus, deren Funktion und Form je nach Gattung unterschiedlich interpretiert werden und die an verschiedene Jagdtechniken angepasst waren.
Die Fundstellen wie Eppelsheim und Dorn-Dürkheim sind von zentraler Bedeutung für die Arbeit, da sie wichtige Belege für die Fauna des Obermiozäns liefern und eng mit der Forschungsgeschichte des Autors verknüpft sind.
Das Aussterben wird vor allem mit ökologischen Veränderungen am Ende des Eiszeitalters und dem Verschwinden großer Beutetiere in Verbindung gebracht, wobei andere Theorien wie die direkte Bejagung durch den Menschen kritisch hinterfragt werden.
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