Bachelorarbeit
75 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Chronik der Covid-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten
3. Ökonomische Rechtfertigung der Maßnahmen
3.1. Schwächen des amerikanischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems
3.2. Angebots- und Nachfrageschock
3.3. Sonderrolle der Vereinigten Staaten
3.4. Kapitalmarkt
4. Geldpolitische Maßnahmen
4.1. Zinspolitik und Forward Guidance
4.2. Fortsetzung des bestehenden Anleiheankaufprogramms
4.3. Maßnahmen zur Unterstützung der Finanzmärkte
4.4. Maßnahmen zur Unterstützung der Geschäftsbanken
4.5. Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen
4.6. Maßnahmen zur Unterstützung von Privathaushalten und Gebietskörperschaften
4.7. Internationale Maßnahmen der Fed
5. Fiskalpolitische Maßnahmen
5.1. Maßnahmen unter der Trump-Administration
5.2. Maßnahmen unter der Biden-Administration
6. Kritische Würdigung der Maßnahmen
6.1. Gesamtwirtschaftliche Einordnung
6.2. Kritische Würdigung der fiskalpolitischen Maßnahmen
6.2.1. Paycheck Protection Program
6.2.2. Ausweitung der Arbeitslosenhilfe
6.2.3. Operation Warp Speed
6.2.4. Stimulus-Schecks
6.3. Kritische Würdigung der geldpolitischen Maßnahmen
6.3.1. Zinssenkung
6.3.2. Kreditfazilitäten
7. Ausblick
8. Zusammenfassung
Diese Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen, die von den USA zur Abmilderung der ökonomischen Verwerfungen durch die Coronapandemie ergriffen wurden, wobei ein besonderer Fokus auf der Effektivität dieser Interventionen und deren globalen Auswirkungen liegt.
3.1. Schwächen des amerikanischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems
Im Vergleich zu anderen OECD-Länder sind die Vereinigten Staaten in Sachen Prävention, Diagnostik und Behandlungsmethoden sowie insbesondere bei medizinischer Forschung überdurchschnittlich aufgestellt. Daher wundert es, dass sich der Gedanke einer allgemeinen Gesundheitsvorsorge bis zur Amtsübernahme von Expräsident Barack Obama nicht durchsetzen konnte. Zurückzuführen ist das einerseits auf politisch-kulturelle Gründe, geprägt von einer historisch tiefen Abneigung gegenüber bundesstaatlichen Vorgaben vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich, aber auch auf wirtschaftliche und ideologische Gründe, wodurch das Konzept von Gesundheit als öffentliches Gut im Vergleich zu anderen OECD-Ländern nur schwach ausgeprägt ist.
Nach Angaben des U.S. Census Bureau, einer US-amerikanischen Statistikbehörde, verfügen rund 92 Prozent der Amerikaner über einen allgemeinen Krankenversicherungsschutz, womit die Vereinigten Staaten unter dem OECD-Durchschnitt liegen. Vor allem die hohen Kosten und der ungleiche Zugang zu einer Krankenversicherung erklären jene Zahlen. Selbst bei Versicherten können durch Eigenbeteiligungen oder nicht abgedeckte Leistungen hohe Kosten anfallen. Knapp mehr als die Hälfte aller Privatinsolvenzen in den Vereinigten Staaten sind auf unbezahlbare Krankenhausrechnungen zurückzuführen. Zudem ist rund die Hälfte der Arbeitnehmer über den Arbeitgeber versichert, sodass sie bei einem Verlust des Arbeitsplatzes nicht nur ihre Einkommensquelle verlieren, sondern auch ihren Krankenversicherungsschutz. Genau hier besteht die Problematik.
Zwar blieb kein Wirtschaftsakteur von den globalen Auswirkungen der Pandemie unberührt, Studien belegen allerdings, dass vor allem Arbeitnehmer des Niedriglohnsektors in den Vereinigten Staaten mit am stärksten betroffen waren. Folglich jene, die ohnehin finanziell schlechter aufgestellt sind und eine schwächere Position am Arbeitsmarkt haben als andere. Zudem ergab eine weitere Studie der US-Notenbank, dass im Notfall 40 Prozent der Menschen im Land nicht in der Lage wären, unerwartete Ausgaben, etwa für einen Arztbesuch oder eine vergleichbare Belastung, von 400 Dollar oder mehr zu finanzieren. Vielen Amerikanern drohten demnach längere Verdienstausfälle, gar ein Jobverlust, begünstigt durch den rechtlichen Rahmen, der den schnellen Abbau von Arbeitnehmern zulässt.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die ökonomischen Herausforderungen infolge der Coronapandemie in den USA und stellt die Zielsetzung der Bachelorarbeit dar, die getroffenen Maßnahmen kritisch zu beleuchten.
2. Chronik der Covid-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten: Dieses Kapitel zeichnet den Verlauf der Pandemie sowie die initialen Reaktionen der Politik und der Wirtschaftsakteure nach.
3. Ökonomische Rechtfertigung der Maßnahmen: Dieses Kapitel erläutert die strukturellen Schwächen des US-Systems und analysiert die ökonomischen Schocks, die ein staatliches Handeln erforderlich machten.
4. Geldpolitische Maßnahmen: Hier werden die geldpolitischen Interventionen der US-Notenbank dargestellt, darunter Zinspolitik, Anleihekäufe und spezielle Kreditfazilitäten.
5. Fiskalpolitische Maßnahmen: Dieses Kapitel beschreibt die bedeutenden fiskalpolitischen Konjunkturpakete unter den Administrationen von Trump und Biden.
6. Kritische Würdigung der Maßnahmen: In diesem Hauptteil werden die fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen einer detaillierten Nutzen- und Wirksamkeitsanalyse unterzogen.
7. Ausblick: Der Ausblick diskutiert die langfristigen Auswirkungen der Pandemie und deren Einfluss auf die zukünftige Gestaltung globaler Lieferketten und der Globalisierung.
8. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Ergebnisse der Arbeit und bestätigt die strategische Notwendigkeit der ergriffenen, wenn auch kostenintensiven, Maßnahmen.
Coronapandemie, USA, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Konjunkturpakete, Federal Reserve, CARES Act, Arbeitslosenquote, Finanzmärkte, Wirtschaftswachstum, Staatsschulden, Globalisierung, Lieferketten, Konjunktur, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit analysiert die US-amerikanische Wirtschaftspolitik während der Coronapandemie und untersucht die Wirksamkeit der von Regierung und Notenbank erlassenen Unterstützungsmaßnahmen.
Zentrale Themen sind die fiskalischen Rettungspakete, die geldpolitischen Instrumente zur Stabilisierung der Märkte sowie die Auswirkungen der Krise auf die US-Wirtschaft und die Globalisierung.
Das primäre Ziel ist eine wissenschaftlich-kritische Bewertung der Maßnahmen, um zu eruiern, inwieweit diese zur Abmilderung der durch die Pandemie verursachten wirtschaftlichen Folgen beitrugen.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, Daten von Konjunkturindikatoren sowie makroökonomische Modelle wie das AS-AD-Modell für die Analyse der ökonomischen Schocks.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Aufarbeitung der geldpolitischen Instrumente der Fed sowie eine Untersuchung der fiskalpolitischen Programme beider US-Administrationen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Geldpolitik, fiskalische Hilfspakete, Federal Reserve, Arbeitsmarkt, Konjunktur sowie strukturelle Schwächen des US-Sozialsystems.
Das rudimentäre Sozialsystem, das durch fehlende allgemeine Gesundheitsvorsorge und geringen Kündigungsschutz geprägt ist, wirkte in Krisenzeiten für viele Bürger als Brandbeschleuniger für Armut.
Die Forscher führen dies vor allem auf die für viele Unternehmen unattraktiven Zinskonditionen und Preisstrukturen der Darlehen zurück, die im Vergleich zu Alternativen wenig lukrativ waren.
Die Debatte zeigt, dass trotz des Zusammenbruchs von Lieferketten nicht weniger, sondern eine durch Diversifikation gestärkte Globalisierung als Ausweg aus der Abhängigkeit angesehen wird.
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