Diplomarbeit, 2009
130 Seiten, Note: 1,7
1. KURZPORTRAIT DES PRAXISPARTNERS
2. EINLEITUNG
2.1 Ausgangssituation und Zielsetzung
2.2 Herangehensweise
2.3 Aufbau der Arbeit
3. GRUNDLAGEN
3.1 Supply Chain Management – Eine Begriffseinordnung
3.1.1 Grundmodell des Supply Chain Management
3.1.2 Methoden des Supply Chain Management
3.1.2.1 Postponement
3.1.2.1.1 Form Postponement
3.1.2.1.2 Time Postponement
3.1.2.2 Bullwhip Effekt
3.1.2.2.1 Ursachen für den Bullwhip Effekt
3.1.2.2.2 Gegenmaßnahmen
3.1.3 SCOR – Modell als Referenzmodell des Supply Chain Management
3.1.3.1 SCOR Kernprozesse
3.1.3.2 SCOR Ebenen
3.1.4 Exkurs: Supply Chain Management mit SAP
3.2 Informationsmanagement
3.2.1 Modell des Informationsmanagement
3.2.2 Ziele und Aufgaben des Informationsmanagement
3.2.3 Gründe für ein Informationsmanagement
3.3 Dispositionsstrategien
3.3.1 Die Auftragsgesteuerte Disposition
3.3.1.1 Einzelbedarfsdisposition
3.3.1.2 Sammelbedarfsdisposition
3.3.2 Die Plangesteuerte Disposition
3.3.3 Die Verbrauchsgesteuerte Disposition
3.3.3.1 Bestellpunktverfahren
3.3.3.2 Bestellrythmusverfahren
3.4 Prognoseverfahren zur Steuerung der Produktion
3.4.1 Prognoseverfahren bei konstantem Bedarfsverlauf
3.4.1.1 Arithmetisches Mittel vs. Gleitender Mittelwertbildung
3.4.1.2 Exponentielle Glättung 1. Ordnung
3.4.2 Prognoseverfahren bei trendförmigem Bedarfsverlauf
3.4.2.1 Exponentielle Glättung 2. Ordnung
3.4.2.2 Die einfache lineare Regression
4. DARSTELLUNG DES REFERENZPRODUKTS
4.1 Der Sphero 100
4.2 Einfluss und Auswirkungen der Typenvielfalt
4.3 Darstellung der Unternehmensziele
4.3.1 Reduzierung der Kapitalbindungskosten
4.3.2 Gewähren einer marktgerechten Lieferzeit
5. VORAUSSETZUNGEN FÜR DAS ERREICHEN DER UNTERNEHMENSZIELE
5.1 Vordisposition
5.2 Allgemeine Beschreibung der Vorgehensweise zur Langläuferermittlung für Kauf- und Eigenfertigungsteile
5.2.1 Erklärung der Exceltabelle
5.2.1.1 Langläuferermittlung innerhalb Kategorie 1: Eigenfertigungsteile
5.2.1.1.1 Variante 1: Durchschnittswertbildung
5.2.1.1.2 Variante 2: Durchschnittswert unter Berücksichtigung der marktgerechten Lieferzeit
5.2.1.1.3 Variante 3: Detailbetrachtung der Eigenfertigungsbaugruppen
5.2.1.2 Langläuferermittlung innerhalb Kategorie 2: Kauf- und Elektrokaufteile
5.2.1.2.1 Variante 1: Durchschnittswertbildung
5.2.1.2.2 Variante 2: Durchschnittswert unter Berücksichtigung der marktgerechten Lieferzeit
5.2.1.2.3 Exkurs: Handlungsempfehlung für das Bestellverhalten bei Kaufteilen und Elektrokaufteilen
5.3 Zusammenfassung und kritische Betrachtung
5.4 Lagerartikel und Auftragsartikel
5.4.1 Einteilungskriterien für Lager- und Auftragsartikel
5.4.2 Einordnung der Langläufer
5.4.3 Auftragslieferzeit und Lagerlieferzeit
5.5 Auftragsabwicklung und Informationsfluss
6. DYNAMISCHE DISPOSITION
6.1 Grundregeln und Prinzipien
6.2 Dynamische Bedarfsprognose
6.2.1 Kurzfristige Bedarfsprognose
6.3 Dynamische Lagerdisposition
6.3.1 Kritische Lagerartikel
7. RECHNERISCHE UND METHODISCHE ANSÄTZE
7.1 ABC – Analyse Referenzprodukt nach Variante 1
7.1.1 ABC – Analyse der Kaufteillangläufer
7.1.2 ABC – Analyse der Elektrokaufteillangläufer
7.2 ABC – Analyse Referenzprodukt nach Variante 2
7.2.1 ABC – Analyse der Kaufteillangläufer
7.2.2 ABC – Analyse der Elektrokaufteillangläufer
7.3 Bestimmung der Standardteile des Referenzprodukts
7.3.1 Kategorie 1: Eigenfertigungseinzelteile und Baugruppen
7.3.2 Kategorie 2: Kaufteile
8. UMSETZUNG DER ERGEBNISSE
8.1 Das Dispositionsmeeting
8.2 Einbindung der Langläuferermittlung
9. FAZIT
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Optimierung der internen Auftragsabwicklung und der Disposition bei der Firma Automatik Plastics Machinery. Angesichts globaler Marktschwankungen und eines steigenden Konkurrenzdrucks soll durch die Einbeziehung von Marktinformationen und die Einführung neuer, methodisch fundierter Ansätze ein Zielkonflikt zwischen hoher Lieferbereitschaft und minimierten Lagerkosten gelöst werden, wobei das Produkt "Sphero 100" als Referenz dient.
3.1 Supply Chain Management – Eine Begriffseinordnung
Mit dem Begriff Supply Chain Management, hat die Logistik in jüngerer Zeit weltweit eine weitere Aufwertung in der öffentlichen Wahrnehmung erfahren.
Obwohl sich die Begriffe Logistik, und Supply Chain Management im Bezug auf ihre Zielsetzung, kaum unterscheiden, hat der Begriff des Supply Chain Management zunehmend den der Logistik verdrängt.
Der Begriff der Supply Chain, tauchte zum ersten mal, mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf, als Houlihan das Netzwerk, als Ganzes betrachtete, und somit der Begriff der Supply Chain thematisiert wurde.
Die klassischen Ansätze in der Betriebswirtschaftslehre und der Logistik, betrachten die Teilnehmer im logistischen Netzwerk, als isoliert ohne Systemzusammenhang. Die Betrachtung des logistischen Netzwerkes als Ganzes, veränderte auch die Sicht der einzelnen Teilnehmer dieses logistischen Netzwerkes, auf ihre Entscheidungen und deren Tragweite für alle anderen Teilnehmer dieser Supply Chain. Mit dem Begriff der Supply Chain wird in der deutschsprachigen Literatur, eine Logistikkette, eine Lieferkette, eine Absatzpartnerschaft oder eine Wertschöpfungskette beschrieben. Die Tatsache, dass für den Begriff Supply Chain, so viele unterschiedlichen Synonymbegriffe existieren, macht deutlich, dass der Begriff Supply Chain immer noch unscharf ist, sodass man sich ganz unterschiedliche Leistungsumfänge darunter vorstellen kann.
1. KURZPORTRAIT DES PRAXISPARTNERS: Kurzer Überblick über die Unternehmenshistorie, den Markterfolg und die strategische Neuausrichtung des Praxispartners Automatik Plastics Machinery.
2. EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangssituation, der Zielsetzung der Arbeit sowie des Aufbaus und der methodischen Herangehensweise.
3. GRUNDLAGEN: Vermittlung der theoretischen Basis, insbesondere SCM-Konzepte, Informationsmanagement, Dispositionsstrategien und diverse Prognoseverfahren.
4. DARSTELLUNG DES REFERENZPRODUKTS: Vorstellung des Sphero 100 und der Auswirkungen der hohen Typenvielfalt im Produktportfolio auf die Fertigung und Zielerreichung.
5. VORAUSSETZUNGEN FÜR DAS ERREICHEN DER UNTERNEHMENSZIELE: Detaillierte Herleitung der Vorgehensweise zur Langläuferermittlung, Einteilung von Lager- und Auftragsartikeln sowie Analyse des Auftragsabwicklungsprozesses.
6. DYNAMISCHE DISPOSITION: Einführung in Methoden der dynamischen Disposition, insbesondere kurzfristige Bedarfsprognosen und die Handhabung kritischer Lagerartikel.
7. RECHNERISCHE UND METHODISCHE ANSÄTZE: Anwendung von ABC-Analysen und die Bestimmung von Standardteilen zur Optimierung des Bestellverhaltens.
8. UMSETZUNG DER ERGEBNISSE: Konkrete Empfehlungen zur Integration der Ergebnisse in ein regelmäßiges Dispositionsmeeting als Lenkungsinstanz.
9. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele und Ausblick auf die Anwendbarkeit der Ergebnisse innerhalb des Unternehmens.
Supply Chain Management, Disposition, Langläuferermittlung, Automatik Plastics Machinery, Lagerartikel, Auftragsartikel, Informationsmanagement, Sphero 100, Bullwhip Effekt, Postponement, Prognoseverfahren, ABC-Analyse, Lieferzeit, Kapitalbindungskosten, Dispositionsmeeting.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des internen Auftragsabwicklungsprozesses und der Dispositionsstrategien bei der Firma Automatik Plastics Machinery, um eine höhere Marktorientierung zu erreichen.
Die zentralen Themen umfassen das Supply Chain Management, das Informationsmanagement, verschiedene Dispositionsstrategien, die Identifikation von Langläufern sowie mathematische Prognose- und Analyseverfahren.
Das primäre Ziel ist die Lösung des Zielkonflikts zwischen einer hohen Lieferbereitschaft für Kunden und der gleichzeitigen Reduzierung der Kapitalbindungskosten durch effiziente Lagerhaltung.
Verwendet werden unter anderem das SCOR-Modell, diverse Prognoseverfahren (arithmetisches Mittel, exponentielle Glättung, lineare Regression) und ABC-Analysen zur Bestands- und Artikelbewertung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des SCM, die Beschreibung des Referenzprodukts, die mathematische Herleitung der Langläuferermittlung sowie die praktische Umsetzung der Ergebnisse in einem neu zu installierenden Dispositionsmeeting.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Supply Chain Management, Langläufer, Disposition, Lager- und Auftragsartikel sowie Marktorientierung geprägt.
Die hohe Typenvielfalt im Produktportfolio erschwert die Planung und Bereitstellung von Materialien und Ressourcen, was zu längeren Durchlaufzeiten führt und die Einhaltung marktgerechter Lieferzeiten gefährdet.
Das Dispositionsmeeting fungiert als Lenkungsgremium, in dem abteilungsübergreifend auf Basis von Auftragswahrscheinlichkeiten und Langläuferanalysen kurzfristig die Disposition und Fertigung an das tatsächliche Marktgeschehen angepasst wird.
Langläufer sind Artikel, die durch eine lange Lieferzeit oder eine lange Durchlaufzeit in der Fertigung gekennzeichnet sind und daher einer besonderen Vordisposition bedürfen, um Verzögerungen im Produktionsprozess zu vermeiden.
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