Magisterarbeit, 2009
229 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Forschungsstand
1.2. Aktualität und Relevanz des Themas
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Italienische Migranten und ihre Nachkommen in der Bundesrepublik Deutschland
2.1. Wie alles begann: Italienische Arbeitsmigration der 50er und 60er Jahre
2.2. Der Italiener in Deutschland
2.3. Wechselwirkung von Aufnahmegesellschaft und italienischen Migranten
2.4. Italienische Migrantenkinder der 2. und 3. Generation
2.4.1. Familie und soziales Milieu der Migrantenkinder
2.4.2. Junge Italiener im kulturellen Spannungsfeld
2.4.3. Sprache, Sprachverhalten und linguistische Besonderheiten italienischer Migrantenkinder
3. Bilingualismus, zweisprachige Erziehung und ihre Einflussfaktoren
3.1. Begriffsklärung: Bilingualismus – Der Versuch einer Definition
3.2. Zweisprachig aufwachsen
3.2.1. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer zweisprachigen Erziehung
3.2.2. Zweisprachigkeit – Chance oder Gefahr: Die Vor- und Nachteile einer zweisprachigen Erziehung
3.2.3. Einflussfaktoren auf die bilinguale Entwicklung italienischer Migrantenkinder der 2. und 3. Generation
3.2.3.1. Alter/Einreisealter
3.2.3.2. Sprachprestige und Bedeutung der Muttersprache
3.2.3.3. Soziale Netzwerke
4. Empirische Untersuchung
4.1. Methodisches Vorgehen
4.2. Interpretation des Materials
4.3. Die Interviewpartner
4.3.1. Die zweite Generation: „Deutsche Perfektion aber mit südländischem Charme“ – Renata Sole
4.3.1.1. Wesentliche demographische und (sprach)biographische Daten
4.3.1.2. Der Sozialisationsraum Familie
4.3.1.3. Erfahrungen im schulischen Sozialisationsraum
4.3.1.4. Zu den sozialen Beziehungen
4.3.1.5. Erfahrungen mit Rassismus
4.3.1.6. Bewertung von Funktion und Status der Sprache
4.3.1.7. Bilingualismus und Identität
4.3.1.8. Beurteilung von Vor- und Nachteilen von Zweisprachigkeit
4.3.1.9. Kommunikatives Verhalten
4.3.1.10. Zwischenfazit
4.3.2. Die zweite Generation: Nicht „Deutsche oder Italienerin“ sondern „sowohl als auch“ – Antonella Notte
4.3.2.1. Wesentliche demographische und (sprach)biographische Daten
4.3.2.2. Der Sozialisationsraum Familie
4.3.2.3. Erfahrungen im schulischen Sozialisationsraum
4.3.2.4. Zu den sozialen Beziehungen
4.3.2.5. Erfahrungen mit Rassismus
4.3.2.6. Bewertung von Funktion und Status der Sprache
4.3.2.7. Bilingualismus und Identität
4.3.2.8. Beurteilung von Vor- und Nachteilen von Zweisprachigkeit
4.3.2.9. Kommunikatives Verhalten
4.3.2.10. Zwischenfazit
4.3.3. Die 3. Generation: „ne Italienerin, die halt in Deutschland lebt“ – Angela Capo
4.3.3.1. Wesentliche demographische und (sprach)biographische Daten
4.3.3.2. Der Sozialisationsraum Familie
4.3.3.3. Erfahrungen im schulischen Sozialisationsraum
4.3.3.4. Zu den sozialen Beziehungen
4.3.3.5. Erfahrungen mit Rassismus
4.3.3.6. Bewertung von Funktion und Status der Sprache
4.3.3.7. Bilingualismus und Identität
4.3.3.8. Beurteilung von Vor- und Nachteilen von Zweisprachigkeit
4.3.3.9. Kommunikatives Verhalten
4.3.3.10. Zwischenfazit
4.3.4. Die 3. Generation: „ nich, weder das eine noch das andere [...], sondern ich bin beides.“ – Marco Sette
4.3.4.1. Wesentliche demographische und (sprach)biographische Daten
4.3.4.2. Der Sozialisationsraum Familie
4.3.4.3. Erfahrungen im schulischen Sozialisationsraum
4.3.4.4. Zu den sozialen Beziehungen
4.3.4.5. Erfahrungen mit Rassismus
4.3.4.6. Bewertung von Funktion und Status der Sprache
4.3.4.7. Bilingualismus und Identität
4.3.4.8. Beurteilung von Vor- und Nachteilen von Zweisprachigkeit
4.3.4.9. Kommunikatives Verhalten
4.3.4.10. Zwischenfazit
4.4. Diskussion der Ergebnisse
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch das bilinguale Leben italienischer Migrantenkinder der zweiten und dritten Generation in Deutschland. Ziel ist es, die individuelle Sichtweise der Betroffenen auf ihre Zweisprachigkeit zu erfassen, Faktoren für deren Ausprägung zu identifizieren und generationsspezifische Unterschiede sowie den Einfluss von Sozialisationsräumen aufzuzeigen.
2.4.2. Junge Italiener im kulturellen Spannungsfeld
„Unsere Sprachen setzten sich aus mehreren Sprachen zusammen. Wir reden gemischt. Weder richtig Deutsch noch richtig Türkisch, Italienisch oder Griechisch. Wir sind in keiner Sprache mehr zuhaus. Wir sind auf der vergeblichen Suche nach einer Antwort auf die Frage, wer wir eigentlich sind. Dabei ist unsere Angst, die eigene Sprache zu verlieren, genauso groß wie die Angst, eingedeutscht zu werden. Wir müssen mit einer inneren Spaltung zwischen zwei Sprachen, zwei Kulturen, leben und kämpfen. Wir versuchen die Vorurteile, die auf beiden Seiten vorhanden sind, abzubauen. Leider mit wenig Erfolg, denn die Masse ist gegen uns.[…] Wir möchten nichts aufgeben, weder unsere Eltern und Verwandten in und aus der Heimat, noch unsere Freunde und Freundinnen in der BRD. […] Eine Generation von Ausländern, die hier und zu Hause Ausländer bleiben.“
Dieses Zitat eines in Deutschland aufgewachsenen Migrantenjugendlichen der zweiten Generation demonstriert sehr anschaulich die kulturellen Spannungen, die ein Angehöriger der zweiten und dritten Ausländergeneration laut Vertreter der so genannten Kulturkonfliktthese ertragen muss. Diese besagt, dass die Migrantenjugendlichen der zweiten und dritten Generation mit zwei unterschiedlichen kulturellen Wertesystemen, nämlich dem der Familie und dem der Gesellschaft, aufwachsen. Diese seien nur schwer miteinander vereinbar, stehen zum Teil sogar in Kontrast zueinander, so dass das Leben in bzw. mit beiden Kulturen zu inneren Spannungen führe.
1. Einleitung: Stellt den Forschungsstand zur italienischen Migration und Bilingualität dar und begründet das Ziel der Arbeit, die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen.
2. Italienische Migranten und ihre Nachkommen in der Bundesrepublik Deutschland: Analysiert den soziokulturellen Hintergrund, die Migrationsgeschichte und die Lebensbedingungen der italienischen Community.
3. Bilingualismus, zweisprachige Erziehung und ihre Einflussfaktoren: Definiert zentrale Begriffe der Bilingualitätsforschung und untersucht Faktoren wie Alter, Einreisealter und soziale Netzwerke.
4. Empirische Untersuchung: Präsentiert die qualitative Interviewstudie mit Vertretern der zweiten und dritten Generation und diskutiert die Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund.
5. Fazit und Ausblick: Führt die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.
Zweisprachigkeit, Bilingualismus, Italienische Migration, Identität, Zweite Generation, Dritte Generation, Sozialisation, Akkulturation, Sprachbiographie, Qualitative Forschung, Bikulturalität, Sprachverhalten, Integration, Identitätskonflikte, Migrantenkinder
Die Arbeit untersucht das Leben und die Erfahrungen italienischer Migrantenkinder der zweiten und dritten Generation in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung ihrer Zweisprachigkeit.
Die Schwerpunkte liegen auf den Aspekten Migration, Spracherwerb, Identitätsbildung im bikulturellen Kontext sowie den soziokulturellen Einflüssen durch Familie, Schule und soziale Netzwerke.
Das Ziel besteht darin, die persönliche Sichtweise und die Erfahrungen der bilingual aufgewachsenen Migranten selbst zu erforschen, anstatt sich nur auf Beobachtungen von Lehrern oder Eltern zu verlassen.
Die Verfasserin nutzt die Methode des qualitativen Interviews, um tiefe Einblicke in individuelle Sprachbiographien und Identitätskonzepte zu gewinnen und diese anschließend induktiv und deduktiv zu interpretieren.
Neben den theoretischen Grundlagen zu Migration und Bilingualismus stehen die detaillierten Fallstudien von vier Interviewpartnern aus der zweiten und dritten Generation im Zentrum, deren Erfahrungen interpretiert und diskutiert werden.
Zentral sind Begriffe wie Bikulturalität, soziale Netzwerke (Familie, peer-group), Akkulturationsgrad sowie die Identitätskonstruktion im Prozess des bilingualen Aufwachsens.
Überraschenderweise bewerten alle Befragten ihre Zweisprachigkeit durchgehend positiv, als Privileg und Bereicherung, während negative Aspekte kaum als solche wahrgenommen oder direkt auf die Zweisprachigkeit bezogen werden.
Ja, die Studie verdeutlicht Unterschiede zwischen der zweiten und dritten Generation, wobei sich die dritte Generation stärker in einem deutschen Umfeld bewegt und Italienisch teilweise eher als Feriensprache oder ergänzendes Kommunikationsmittel wahrnimmt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

