Bachelorarbeit, 2018
114 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Stand der Forschung
3. Institutioneller und organisationaler Kontext
3.1 Vom Hospital zum „Gesundheitsunternehmen“
3.2 Aktuelle Entwicklungen und der Pflegefachkräftemangel
4. Ein theoretischer Blick auf die Ökonomisierung des Krankenhauses
5. Personalakquisition
5.1 Aktive Personalbeschaffung: E-Recruitment
5.2 Kategorien zur Analyse von Stellenanzeigen
6. Daten und Methode
7. Analyse mit der CUBE-Formel: Ergebnisse
7.1 Content-Ergebnisse
7.2 Usability
7.3 Branding
7.4 Emotion
7.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und inwiefern sich ein Einfluss der Ökonomisierung auf die Art der Personalakquisition im Krankenhaus feststellen lässt, indem sie Karriereseiten und Stellenanzeigen von 40 Krankenhäusern analysiert.
4. Ein theoretischer Blick auf die Ökonomisierung des Krankenhauses
Dieses Kapitel widmet sich den differenzierungstheoretischen Annahmen, die der Ökonomisierung des Krankenhauses in Bezug zur Untersuchung zugrunde gelegt werden können. Hierzu werden die aktuellen Überlegungen von Uwe Schimank herangezogen, welche dieser auf den Differenzierungstheorien der bekannten Soziologen Pierre Bourdieu und Niklas Luhmann aufbaut. Wirtschaftliche Entwicklungen ermöglichten einst die begriffliche Abkopplung vom Staat als sozialer Ordnung und prägen die moderne (Organisations-)Gesellschaft (vgl. Mikl-Horke 2017, S. 33).
Von aktuellen Entwicklungen als einer Ökonomisierung eines Teilbereiches der Gesellschaft, wie dem Gesundheitswesen, sprechen Uwe Schimank und Ute Volkmann als „eine[m] Vorgang, durch den Orientierungen und Praktiken, die man gemeinhin mit einer modernen kapitalistischen Wirtschaft verbindet, gesellschaftlich wirkmächtiger werden“ (vgl. Schimank und Volkmann 2017, S. 593). Aus differenzierungstheoretischer Perspektive besteht die moderne Gesellschaft aus Teilsystemen, wie zum Beispiel dem Wirtschafts- oder dem Gesundheitssystem, die auf ihre autonome Leistungsproduktion spezialisiert sind.
1. Einleitung: Beschreibt die umstrittene Arbeitssituation des Pflegepersonals, den Fachkräftemangel und die zunehmende Relevanz von ökonomischen Steuerungskonzepten in Kliniken.
2. Stand der Forschung: Betet das Thema in den wissenschaftlichen Diskurs ein, insbesondere mit Fokus auf die betriebswirtschaftliche Durchdringung des Krankenhaussektors.
3. Institutioneller und organisationaler Kontext: Beleuchtet die geschichtliche Entwicklung vom christlich geprägten Hospital zum modernen Gesundheitsunternehmen und diskutiert den Pflegefachkräftemangel.
4. Ein theoretischer Blick auf die Ökonomisierung des Krankenhauses: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Ökonomisierung anhand differenzierungstheoretischer Ansätze und der siebenstufigen Skala nach Schimank und Volkmann.
5. Personalakquisition: Definiert die Grundlagen von Personalwirtschaft und -marketing sowie das Konzept des E-Recruitments mittels der CUBE-Formel.
6. Daten und Methode: Legt das Vorgehen der qualitativen Analyse bei 40 Krankenhäusern mithilfe der CUBE-Formel dar.
7. Analyse mit der CUBE-Formel: Ergebnisse: Präsentiert die detaillierten quantitativen Ergebnisse der Untersuchung in den Kategorien Content, Usability, Branding und Emotion.
8. Fazit und Ausblick: Bewertet die Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage und zieht Resümee über den Trend zur Markenbildung im Krankenhaussektor.
Ökonomisierung, Personalakquisition, Krankenhaus, E-Recruitment, Pflegefachkräftemangel, Arbeitgebermarke, Employer Branding, CUBE-Formel, Personalmarketing, Differenzierungstheorie, Gesundheitswesen, Klinikmanagement, digitale Personalbeschaffung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Ökonomisierungsprozesse im Gesundheitswesen auf die Art und Weise, wie Krankenhäuser online neues Personal, insbesondere Pflegefachkräfte, akquirieren.
Zentrale Schwerpunkte bilden die strukturelle Ökonomisierung von Krankenhäusern, moderne Konzepte der Personalbeschaffung (E-Recruitment) und die Bedeutung von Employer Branding.
Die Forschungsfrage ist, ob und in welcher Form sich ein Einfluss der Ökonomisierung an der Art der Personalakquisition auf den krankenhauseigenen Websites nachweisen lässt.
Es wird eine qualitative Analyse von 40 ausgewählten Karriereseiten und Stellenanzeigen anhand der CUBE-Formel durchgeführt, um eine objektive Vergleichbarkeit zu erreichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Ökonomisierung sowie einen empirischen Teil, in dem 40 Kliniken anhand der KriterienContent, Usability, Branding und Emotion systematisch bewertet werden.
Wichtige Begriffe sind Fachkräftemangel, Ökonomisierung, E-Recruitment und Employer Branding.
Das Universitätsklinikum Heidelberg dient als Fallbeispiel für eine professionelle Imagekampagne (Slogan: „Du wirst wachsen“), die zeigt, wie Managementkonzepte im Krankenhaus aktiv zur Personalgewinnung genutzt werden.
Die Autorin stellt fest, dass zwar ein Trend zur Markenbildung erkennbar ist, jedoch von einer „feindlichen Übernahme“ durch ökonomische Kalküle nicht gesprochen werden kann, da das Ausmaß der Ökonomisierung – gemessen an den sieben Stufen nach Schimank – stark variiert.
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