Masterarbeit, 2022
119 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Regierungskommunikation
2.1.1 Regierungskommunikation im politisch-administrativen System
2.1.2 Auftrag der Regierungskommunikation
2.1.3 Regierungskommunikation und Soziale Medien
2.1.4 Soziale Medien und Vertrauen: eine Problembeschreibung
2.2 Politisches Vertrauen
2.2.1 Politisches Vertrauen und die Sozialen Medien
2.2.2 Kommunikations- und Vertrauenskrise der Politik
2.2.3 Abgeleitete Auswirkungen auf das politische Vertrauen
2.3 Politisches Wissen
2.3.1 Forschungsdebatte zum Begriff
2.3.2 Politikvermittlung und Soziale Medien
2.3.3 Narrationen und Einstellungsveränderungen
3 Empirische Untersuchung
3.1 Forschungsaufbau
3.2 Forschungsfrage und forschungsleitende Hypothesen
3.3 Operationalisierung
3.4 Statistische Auswertung
4 Ergebnisse und Interpretation
4.1 Deskriptiv-statistische Auswertung
4.2 Vergleich mit der Theorie
4.3 Vergleich mit der Praxis
4.4 Praxisrelevante Einordnung
5 Fazit und Handlungsempfehlungen
Die Arbeit untersucht, wie Regierungen in einer mediatisierten Welt Vertrauen in den Sozialen Medien durch zielgerichtete Wissensvermittlung zurückgewinnen können, um dem Vertrauensverlust durch Fake News und Polarisierung entgegenzuwirken.
2.1.3 Regierungskommunikation und Soziale Medien
Noch vor wenigen Jahren galten Satelliten- und Kabelfernsehen als neue Medien; heute werden damit vor allem die durch die Digitalisierung vorangetriebenen neuen Medientechnologien angesprochen – u. a. Laptops, Smartphones und Tablets. Der bereits erwähnte Begriff der Mediatisierung verspricht diese Transformation angemessen zu beschreiben. Er reflektiere den immer schnelleren Medienwandel und die größere Rolle, die Medien und mediale Dienste im Leben der Menschen spielen (Krotz & Hepp, 2012, S. 7–8). Die mediale Durchdringung des Lebensalltags der Menschen gilt heute als zentrales Moment des gesellschaftlichen Wandels und ziehe soziokulturelle Wirkungen nach sich, was das Kommunizieren und Handeln der Menschen mit neuen Medien anginge (Thimm, Einspänner & Dang-Anh, 2012, S. 294). Besonders relevant sind in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf die politische Kommunikation und die „Entgrenzung der Politik durch die Medienexpansion“ (Schulz, 2011, S. 19). Klassischerweise beziehen Bürger*innen ihre politischen Informationen aus den Nachrichten – vermittelt durch die Gatekeeper der klassischen Presse (vgl. u. a. Neidhardt, 1994). Auch die Regierungskommunikation ist auf die enge Zusammenarbeit mit der Presse ausgelegt, doch mit dem Medienwandel setzte auch hier eine Veränderung ein: „Bis heute haben sich die Strategien und Instrumente der Regierungskommunikation immer weiterentwickelt, um den oben beschriebenen Funktionen gerecht zu werden. Sie gehen dabei weit über klassische Pressearbeit hinaus und bedienen sich zunehmend Elementen der Werbung“ (Köhler & Schuster, 2006, S. 20).
Jarren und Donges unterscheiden zwei Gruppen von politischen Kommunikationsinstrumenten: erstens jene der unmittelbaren politischen Kommunikation (z. B. öffentliche Reden) und zweitens die der vermittelten Kommunikation (z. B. durch die eigene Presse und Medienarbeit) (2006, S. 257–260). Das Aufkommen Sozialer Medien hat das Portfolio der zweiten Gruppe erweitert, doch deren Einsatz als Instrument der politischen Kommunikation hinterlasse bisher in der wissenschaftlichen Befassung ein ambivalentes Bild, so der Politikwissenschaftler Martin Emmer. Es gäbe in der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung eine Tradition der technologie-optimistischen Erwartung, mit den egalitären, interaktiven sozialen Onlinemedien müsse eine Verbesserung des politischen Prozesses verbunden sein. Einige Forschende zeigen sich diesbezüglich jedoch skeptisch: Soziale Medien trügen nach heutigem Stand nicht zur Entmachtung etablierter Akteure und Akteurinnen bei, es zeige sich dagegen in vielen Bereichen die Reproduktion bekannter Machtverhältnisse in der Onlinesphäre (Emmer, 2017, S. 94–95).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen politischer Kommunikation in einer mediatisierten und von Krisen geprägten Welt, in der Soziale Medien sowohl Chancen als auch Risiken bergen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ansätze zur Regierungskommunikation, zum politischen Vertrauen und zum politischen Wissen in Zusammenhang mit Sozialen Medien.
3 Empirische Untersuchung: Hier wird der methodische Forschungsaufbau der teilstandardisierten Online-Befragung dargelegt, die auf der Analyse des Klimaschutzplans der Bundesregierung basiert.
4 Ergebnisse und Interpretation: In diesem Kapitel werden die Umfrageergebnisse deskriptiv präsentiert, mit der Theorie sowie der Praxis abgeglichen und praxisrelevante Handlungsmöglichkeiten abgeleitet.
5 Fazit und Handlungsempfehlungen: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt acht konkrete Handlungsempfehlungen für eine moderne, wissensvermittelnde Regierungskommunikation.
Regierungskommunikation, Soziale Medien, Politisches Vertrauen, Politisches Wissen, Mediatisierung, Klimaschutz, Online-Befragung, Yale-Ansatz, Fake News, Politische Bildung, Diskurs, Digitalisierung, Transparenz, Narrativ, Stakeholder.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Sozialen Medien in der modernen Regierungskommunikation und untersucht, wie Politik in einem komplexen digitalen Diskursumfeld Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern festigen kann.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten des politischen Vertrauens und des politischen Wissens, der Herausforderung durch Desinformation sowie der Analyse von Kommunikationsstrukturen im Kontext der Klimapolitik.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie Politik in einer mediatisierten und stetig komplexer werdenden Welt Vertrauen in den Sozialen Medien zurückgewinnen kann.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung auf Basis einer umfassenden Theoriearbeit und führt eine quantitative, teilstandardisierte Online-Befragung mit 394 Teilnehmenden durch.
Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle, führt die empirische Untersuchung zum Thema Klimaschutzmaßnahmen durch und interpretiert die Ergebnisse im Vergleich zur Regierungspraxis.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Regierungskommunikation, Politisches Vertrauen, Mediatisierung, Soziale Medien und politische Wissensvermittlung.
Soziale Medien bieten zwar direkten Zugang zur Zielgruppe, fördern aber durch algorithmische Filterblasen, hohe Emotionalität und das Fehlen redaktioneller Gatekeeper auch Desinformation und Polarisierung.
Das Modell hilft, Kommunikationsinhalte strukturiert nach Absender, Botschaft und Empfänger zu konzipieren, um persuasive Botschaften zu formulieren, die nicht manipulativ, sondern wissensvermittelnd wirken.
Der Klimaschutz dient als hochkomplexes, für die Bevölkerung emotional aufgeladenes Politikfeld als inhaltlicher Referenzrahmen, um die Anforderungen an eine erklärende Regierungskommunikation in der Praxis zu prüfen.
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