Bachelorarbeit, 2022
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation und Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise
2 Nachhaltigkeit und Risiko einer Investition
2.1 Definition und Messmethoden von Nachhaltigkeit
2.2 Arten von Risiken und Risikokennzahlen
2.3 Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Unternehmensrisiken
3 Empirische Analyse
3.1 Auswahlkriterien und Datenerhebung
3.2 Methodisches Vorgehen und Risikoanalyse
3.3 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse der Risikoanalyse
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht auf empirischer Basis, ob nachhaltige Investmentfonds im Vergleich zu konventionellen Fonds ein geringeres Risiko aufweisen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Performance und das Risikoprofil von Indizes in den Regionen Europa, USA und Schwellenländer unter Berücksichtigung verschiedener Marktphasen.
1.1 Motivation und Forschungsfrage
In den vergangenen Jahren konnte beobachtet werden, dass nachhaltiges Investieren immer mehr Aufmerksamkeit erhält und immer mehr Gelder in nachhaltige Vermögenswerte fließen. Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei Investoren somit zunehmend eine immer bedeutendere Rolle. Bei einem nachhaltigen Investmentansatz werden Investitionen im Wesentlichen im Hinblick auf drei Faktoren ausgewählt. Diese Faktoren sind Umwelt- und Sozialbelange sowie die Corporate Governance eines Unternehmens, welche auch kurz als ESG bezeichnet werden.
Nach Markowitz hängt der Nutzen von Investoren klassischerweise positiv von ihrer erwarteten Rendite und negativ von den Schwankungen ihres Portfolios, welche auch als Risiko bezeichnet werden, ab. Um das Risiko zu minimieren, sollte das Portfolio eines nutzenmaximierenden Investors die Aktien vieler verschiedener Unternehmen aus möglichst vielen unterschiedlichen Branchen enthalten. In der Praxis kann die Abbildung eines solchen marktbreiten Portfolios z. B. durch eine Investition in Exchange Traded Funds (ETFs) umgesetzt werden.
Nachhaltigkeitsfonds schließen aufgrund der Berücksichtigung der oben genannten ESG-Faktoren bestimmte Unternehmen und Branchen aus ihrem Portfolio aus. Aus diesem Grund kann ein nachhaltiges Portfolio stark von einem marktbreiten Portfolio, welches nach Markowitz möglichst viele Aktien unterschiedlicher Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen enthalten sollte, abweichen. Somit ist fraglich, inwiefern die Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsaspekts, und somit eine Abweichung vom Marktportfolio, eine Auswirkung auf die erwartete Rendite und das Risiko eines Portfolios hat und inwiefern das Zusammenspiel der drei Aspekte Rendite, Risiko und Nachhaltigkeit den Nutzen von nachhaltigen Investoren beeinflussen. Da sich diese Arbeit auf den Risikoaspekt konzentriert, lautet die Forschungsfrage, ob Nachhaltigkeitsfonds ein geringeres Risiko als konventionelle Fonds aufweisen.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz nachhaltigen Investierens und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich des Risikoaspekts von Nachhaltigkeitsfonds.
2 Nachhaltigkeit und Risiko einer Investition: Theoretische Grundlagen zu Nachhaltigkeitsdefinitionen, ESG-Faktoren, Risikokennzahlen sowie Erläuterung der Theorien zum Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Unternehmensrisiken.
3 Empirische Analyse: Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Auswahlkriterien für Indizes und detaillierte Auswertung der Ergebnisse der Risikoanalyse.
4 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung globaler Unterschiede und Krisenzeiten.
Nachhaltigkeit, ESG, Investmentfonds, Risiko, Diversifikation, Rendite, Portfoliotheorie, Stakeholder-Theorie, Risikomanagement-Theorie, Marktrisiko, Standardabweichung, Maximum Drawdown, Value at Risk, Finanzmärkte, empirische Analyse
Die Arbeit untersucht, ob nachhaltige Investitionen (ESG-Fonds) ein niedrigeres Anlagerisiko aufweisen als konventionelle Anlageprodukte.
Die Themen umfassen die Portfoliotheorie, die Definition von Nachhaltigkeit (ESG), Risikokennzahlen sowie die theoretische Begründung für den Zusammenhang zwischen Unternehmensverantwortung und Risiko.
Die Arbeit stellt die Forschungsfrage, ob Nachhaltigkeitsfonds ein geringeres Risiko als konventionelle Fonds aufweisen.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, bei der verschiedene marktbasierte Indizes als Proxys für Fonds dienen. Es werden statistische Kennzahlen wie Standardabweichung, Maximum Drawdown und Value at Risk berechnet und mittels statistischer Tests (z.B. Zwei-Stichproben-F-Test) verglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Thema Nachhaltigkeit und Risiko sowie eine empirische Untersuchung, die Daten verschiedener Regionen (Europa, USA, Emerging Markets) über unterschiedliche Zeiträume analysiert.
Wichtige Begriffe sind ESG, Diversifikation, Marktrisiko, Value at Risk und die CSP (Corporate Social Performance).
Die Analyse legt nahe, dass dies durch unterschiedliche Sektorprämien, eine allgemein höhere Korruption und eine strengere Ausschlusslogik bei ESG-Indizes in diesen Märkten begründet sein könnte.
Die Krise dient als Stresstest. Es wird gezeigt, dass das Risiko von ESG-Indizes im Vergleich zu konventionellen Indizes stark von der jeweiligen Marktphase (Krise vs. Normalzeit) abhängig ist.
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