Diplomarbeit, 2007
159 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Erkenntnisinteresse und Vorgehensweise
2.1 Forschungsleitende Fragestellung
2.2. Definitionen
2.3 Stand der Forschung
2.4 Theorien
2.5 Thesen
2.6 Methodik
3. Der ökonomische Wert des Wassers
3.1 Einführung
3.2 Betrachtung des gesamtgesellschaftlichen Wertes einer Wasserversorgung
3.3 Betrachtung des individuellen Wertes einer Wasserversorgung
3.4 Analogien zwischen Hausbau- und Wasserversorgungsprojekten
3.4.1. Grameen Bank – Bangladesch
3.4.2 Patrimonio Hoy und Cemex – Mexiko
3.4.3 SEWA Bank – Indien
3.4.4 Payatas Scavengers Association Inc. – Philippinen
3.4.5 Center for Agriculture and Rural Development – Philippinen
3.4.6 Homeless People’s Federation, People’s Dialogue und uTshani Fund – Südafrika
3.4.7 Zusammenfassung
3.5. Marktversagen
3.5.1 Struktur von Kosten und Nutzen einer Wasserversorgung und Marktversagen
3.5.2 Fehlende Informationen
3.5.3 Trittbrettfahrer
3.6 Schlussfolgerungen
4. Konzeptionelle Überlegungen zur Finanzierung und deren Akteure
4.1 Mikrofinanzierung
4.2 Erste Näherung
4.3 Investoren
4.3.1 Unternehmer in eigener Sache
4.3.2 Grundlagen
4.3.3 Einzelinvestoren
4.3.4 Gruppeninvestoren
4.3.5 Betriebsmodell Genossenschaft
4.3.6 Betriebsmodell Unternehmen
4.3.7 Beteiligungen von Hilfsorganisationen
4.3.8 Beteiligungen an Privatisierungsprojekten
4.4 Kunden und Verbraucher
4.5 Mikrofinanzierungsinstitutionen
4.5.1 Mikroinvestments als Weiterführung der Mikrofinanzierung
4.5.2 Ziele und Aufgaben der Mikrofinanzierungsinstitutionen
4.5.3 Konzeption von Mikroinvestments
4.5.4 Mikroinvestmentvergabe
4.5.5 Mieten
4.6 Staatliche Akteure und NGOs
4.7 Die Anlagenhersteller
4.7.1 Aufgaben und Ziele
4.7.2 Eigenschaften der Wasserversorgungsanlagen
4.7.3 Kooperationen
4.8 Zusammenfassung
5. Subvention
5.1 Direkte Subventionen
5.2 Indirekte Subventionen
5.2.1 Vergünstigte Kredite
5.2.2 Schulungen
5.2.3 Versicherungen
5.2.3.1 Motivation
5.2.3.2 Kunden
5.2.3.3 Risiken und Versicherung der Investoren
5.2.3.4 Risiken und Versicherung der Mikrofinanzierungsinstitutionen
5.2.3.5 Anlagenhersteller
5.2.3.6 Kumulierte Absicherungen
5.2.3.7 Mikrofinanzierungsinstitutionen als Versicherer
5.2.3.8 Bewertung
6. Stärken und Schwächen der Mikrofinanzierung von Wasserversorgungsanlagen
6.1 Risiken, Probleme und Schwächen
6.1.1 Handelsbeschränkungen
6.1.2 Wasserrechte
6.1.3 Wasserversorgung als hoheitliche Aufgabe
6.1.4 Wasser als freies Gut
6.1.5 Höchstpreise
6.1.6 Engagement der Anlagenhersteller
6.1.7 Mikrofinanzierungsinstitutionen als Voraussetzung
6.1.8 Verschuldung
6.1.9 Schaffung eines Monopols
6.1.10 Die Ärmsten der Armen
6.2 Chancen und Stärken
6.2.1 Verbesserung der Situation und Multiplikatoreffekt
6.2.2 Beteiligungs- und Übergangsproblematik
6.2.3 Kapitalaufwand und Mittelabfluss
6.2.4 Übertragbarkeit und globale Einsatzmöglichkeiten
6.3 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der Mikrofinanzierung auf die Wasserversorgung in unterentwickelten Regionen übertragen werden kann. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob und wie Wasserversorgungsanlagen durch lokale Gemeinschaften mikrofinanziert werden können, um den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern und ökonomische Entwicklung zu fördern.
1. Einleitung
1,1 Mrd. Menschen verfügen laut United Nations Development Programme über keinen adäquaten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ein Großteil dieser Menschen lebt in Schwellen- und Entwicklungsländern. Gleichzeitig ist Trinkwasser in den meisten westlichen Staaten in ausreichender Menge vorhanden. Ein Zusammenhang mit der weltweiten Einkommensverteilung liegt deshalb nahe. Und in der Tat korreliert Wasserarmut stark mit ökonomischer Armut:1
“The crisis in water and sanitation is – above all – a crisis for the poor. Almost two in three people lacking access to clean water survive on less than $2 a day, with one in three living on less than $1 a day. More than 660 million people without sanitation live on less than $2 a day, and more than 385 million on less than $1 a day.” 2
Bei der Suche nach Lösungen für das Problem der Wasserarmut muss dieser Umstand Berücksichtigung finden. Wasserarmut ist aber nur eines von vielen Problemen, wie etwa Krankheiten und Mangelernährung, die mit Armut einhergehen. Betrachtet man Ansatzpunkte aus diesem Bereich, können auch Lösungen für die Wasserarmut erarbeitet werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Wasserarmut und ihre Korrelation mit ökonomischer Armut sowie den Ansatz, Produkte speziell an die Bedürfnisse armer Menschen anzupassen.
2. Erkenntnisinteresse und Vorgehensweise: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, Theorien und die Methodik zur Untersuchung der Mikrofinanzierbarkeit von Wasserversorgungsanlagen.
3. Der ökonomische Wert des Wassers: Das Kapitel analysiert den ökonomischen Nutzen einer Wasserversorgung, zieht Analogien zu Hausbaukrediten und behandelt die theoretischen Ursachen von Marktversagen.
4. Konzeptionelle Überlegungen zur Finanzierung und deren Akteure: Hier werden die Akteurtypen (Investoren, Mikrobanken, etc.) sowie konkrete Betriebsmodelle und Mikroinvestment-Konzepte detailliert diskutiert.
5. Subvention: Dieser Abschnitt analysiert verschiedene Subventionsformen und deren Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit sowie die Rolle von Versicherungen als Absicherungsinstrumente.
6. Stärken und Schwächen der Mikrofinanzierung von Wasserversorgungsanlagen: Das Schlusskapitel diskutiert die Risiken und Potenziale der Mikrofinanzierung und zieht ein abschließendes Fazit zur praktischen Umsetzbarkeit.
Mikrofinanzierung, Wasserversorgung, unterentwickelte Regionen, Mikroinvestments, Armutsbekämpfung, Marktversagen, Nachhaltigkeit, Finanzierung, Infrastruktur, soziale Sanktionsmechanismen, BOP-Markt, Entwicklungshilfe, Wasserrechte, Mikrobanken, Investoren.
Die Diplomarbeit untersucht theoretisch und konzeptionell, wie mikrofinanzielle Instrumente genutzt werden können, um Wasserversorgungsanlagen in unterentwickelten Regionen zu finanzieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Nutzenbewertung von Wasser, Analogieschlüssen zu bestehenden Hausbau-Finanzierungsprojekten, der Analyse von Marktversagen und der Erarbeitung von Betriebsmodellen für Wasserprojekte.
Ziel ist es, einen konzeptionellen Rahmen zu schaffen, der aufzeigt, dass einkommensschwache Menschen durch Mikroinvestments aktiv an der Realisierung ihrer eigenen Wasserinfrastruktur beteiligt werden können.
Der Autor verwendet eine Literaturanalyse, nutzt ökonomische Theorien (z. B. den rationalen Nutzenmaximierer) und führt einen Analogieschluss zu weltweit durchgeführten Hausbauprojekten durch.
Im Hauptteil werden die Akteure, wie Mikrobanken, Investoren und Anlagenhersteller, detailliert betrachtet und Konzepte wie "Unternehmer in eigener Sache" zur Überwindung von Marktversagen diskutiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mikrofinanzierung, Wasserarmut, Nachhaltigkeit, Mikroinvestments und Bottom-of-Pyramid (BOP) definieren.
Versicherungen dienen als Absicherungsinstrument gegen unvorhersehbare Risiken wie Naturkatastrophen, um die Nachhaltigkeit und Teilnahmebereitschaft der Beteiligten zu erhöhen.
Es soll das traditionelle Paradigma der "Hilfe zur Selbsthilfe" erweitern und die Betroffenen von passiven Empfängern zu aktiven Investoren und Gestaltern ihrer lokalen Wasserversorgung machen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

