Diplomarbeit, 2009
84 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Altersvorsorge in Deutschland
2.1 Demographischer Wandel in Deutschland
2.2 Auswirkungen auf die gesetzliche Altersrente
2.3 Vom Drei-Säulen-Modell zum Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge
2.3.1 Basisversorgung
2.3.2 Zusatzversorgung
2.3.3 Private Altersvorsorge
2.4 Einordnung der Immobilie in das 3-Schichten-Modell
3 Die eigengenutzte Immobilie als Altersvorsorge
3.1 Ökonomische Faktoren beim Erwerb eigengenutzter Immobilien
3.1.1 Immobilienpreisentwicklung
3.1.2 Erwerbsnebenkosten
3.1.3 Instandhaltungskosten
3.1.4 Darlehensarten
3.2 Immobilienmiete bei gleichzeitiger Alternativanlage
3.2.1 Mietzins
3.2.2 Mietpreisentwicklung
3.2.3 Abgeltungssteuer
3.3 Die Eigenheimrente zur Förderung eigengenutzter Immobilien
3.3.1 Bausparen
3.3.2 Eigenheimrente
3.3.3 Aktueller Marktüberblick
3.4 Beeinflussbarkeit durch emotionale Aspekte
4 Vorteilhaftigkeitsvergleich zwischen Immobilienkauf und Immobilienmiete
4.1 Modellannahmen für die ökonomischen Einflussfaktoren
4.2 Formelherleitungen
4.2.1 Immobilienkauf
4.2.2 Immobilienmiete
4.2.3 Eigenheimrente
4.3 Vorteilhaftigkeitsanalysen
4.3.1 Vorteilhaftigkeitsvergleich zwischen Immobilienmiete und Immobilienkauf
4.3.1.1 Betrachtung der Investitionssumme
4.3.1.2 Betrachtung des Anlagezinssatzes
4.3.1.3 Betrachtung des Mietzinssatzes
4.3.1.4 Betrachtung des Eigenkapitalanteils
4.3.1.5 Betrachtung des Fremdkapitalzinssatzes
4.3.1.6 Betrachtung der Miet- und Immobilienpreisentwicklung
4.3.1.7 Betrachtung des Zeitpunkts der Investitionsentscheidung
4.3.1.8 Abhängigkeit der Vorteilhaftigkeit vom Standort
4.3.2 Einfluss der Eigenheimrente auf den Vorteilhaftigkeitsvergleich
4.3.2.1 Einfluss der Eigenheimrente auf den Immobilienerwerb
4.3.2.2 Betrachtung der Investitionssumme mit drei Anlagealternativen
4.3.2.3 Betrachtung des Anlagezinssatzes mit drei Anlagealternativen
4.3.2.4 Betrachtung des Mietzinssatzes mit drei Anlagealternativen
4.4 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht aus ökonomischer Renditeperspektive, ob es vorteilhafter ist, während der Erwerbsphase zur Miete zu wohnen und Kapital anzusparen, um zum Rentenbeginn eine Immobilie zu erwerben, oder bereits frühzeitig in eine eigengenutzte Wohnimmobilie zu investieren. Dabei werden Einflussvariablen analysiert und das neue Eigenheimrentengesetz in den Vergleich integriert.
3.1.1 Immobilienpreisentwicklung
Werden Immobilieneigentümer nach ihren Gründen für den Erwerb einer Immobilie befragt, werden hauptsächlich die durch ersparte Mietzinsen mögliche Zusatzrente und die Sicherheit, die mit einem eigenen Wohnobjekt verbunden wird, genannt. Neben diesen Aspekten erhoffen sich Immobilienkäufer, dass sie zusätzlich von einer Wertsteigerung des Objekts profitieren werden. So sind Gewinne aus der Veräußerung von eigengenutzten Immobilien steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als zwei Jahre liegen. Die Wertsteigerung fremdvermieteter Wohnimmobilien muss versteuert werden, sofern die Haltedauer des Objekts weniger als zehn Jahre beträgt. Jedoch existieren regionale Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung, wobei die Lage der Immobilie innerhalb der Region die Wertentwicklung des Objekts in hohem Maße beeinflusst. So kann beispielsweise in beliebten Wohngegenden mit einer Wertsteigerung in Höhe der Inflationsrate gerechnet werden, da dort die Nachfrage nach Immobilien entsprechend hoch ist. Hinsichtlich der Immobilienpreisentwicklung bietet es sich an, zwischen neuen und gebrauchten Objekten zu unterscheiden. So ist für das Jahr 2008 lediglich bei neugebauten Reihenhäusern in Süddeutschland ein Preisanstieg zu erwarten, während das bundesweite Preisniveau für neue Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen stagnieren bzw. sinken wird. Im Gegensatz dazu stieg 2007 die Nachfrage nach gebrauchten Immobilien wie in den Vorjahren stark an. Insbesondere frei stehende Einfamilienhäuser im Osten Deutschlands erfuhren dabei deutliche Preisauftriebstendenzen. Während die Preise für gebrauchte Reihenhäuser und Eigentumswohnungen in der Mitte und dem Westen Deutschlands stagnierten bzw. leicht rückgängig waren, stieg das Preisniveau der gleichen Objekte im Süden und im Osten des Landes.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation durch den demographischen Wandel sowie die Zielsetzung des Renditevergleichs zwischen Miet- und Eigentumsstrategien.
2 Altersvorsorge in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert den demographischen Wandel und das Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge.
3 Die eigengenutzte Immobilie als Altersvorsorge: Hier werden ökonomische Faktoren beim Immobilienerwerb, wie Preisentwicklung und Instandhaltung, sowie die Eigenheimrente und emotionale Aspekte behandelt.
4 Vorteilhaftigkeitsvergleich zwischen Immobilienkauf und Immobilienmiete: Dieses Kapitel stellt die Modellannahmen und mathematischen Formeln auf, um in einer umfassenden Analyse die Vorteilhaftigkeit der verschiedenen Anlagestrategien zu berechnen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Modellberechnungen zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Altersvorsorge, Immobilien, eigengenutzte Immobilie, Mietrendite, Eigenheimrente, Wohn-Riester, Drei-Schichten-Modell, demographischer Wandel, Immobilienkauf, Investitionsentscheidung, Modellrechnung, Kapitalanlage, Rendite, Abgeltungssteuer, Bausparen.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der ökonomischen Bewertung von Erwerbsstrategien für eigengenutzte Immobilien im Kontext der privaten Altersvorsorge in Deutschland.
Im Fokus stehen die deutsche Rentenstruktur, die ökonomischen Determinanten des Immobilienkaufs sowie ein mathematischer Vergleich verschiedener Anlagestrategien unter Berücksichtigung staatlicher Förderungen.
Es soll untersucht werden, ob es unter Renditeaspekten vorteilhafter ist, zunächst zur Miete zu wohnen und Kapital zu bilden oder bereits frühzeitig eine Immobilie zu erwerben.
Die Autorin nutzt eine modellbasierte quantitative Analyse (Barwertbetrachtung von Cash-Flows), um die Vorteilhaftigkeit verschiedener Anlagealternativen in Abhängigkeit von Einflussvariablen zu bewerten.
Der Hauptteil analysiert ökonomische Faktoren wie Immobilienpreisentwicklung und Darlehensarten, führt den mathematischen Vorteilhaftigkeitsvergleich durch und integriert das Eigenheimrentengesetz in die Untersuchung.
Zentrale Begriffe sind Altersvorsorge, Eigengenutzte Immobilie, Wohn-Riester, Renditevergleich und Investitionsentscheidung.
Die Analyse zeigt, dass lokale Miet- und Immobilienpreisentwicklungen (z.B. Berlin vs. Köln/München) maßgeblich darüber entscheiden, ob ein Immobilienkauf rentabel ist.
Das Instrument der Eigenheimrente verschiebt die Vorteilhaftigkeit zugunsten des Immobilienkaufs, da die staatliche Förderung die Rendite der Anlage für den Anleger erhöht.
Ja, der Betrachtungszeitraum bis zum Rentenbeginn hat einen signifikanten Einfluss; für kurz vor dem Ruhestand stehende Anleger ist die Mietvariante häufiger vorteilhafter.
Emotionale Faktoren wie der Wunsch nach Unabhängigkeit werden zwar thematisiert, fließen jedoch aufgrund ihrer Nicht-Quantifizierbarkeit nicht in das mathematische Modell ein.
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