Bachelorarbeit, 2022
79 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
2. Erläuterung der Themenwahl und ihrer Relevanz durch das Konsumverhalten und Überblick über die Lebensmittelindustrie
2.1. Konsumverhalten der Menschen in der Lebensmittelindustrie in den letzten Jahren
2.2. Orangen als besonders nachgefragte Marktposition
3. Analyse des deutschen Lebensmitteleinzelhandel und Identifizierung des Problems auf dem Orangenmarkt
3.1. Analyse der Herkunft von Orangen in Deutschland
3.1.1. Erhebung der Informationen bei bekannten Lebensmitteleinzelhändler
3.1.2. Erhobene Informationen über Preise, Lieferanten und Herkunftsländer
3.2. Identifizierung der Problemstellung durch Analyse der Risiken und Marktstruktur
3.2.1. Untersuchung der Beschaffungsstrategien Single Sourcing und Multiple Sourcing
3.2.2. Analyse des Versorgungsrisikos und Gewinneinflusses auf dem Orangenmarkt
3.2.3. Marktportfolio und Marktstruktur zur Einschätzung der Verhandlungsmöglichkeiten und der Preispolitik
4. Alternative Beschaffungswege für die Anlieferung von Orangen und Transportmethoden
4.1. Weltweite Saisonalität von Orangen, Sorten und Verpackungen
4.2. Anforderungen und Standards in Deutschland für den Im- und Export
4.3. Transportregeln für Orangen
4.4. Auswahl neuer Lieferanten
4.4.1. Suche potenzieller Lieferanten
4.4.2. Lieferantenanalyse der jeweiligen Lieferländer
5. Aufbau neuer Transportketten für den Import von Orangen nach Deutschland
5.1. Entwicklung und Aufbau alternativer Lieferketten
5.1.1. Aufbau einer Supply Chain zur Lieferung von Orangen aus Ägypten nach Deutschland und Berechnung der Kosten
5.1.2. Aufbau einer Supply Chain zur Lieferung von Orangen aus der Türkei nach Deutschland
5.2. Kalkulation der vorliegenden Supply Chain für die Lieferung von Orangen nach Deutschland
5.3. Ökonomischer Vergleich mittels einer Kostenkalkulation
5.4. Vor und Nachteile der entwickelten Lieferketten
6. Kritische Würdigung und Ausblick
7. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die bestehende Lieferkettenstruktur für Orangen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel zu analysieren, Schwachstellen zu identifizieren und durch die Entwicklung alternativer Beschaffungswege zu optimieren, um eine effiziente Versorgung sicherzustellen.
3.2.1. Untersuchung der Beschaffungsstrategien Single Sourcing und Multiple Sourcing
Im Hinblick auf klassische Sourcing-Strategien ist bekannt, dass Single Sourcing eine bewusste Beschaffung von nur einem Lieferanten darstellt, welche sowohl Vorteile als auch Nachteile haben kann. Multiple Sourcing hingegen basiert auf der freiwilligen Entscheidung zur Beschaffung von mehreren Lieferanten.
Die Strategie der Beschaffung mit Single Sourcing hat je nach Situation und Bedarf sowohl Vor- als auch Nachteile:
+ Transparenter und einfacher Informationsaustausch
+ Sicherstellung einer hohen und gleichbleibenden Qualität
+ Transportkosten und Mengenrabatte durch enge Beziehung
- Hohe Abhängigkeit vom Lieferanten
- Keine Wettbewerbsvorteile wie z. B. Preisvergleiche
- Risiken wie z. B. Nicht-Lieferungen durch Produktionsausfall
Bei Anwendung des Multiple Sourcing wird darauf geachtet, dass die Waren von möglichst vielen Lieferanten bezogen werden. Es handelt sich um das gegenteilige Verfahren zum Single Sourcing.
Multiple Sourcing sichert zusätzlich eine ausgeprägte Beschaffungsflexibilität. Diese kann bedeutsam sein, wenn größere Schwankungen der Bedarfe vorliegen. In diesem Fall ist die Abhängigkeit von den Lieferanten mit Multiple Sourcing eher begrenzt. Ferner generieren Kunden bei einer Mehrquellenbeschaffung bewusst Konkurrenzsituationen unter den Lieferanten. Nachteilig wirkt sich bei Multiple Sourcing der extreme Informationsbedarf aus, wodurch hohe Transaktions- und Prozesskosten und anderer administrativer Aufwand anfallen können.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Lebensmittelversorgung in Zeiten globaler Krisen und definiert das Ziel, die Lieferkette für Orangen in Deutschland zu optimieren.
2. Erläuterung der Themenwahl und ihrer Relevanz durch das Konsumverhalten und Überblick über die Lebensmittelindustrie: Dieses Kapitel verknüpft allgemeine Konsumtrends in der Lebensmittelbranche mit der spezifischen, hohen Marktnachfrage nach Orangen.
3. Analyse des deutschen Lebensmitteleinzelhandel und Identifizierung des Problems auf dem Orangenmarkt: Hier erfolgt eine Ist-Analyse der Beschaffungsstruktur und eine Bewertung von Versorgungsrisiken, die verdeutlicht, dass Deutschland stark abhängige Sourcing-Modelle nutzt.
4. Alternative Beschaffungswege für die Anlieferung von Orangen und Transportmethoden: Dieses Kapitel prüft theoretische Grundlagen wie Saisonalität und Transportstandards und leitet daraus konkrete Anforderungen an potenzielle neue Lieferländer ab.
5. Aufbau neuer Transportketten für den Import von Orangen nach Deutschland: Das Kernstück der Arbeit bildet die Entwicklung und detaillierte Kostenkalkulation für neue Lieferketten aus Ägypten und der Türkei, inklusive eines ökonomischen Vergleichs.
6. Kritische Würdigung und Ausblick: Eine Reflexion über die angewandten Methoden und ein Ausblick auf die Notwendigkeit flexibler Sourcing-Strategien in einem dynamischen Marktumfeld.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass durch alternative Lieferketten eine signifikante Kostenersparnis gegenüber dem aktuellen Status quo erzielt werden kann.
Orangen, Lieferkette, Supply Chain Management, Lebensmitteleinzelhandel, Beschaffungsstrategie, Single Sourcing, Multiple Sourcing, Import, Transportkosten, Saisonalität, Marktstruktur, Versorgungsrisiko, Kostenkalkulation, Ägypten, Türkei.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Lieferkettenstruktur für Orangen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und entwickelt alternative, kosteneffizientere Beschaffungswege.
Die Schwerpunkte liegen auf logistischen Strukturen, ökonomischen Kostenkalkulationen, Beschaffungsstrategien wie Single- und Multiple Sourcing sowie den phytosanitären Im- und Export-Vorgaben.
Ziel ist es, zu untersuchen, wie die aktuelle Supply-Chain-Struktur für Orangen aufgebaut ist und wie diese durch die Entwicklung alternativer Lieferketten im Hinblick auf Kosten und Versorgungssicherheit optimiert werden kann.
Es wurden Primär- und Sekundäranalysen durchgeführt: Dazu gehören Experteninterviews, eine Bestandsaufnahme bei deutschen Einzelhändlern, Internetrecherchen sowie rechnerische Kostenanalysen (Selbstkostenrechnung).
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Marktanalyse, die Identifizierung logistischer Risiken, die Evaluierung neuer Lieferantenpotenziale und die betriebswirtschaftliche Kalkulation von Importwegen aus Ägypten und der Türkei.
Zentrale Begriffe sind Supply Chain Optimierung, Marktmacht, Beschaffungsmärkte, InCOterms und ökonomische Effizienzsteigerung durch Diversifizierung der Lieferanten.
Der Autor zeigt auf, dass eine zu starke Abhängigkeit von wenigen Lieferanten (Single Sourcing) das Versorgungsrisiko erhöht. Multiple Sourcing dient hier als Werkzeug, um Flexibilität und Preiskonkurrenzdruck zu erhöhen.
Beide alternativen Liefermärkte ermöglichen im Vergleich zur bisherigen Beschaffung aus Spanien erhebliche Kosteneinsparungen, wobei der Import aus Ägypten das höchste ökonomische Einsparpotenzial aufweist.
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