Bachelorarbeit, 2022
49 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Parodontaler Screening Index
2.2 Professionelles mechanisches Plaquemanagement
2.3 Anamnese und parodontale Befunderhebung
2.4 Aufklärungs- und Therapiegespräch
2.5 Mundhygieneunterweisung
2.6 Antiinfektiöse Therapie
2.7 Nachbehandlung
2.8 Befundevaluation
2.9 Chirurgische Therapie
2.10 Unterstützende Parodontitistherapie
2.11 Delegation zahnärztlicher Leistungen
3 Methodik
4 Ergebnisse
5 Diskussion
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht, ob der zum 01.07.2021 eingeführte neue einheitliche Bewertungsmaßstab der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung die S3-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie vollständig umsetzt und welche Auswirkungen sich daraus auf die Struktur und die Delegierbarkeit von Leistungen im Rahmen der systematischen Parodontaltherapie an Dentalhygienikerinnen ergeben.
2.2 Professionelles mechanisches Plaquemanagement
Die professionelle mechanische Plaquereduktion (PMPR) stellt laut der S3 Leitlinie der deutschen Gesellschaft für Parodontologie (2020) die erste Therapiestufe dar. Das Ziel ist es, die Adhärenz des Patienten bezüglich seiner Therapie zu fördern und somit die Qualität der Therapieergebnisse zu steigern. Sie umfasst die Umsetzung einer effizienten Patientenmotivation und Verhaltensänderung im Hinblick auf seine häusliche Mundhygiene und seinen lokalen und systemischen Risikofaktoren, die auf das Krankheitsbild signifikant einwirken (Kebschull et al., 2020). Für Golmes et al. (2014) stellt die erste Therapiestufe die notwendige Grundlage für die Langzeitstabilität der resultierenden Ergebnisse der Therapie dar. Die Effektivität der parodontalen Vorbehandlungssitzung konnte ebenfalls durch Needleman et al. (2015) und Trombelli et al. (2015) bestätigt werden.
Die Signifikanz der regelmäßigen professionellen mechanischen Plaquereduktion konnte von Axelsson und Lindhe in einer 30-jährigen Studie (2004) bewiesen werden. In ihrer Studie wurden 30 Jahre lang mehr als 550 Probanden unter den Parametern Plaque, Karies, Sondierungstiefen, Attachmentlevel und PSI untersucht. Durchgeführt wurde in individuell festgelegten Abständen alle 3-12 Monate die PMPR von einem Dentalhygieniker. Darunter fiel eine Mundhygieneinstruktion, das Anfärben der Zähne und anschließend die supragingivale Reinigung mit nachfolgender Fluoridapplikation. Innerhalb der 30-jährigen Studie gingen nur 21 Zähne aufgrund parodontaler Erkrankungen oder Karies verloren. Während sich bei den meisten parodontalen Messstellen kein Attachmentverlust aufzeigte, wurde in den Approximalräumen sogar ein Attachmentgewinn festgestellt (Axelsson & Lindhe, 2004).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Parodontitis als Volkskrankheit ein und stellt das Ziel sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit vor dem Hintergrund des neuen Bewertungsmaßstabs dar.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Grundlagen der Parodontitistherapie, die relevanten Klassifikationen und die Bedeutung des neuen Bewertungsmaßstabs für die praktische Versorgung und Delegation.
3 Methodik: Das Kapitel beschreibt die Vorgehensweise des Vergleichs zwischen den S3-Richtlinien und den BEMA-Positionen mittels einer Literaturtabelle.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse werden in einer übersichtlichen Tabelle dargestellt, welche die Evidenz der einzelnen Therapiestufen und deren Delegierbarkeit analysiert.
5 Diskussion: Dieses Kapitel bewertet kritisch, inwieweit der neue Bewertungsmaßstab den aktuellen wissenschaftlichen Stand widerspiegelt und diskutiert die finanzielle sowie strukturelle Versorgungssituation der Patienten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass zwar positive Neuerungen vorhanden sind, aber noch weiterer ausbaufähiger Bedarf hinsichtlich der aktuellen Evidenz und der Delegierbarkeit besteht.
Bewertungsmaßstab, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Parodontitistherapie, Delegation, S3-Leitlinie, Dentalhygiene, Mundhygieneunterweisung, unterstützende Parodontitistherapie, UPT, Parodontalscreening, BEMA, Parodontologie, Evidenz, Zahnmedizinische Fachangestellte, Prävention.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des neuen einheitlichen Bewertungsmaßstabs in der Zahnmedizin und dessen Auswirkungen auf die systematische Behandlung von Parodontitis unter Berücksichtigung der aktuellen S3-Leitlinien.
Die zentralen Themen umfassen die parodontale Vorbehandlung, die Durchführung der systematischen Parodontitistherapie, die Rolle der UPT (unterstützende Parodontitistherapie) und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Delegation zahnärztlicher Leistungen.
Ziel ist es zu überprüfen, ob der neue Bewertungsmaßstab der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung die wissenschaftlichen S3-Richtlinien der Fachgesellschaft vollumfänglich umsetzt und inwieweit diese Leistungen an Dentalhygienikerinnen delegiert werden können.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die eine systematische Literaturanalyse durchführt und die Ergebnisse in einer Literaturübersichtstabelle gegenüberstellt, um die Umsetzbarkeit der Behandlungsstrecke zu bewerten.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (wie PSI, PMPR, Anamnese) als auch die neuen spezifischen BEMA-Leistungen intensiv beleuchtet und mit dem aktuellen Delegationsrahmen in Bezug gesetzt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie BEMA, Parodontitistherapie, Delegation, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, S3-Leitlinie und Dentalhygiene charakterisiert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Dentalhygienikerin eine Schlüsselrolle in der parodontalen Prävention und Nachsorge spielt und aufgrund ihrer Qualifikation zur Durchführung vieler Leistungen der systematischen Therapie legitimiert ist.
Die Arbeit kritisiert, dass eine evidenzbasierte Umsetzung der Therapie für gesetzlich Versicherte oft nur bei privater Mitfinanzierung möglich ist, obwohl der neue Bewertungsmaßstab einen direkten Bezug zum aktuellen Wissenstand beansprucht.
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