Magisterarbeit, 2008
124 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Kapitel I: Politische und problemorientierte KJL
1. Entwicklung bis 1970
2. Problemorientierte KJL ab 1970
Politische KJL
Realistische KJL
Ökologische KJL der 80er
Kapitel II: Gudrun Pausewangs Leben und ihr kinder- und jugendliterarisches Werk
1. Biografie
Einflüsse aus Erziehung und Kindheit: 1928 bis 1943
NS-Zeit und Abkehr von der Politik: 1937-1956
Südamerika-Aufenthalte: 1956- 1972
Rückkehr nach Deutschland und kjl Karriere: 1972- Heute (2008)
2. Rezeption des Gesamtwerkes
3. Politische Ideale und Intensionen der Autorin
4. Auswahl von Texten
Umwelt-und Friedenserziehung
Protest und Generationskonflikt
Kapitel III: Etwas lässt sich doch bewirken. Roman aus der Friedensbewegung (1984)
1. Titelanalyse, Form und Inhalt
2. Figurenkonstellation und politisch motivierte Horizonterweiterung
Roberts Veränderung zum selbstsicheren, jungen Pazifisten
Das Ehepaar Karsch- Frieden fängt zu Hause an
3. Politische Aspekte-Mahnwache und Friedensbewegung in Fulda
4. Motivik
Leit- und Dingmotive
Autobiografische Motive
5. Ergebnisse
Einführung: Dystopische Zukunftsvorstellungen- Die Atomkatastrophenromane
1. Einführung in die Thematik
2. Gegenutopie und Science-Fiction
Kapitel IV: Die letzten Kinder von Schewenborn oder... sieht so unsere Zukunft aus? (1983)
1. Rezeption
2. Titelanalyse, Form und Inhalt
3. Ästhetik des Grauens
4. Inhaltliche Authentizität: Einbruch des Schauderhaften in die erfahrbare Realität
5. Das Schicksal der Menschheit in der Katastrophe
Roland, absurder Held
Der graduelle Zerfall der Zivilisation- Veränderung der Menschen
Rolands Eltern und die Erwachsenengeneration
Kinder als Opfer und Ankläger
6. Politischer Reflexionsprozess
Perspektiventwicklung statt Perspektivübernahme
Elliptischer Erzählstil
Verfremdungseffekte
7. Ergebnisse
Kapitel V: Die Wolke. Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewusst (1987)
1. Rezeption
2. Titelanalyse, Form und Inhalt
3. Reelle Science-Fiction - Aktualität und Nähe zum Leser
4. Altersgemäße Informationsvermittlung
5. Der Störfall und die Menschen
Janna-Berta, selbstlose Protagonistin
Identifikation und Aufbau von Atmosphäre
Jugendliche Opfer und Erwachsene als Angeklagte
6. Die Darstellung des Politischen
Negative Verzerrung von Behörden: Politiker und Polizei
Politische und gesellschaftliche Zweiteilung
7. Motivik
Gott und Christentum in der atomaren Katatrophe
Motive um Janna-Berta
8. Ergebnisse
9. Kurzer Vergleich Buch-Film zum Roman Die Wolke
Inhaltliche Veränderungen
Liebesstory als Zeichen der Hoffnung
Verantwortung und Schuld
Ergebnisse
Kapitel VI: Der Schlund (1993)
1. Rezeption
2. Titelanalyse, Form und Inhalt
3. Identifikationsmöglichkeiten
Altruistischer Mahnengel: Gesa
Opfer der Schlottschen Diktatur: Jirgalem
Jugendlicher Mitläufer: Ulf
4. Authentizitätsfördernde Elemente
5. Zivilcourage und Mitläufertum
6. Jugendlicher Protest
7. Todesmotivik
8. Ergebnisse
Abschliessende Überlegungen
1. Pausewangs politische Rhetorik
2. Effektivität und Bezüge zur Aktualität
3. Kind- und Jugendgemäßheit
Die vorliegende Arbeit untersucht das politische und problemorientierte Werk der Autorin Gudrun Pausewang, mit einem besonderen Fokus auf ihre politischen Romane. Ziel der Untersuchung ist es, die Intensionen der Autorin in den Kontext der historischen und gesellschaftlichen Lage der Bundesrepublik zu setzen und zu analysieren, wie sie politische Botschaften altersgerecht an ein junges Publikum vermittelt.
Die letzten Kinder von Schewenborn oder... sieht so unsere Zukunft aus? (1983)
Dieses Buch, mit dem ich damals offenbar einen Nerv unserer Nation traf, schrieb ich innerhalb von drei Wochen aus vollem Pazifistenherzen nieder. Ich sah in ihm sowohl einen Beitrag zu der damals leidenschaftlich geführten Diskussion um den Nato-Doppelbeschluß wie auch eine Botschaft an die junge Generation: Alte und Junge, helft mit, zu verhindern, daß ein solches Szenario Wirklichkeit wird!
In einer Zeit der militärischen Unsicherheit und Angst vor der immer weiter expandierenden Atomkraft schrieb sie das Buch im Keller ihres Ferienhäuschens im Sommer 1982. Sie hatte sich vorher 9 Monate lang intensiv mit Berichten und Dokumenten der atomaren Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki auseinandergesetzt. Während der Schreibarbeit fühlte sie sich absolut miserabel und hätte beinahe nach der Hälfte aufgehört weiterzuschreiben: Dieser Keller war die Hölle. Dort war Schewenborn nach dem Bombentag. Ich lebte mitten in diesem ganzen Elend und pflegte während des Schreibens so intensiv mittendrin zu sein, daß ich mich mit den erfundenen Personen laut unterhielt. Pausewang möchte mit diesem Roman einen Beitrag zur Friedenserziehung leisten, aber sie tut dies nicht als Politikerin mit politischen Reden, sondern als Erzählerin für junge Menschen, wobei auf jeden Fall auch Erwachsene angesprochen werden sollen.
Kapitel I: Politische und problemorientierte KJL: Ein historischer Abriss zur Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur bis in die 80er Jahre, der den Wandel von der moralisierenden Literatur hin zum problemorientierten Jugendbuch beleuchtet.
Kapitel II: Gudrun Pausewangs Leben und ihr kinder- und jugendliterarisches Werk: Darstellung der Biografie der Autorin und wie ihre Lebenserfahrungen, insbesondere ihre Kindheit und die Zeit in Südamerika, ihr Schreiben beeinflusst haben.
Kapitel III: Etwas lässt sich doch bewirken. Roman aus der Friedensbewegung (1984): Analyse eines Romans, der auf wahren Begebenheiten um den geplanten Bau eines Panzerübungsplatzes basiert und zeigt, wie Solidarität Widerstand erfolgreich machen kann.
Kapitel IV: Die letzten Kinder von Schewenborn oder... sieht so unsere Zukunft aus? (1983): Untersuchung der dystopischen Schilderung einer Atomkatastrophe und wie die Autorin durch die "Ästhetik des Grauens" den Leser zum Nachdenken anregen will.
Kapitel V: Die Wolke. Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewusst (1987): Vertiefung der Problematik von Atomkraft und Störfällen, inklusive einer Analyse der Verfilmung und des Einflusses des Mediums Film auf die Rezeption des Buches.
Kapitel VI: Der Schlund (1993): Auseinandersetzung mit einer Zukunftsvision, in der die Demokratie durch rechtsradikale Tendenzen bedroht wird, und die Frage nach Zivilcourage in einer Diktatur.
Gudrun Pausewang, Kinder- und Jugendliteratur, Politischer Roman, Atomkatastrophe, Friedenserziehung, Problemorientiertes Jugendbuch, Rezeption, Dystopie, Zivilcourage, Generationskonflikt, NS-Vergangenheit, Pädagogik, Umwelterziehung, Politische Bildung, Medien.
Die Magisterarbeit untersucht das kinder- und jugendliterarische Schaffen von Gudrun Pausewang, mit einem spezifischen Fokus auf ihre politischen und gesellschaftskritischen Bücher.
Die zentralen Themen sind Frieden und Friedenserziehung, ökologische Verantwortung, die Gefahr von Atomkraft und die Bedrohung der Demokratie durch rechtsextreme Tendenzen.
Ziel ist es zu analysieren, wie Gudrun Pausewang politische Themen in ihrer Literatur aufbereitet, um junge Leser zur Reflexion und zur aktiven Übernahme von Verantwortung zu bewegen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die geschichtliche Zusammenhänge, biografische Hintergründe der Autorin und die literarische Analyse ihrer vier Hauptwerke kombiniert.
Im Hauptteil werden die Werke "Etwas lässt sich doch bewirken", "Die letzten Kinder von Schewenborn", "Die Wolke" und "Der Schlund" detailliert hinsichtlich Titel, Inhalt, Figurenkonstellation, Motivik und ihrer Wirkung analysiert.
Politische Kinder- und Jugendliteratur, Gudrun Pausewang, Atomkatastrophe, Frieden, Zivilcourage und pädagogische Wirkung sind die prägenden Begriffe.
Die Arbeit stellt heraus, dass ihre Erfahrungen in der NS-Zeit, ihr Leben in Südamerika und ihre späteren Tätigkeiten als Lehrerin eng mit ihrem literarischen Schaffen verwoben sind und ihr Engagement gegen Verdrängung begründen.
Der Film wird eher kritisch gesehen, da durch die Fokussierung auf die Liebesgeschichte der gesellschaftskritische Kern und die politische Brisanz des Romans teilweise verloren gehen.
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