Masterarbeit, 2022
80 Seiten
1 Einleitung
2 Zentrale Veränderungsdynamiken durch digitale Transformation
2.1 Die Cloudmigration als Trenderscheinung
2.1.1 Die Corona-Pandemie als Treiber der digitalen Transformation
2.1.2 Bestimmung zentraler Begrifflichkeiten
2.1.3 Studienergebnisse
2.1.4 Innerbetriebliche Veränderungsdynamiken
2.2 Organisationaler Veränderungsdruck
2.2.1 Organisationsverständnis
2.2.2 Organisationale Anpassungsfähigkeit
3 Konkretisierung der Forschungslücke
4 Theoretische Rahmung und Analyse
4.1 Hinweis zum methodischen Vorgehen
4.2 Die organisationale Formalstruktur
4.3 Fünf Strukturdimensionen
4.3.1 Eine Konzeptualisierung
4.3.2 Eine Operationalisierung
4.4 Zentrale Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
5.1 Einordnung der Ergebnisse
5.2 Limitationen und Ausblick
Die Arbeit untersucht organisationssoziologisch, inwiefern der Einsatz von Cloud-Lösungen als Teil der digitalen Transformation die formalen Strukturen von Unternehmen beeinflusst und verändert. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie diese technologischen Neuerungen strukturelle Kernelemente wie Spezialisierung, Koordination und Hierarchie im Arbeitsalltag umgestalten.
2.1.1 Die Corona-Pandemie als Treiber der digitalen Transformation
Aus dem Homeoffice heraus zu arbeiten, ist spätestens seit der Corona-Pandemie keine Besonderheit mehr. Laut repräsentativer Ergebnisse einer Onlinebefragung der Hans-Böckler-Stiftung, an welcher 6.200 Befragte teilnahmen, nahm die Anzahl an Personen, die angaben, ausschließlich oder überwiegend von zu Hause aus zu arbeiten von 4 % vor der Pandemie auf 27 % im ersten Lockdown (April 2020) zu. Nach einer Abnahme auf 16 % im Juni 2020 und 14 % im November 2020 stieg die Anzahl im Januar 2021 erneut auf 24 % an.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben diesbezüglich Betriebe danach gefragt, ob und inwiefern diese die Möglichkeit des Homeoffice auch zukünftig nutzen wollen. Aus einem im Dezember 2020 gemeinsam veröffentlichten Bericht geht hervor, dass „(e)twa ein Fünftel der [1053 befragten] Betriebe, in welchen die Tätigkeiten grundsätzlich die Arbeit von zuhause zulassen, plant aufgrund der Erfahrungen während der Corona-Krise, Möglichkeiten zum Homeoffice bzw. zur Telearbeit auszubauen.“
Die Betriebe stammen aus den Branchen „Verkehr und Lagerei“, „Information und Kommunikation“ sowie dem „verarbeitenden Gewerbe“. Betriebe der Branchen „Baugewerbe“, „Erziehung und Unterricht“ und des „Gesundheits- und Sozialwesens“ hingegen sprechen sich meist gegen einen weiteren Ausbau der Homeoffice Möglichkeiten aus und beziehen sich dabei vor allem auf „erschwerte[r] Bedingungen der Zusammenarbeit auf Distanz“, „Bedenken bezüglich einer Ungleichbehandlung von Beschäftigten“ sowie „Unternehmenskultur[en]“, die scheinbar in einem Wiederspruch zu Homeoffice-Voraussetzungen stehen. Hierbei liegt es auch in der Natur der grundsätzlich von zu Hause aus möglichen Arbeiten, dass sie branchenspezifisch nur als Übergangs- oder Notlösung funktionieren.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das organisationssoziologische Interesse an der durch Cloud-Lösungen induzierten Strukturveränderung ein und erläutert das literatur- sowie evidenzbasierte Vorgehen der Untersuchung.
2 Zentrale Veränderungsdynamiken durch digitale Transformation: Dieses Kapitel arbeitet den theoretischen und empirischen Forschungsstand zur Cloudmigration als Trenderscheinung und den organisationalen Veränderungsdruck auf, insbesondere motiviert durch die Corona-Pandemie.
3 Konkretisierung der Forschungslücke: Auf Basis von Arbeitsthesen wird das Spannungsfeld zwischen organisationalen Strukturen und Cloud-Lösungen analysiert, um daraus die zentrale Forschungsfrage der Arbeit abzuleiten.
4 Theoretische Rahmung und Analyse: In diesem Hauptteil wird das methodische Vorgehen erläutert, die organisationale Formalstruktur theoretisch gerahmt sowie mittels fünf spezifischer Strukturdimensionen für die weitere Analyse operationalisiert.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel ordnet die gewonnenen Erkenntnisse in einen übergeordneten Gesamtkontext ein und diskutiert Limitationen sowie mögliche Anknüpfungspunkte für künftige Forschungsvorhaben.
Cloud-Lösungen, Cloudmigration, digitale Transformation, organisationale Strukturen, Formalstruktur, Arbeitsteilung, Koordination, organisationssoziologische Untersuchung, Homeoffice, Strukturdimensionen, Prozessdigitalisierung, Organisationsmitglieder, Veränderungsprozesse, Unternehmenskultur, Changemanagement.
Die Arbeit untersucht aus einer organisationssoziologischen Perspektive, wie Unternehmen ihre formalen Strukturen durch den zunehmenden Einsatz von cloudbasierten Lösungen anpassen und verändern, insbesondere vor dem Hintergrund der durch die Corona-Pandemie beschleunigten Digitalisierung.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Zusammenhänge zwischen moderner Cloud-Technologie, veränderten Anforderungen an die Koordination und Arbeitsteilung sowie dem organisationalen Veränderungsdruck, der durch die digitale Transformation entsteht.
Das Hauptziel ist es, die spezifischen Auswirkungen von Cloud-Anwendungen auf organisationale Strukturen wissenschaftlich zu durchdringen, messbar zu machen und zu verstehen, wie technologische Migrationen organisatorische Abläufe beeinflussen.
Die Studie basiert auf einer literaturgestützten Analyse, ergänzt durch eine Operationalisierung von Strukturdimensionen nach Kieser und Walgenbach, wodurch eine systematische Auswertung aktueller Studien und Theorien möglich wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Organisationsverständnisses, die detaillierte Konzeptualisierung von fünf Strukturdimensionen (Spezialisierung, Koordination, Konfiguration, Entscheidungsdelegation, Formalisierung) und deren anschließende Anwendung auf das Forschungsfeld.
Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Cloud-Lösungen, formale Organisationsstruktur, digitale Transformation, organisationale Anpassungsfähigkeit und Koordination.
Die Pandemie fungierte als externer Schock und Beschleuniger der digitalen Transformation, der Unternehmen dazu zwang, ihre Arbeitsweisen auf Distanz zu organisieren und somit einen direkten Veränderungsdruck auf die bestehenden organisationalen Strukturen ausübte.
Informelle Strukturen, wie etwa durch Widerstand (z. B. Schweigen oder Sabotage) geprägt, können den Migrationsprozess stören, während eine gelungene Cloud-Implementierung darauf angewiesen ist, sowohl technische als auch soziale Komponenten der Organisation ganzheitlich zu berücksichtigen.
Es werden neue funktionsspezifische Stellen geschaffen, etwa spezialisiert auf das Cloud-Management oder die übergreifende Digitalisierungskoordination, wie etwa Chief Information Officer (CIO) oder Chief Digital Officer (CDO).
Der Begriff beschreibt ein unkontrolliertes Durcheinander an existierenden cloudbasierten Ressourcen, Accounts und Benutzergruppen, welches ein koordiniertes Management durch Cloud-Kompetenzzentren notwendig macht.
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