Bachelorarbeit, 2022
87 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Digitalisierung als Werkzeug für den Megatrend Konnektivität
2.1 Konnektivität
2.2 Digitalisierung
2.3 Zwischenfazit
3 Jugend und Konnektivität
3.1 Konnektivitätsverhalten
3.1.1 Entwicklungen & Beobachtungen
3.1.2 Kommunikation
3.1.3 Vorbilder und Idole
3.1.4 Gefahren im Netz
3.2 Jugendverbände und Konnektivität
3.2.1 Jugendverbände in Deutschland
3.2.2 Gesellschaftliche Funktion der Jugendverbände
3.2.3 Einflüsse durch Digitalisierung
3.3 Zwischenfazit
4 Forschungsdesign
4.1 Stand der Forschung
4.2 Beschreibung der Stichprobe
4.3 Forschungs- und Erhebungsmethode
4.4 Auswertungsmethode
5 Darstellung der Ergebnisse
5.1 Kategorie 1: Herausforderung Interpretation des Digitalisierungsbegriffs
5.2 Kategorie 2: Herausforderung Struktur
5.3 Kategorie 3: Herausforderung fehlende Ressourcen
5.4 Kategorie 4: Herausforderung erschwerter Kompetenzerwerb
5.5 Kategorie 5: Herausforderung unaufhaltsame Digitalisierung
5.6 Kategorie 6: Chancen durch Online-Sitzungen
5.7 Kategorie 7: Herausforderungen durch Online-Sitzungen
5.8 Kategorie 8: Persönliche Gefühle und Wahrnehmungen
5.9 Kategorie 9: Digitalisierungstreiber Pandemie
5.10 Kategorie 10: Chance auf Partizipation
5.11 Kategorie 11: Chance auf Effizienz
5.12 Kategorie 12: Chance auf bessere Vernetzung
5.13 Kategorie 13: Digitalisierungsprojekte
5.14 Kategorie 14: Strategie zur Umsetzung
5.15 Kategorie 15: Strategie zum Kompetenzerwerb
5.16 Kategorie 16: Herausforderung Datenschutz
5.17 Kategorie 17: Herausforderung Ausstattung
5.18 Kategorie 18: Herausforderung Expertise
5.19 Kategorie 19: Herausforderung Rahmenbedingungen
5.20 Kategorie 20: Hilfreich für Digitalisierungsprozesse
5.21 Kategorie 21: Bedarf
5.22 Kategorie 22: Chance positive Erlebnisse
5.23 Quantitative Auswertung
6 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
6.1 Herausforderungen für Jugendverbände
6.2 Handlungsstrategien der Jugendverbände
6.3 Praktische Implikationen
6.3.1 Empfehlungen für Jugendverbände
6.3.2 Empfehlungen für Akteur:innen außerhalb der Jugendverbände
6.4 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht im Rahmen einer empirischen Studie die Herausforderungen, die sich für Jugendverbände in Deutschland durch die zunehmende Digitalisierung und die Verlagerung der Lebenswelten von Jugendlichen in den virtuellen Raum ergeben, und entwickelt daraus Strategien für die Praxis der Jugendverbandsarbeit.
3.1.4 Gefahren im Netz
Die Sorge etwas verpassen zu können ist bei Jugendlichen stark ausgeprägt. So geben 40% der durch die Shell Jugendstudie Befragten an, dass dies hauptsächlich der Grund dafür ist, sich auf Social-Media-Plattformen anzumelden (vgl. Wolfert/Leven, 2019, S. 238), bis dahingehend, dass Jugendliche einen „sozialen Druck“ (Wolfert/Leven, 2019, S. 228) oder Kommunikationsdruck (vgl. Katzer, 2019, S. 53) empfinden, sich Apps wie WhatsApp installieren zu müssen, um dabei und vernetzt zu sein. Außer Acht gelassen werden oftmals Datenschutzaspekte, die vor allem bei der App WhatsApp nicht unumstritten sind. Diese sammelt aus den teils unverschlüsselten Konversationen ihrer Nutzer:innen Profildaten und es bleibt ungeklärt, was mit diesen Daten in letzter Konsequenz geschieht oder auf welchen Servern diese gespeichert werden (vgl. Kalinowsky, 2022). Der Drang nach Konnektivität steht dabei bei Jugendlichen in Konkurrenz zum Gefühl der Machtlosigkeit bezüglich des Herausgebens persönlicher Daten (vgl. Kutscher, 2019, S. 29).
Das Hauptzugangsinstrument jugendlicher Nutzer:innen, das Smartphone, ist für sie von besonderer Bedeutung. In Interviews zur Erhebung der Shell Jugendstudie gaben Jugendliche beispielsweise an, „dass ihnen plötzlich ihr halbes Leben fehlen würde, wenn sie ihr Smartphone verlieren würden“ (Wolfert/Leven, 2019, S. 238). Hieraus entstanden ist eine neue Form der Angststörung: Nomophobie (No-Mobile-Phone-Phobia) (vgl. Katzer, 2019, S. 53). Die Symptome ähneln denen von Süchten und Ängsten (vgl. Privatklinik Merbeck, 2022). Ein Leben ganz ohne Internet ist für die Mehrheit der Jugendlichen nicht mehr vorstellbar (vgl. BMFSFJ, 2020a, S. 299). Internet macht sie sogar glücklich (vgl. DIVSI, 2018, S. 12) und ein Wegfall des Zugangs ist für sie gleichbedeutend mit dem Verlust von Teilhabemöglichkeiten (vgl. DIVSI, 2018, S. 22). Dies kann ein Indiz dafür sein, wie sehr dieser Raum des Austauschs und der Vernetzung für junge Menschen ein selbstverständlicher und bedeutender Teil des Alltags geworden ist.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Digitalisierung als Megatrend ein und erläutert deren Relevanz für die Soziale Arbeit und insbesondere die Jugendverbandsarbeit durch die zunehmende Konnektivität.
2 Digitalisierung als Werkzeug für den Megatrend Konnektivität: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Begriffe Konnektivität und Digitalisierung erläutert und ihre wechselseitige Verknüpfung sowie die Bedeutung für die moderne Lebenswelt dargestellt.
3 Jugend und Konnektivität: Dieses Kapitel beleuchtet das Medienverhalten und die Mediennutzung Jugendlicher, deren Alltag zunehmend im digitalen Raum stattfindet, sowie die damit verbundenen Herausforderungen und die spezielle Rolle der Jugendverbände.
4 Forschungsdesign: Hier wird das methodische Vorgehen der Arbeit beschrieben, inklusive des Stands der Forschung, der Auswahl der ehren- und hauptamtlichen Interviewpartner:innen aus verschiedenen Jugendverbänden sowie der Durchführung der qualitativen Leitfadeninterviews.
5 Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die induktiv aus den Experteninterviews gewonnenen Kategorien, die die Herausforderungen, Chancen und Strategien der Jugendverbandsarbeit im Kontext der Digitalisierung systematisch zusammenfassen.
6 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse werden diskutiert, wobei insbesondere der Mangel an digitaler Expertise in Jugendverbänden und der durch die Pandemie forcierte Digitalisierungsschub kritisch beleuchtet und strategische Empfehlungen abgeleitet werden.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, betont die Notwendigkeit digitaler Kompetenz und Strategien in Jugendverbänden und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Jugendverbände, Digitalisierung, Konnektivität, Soziale Arbeit, Medienkompetenz, Jugendliche, Pandemie, Online-Sitzungen, Partizipation, Identitätsbildung, Experteninterviews, Qualitativer Forschungsprozess, Handlungsstrategien
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der voranschreitenden Digitalisierung auf die ehren- und hauptamtliche Praxis in Jugendverbänden und die damit verbundenen Herausforderungen für die Akteure.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Phänomen der Konnektivität, der Veränderung des Mediennutzungsverhaltens Jugendlicher, der Rolle von Vorbildern im Netz sowie den strukturellen Bedingungen innerhalb von Jugendverbänden unter Digitalisierungsdruck.
Ziel ist es zu ergründen, welche spezifischen Herausforderungen sich für Jugendverbände durch die digitale Verlagerung der Lebenswelt Jugendlicher ergeben und mit welchen Strategien die Akteure diesen begegnen können.
Die Verfasserin nutzt eine qualitative Forschungsform. Konkret wurden Expert:innen-Interviews mit drei Akteur:innen aus verschiedenen Jugendverbänden geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung des Megatrends Konnektivität und der jugendlichen Medienwelt sowie eine umfangreiche Auswertung der geführten Experteninterviews anhand von 22 gebildeten Kategorien.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Jugendverbandsarbeit, Digitalisierung, Konnektivität, Medienkompetenz und Partizipation gekennzeichnet.
Die Pandemie fungierte als „Digitalisierungsschub“ oder „zündender Moment“, der die Verbände dazu zwang, kurzfristig digitale Formate zu etablieren, um die in der Krise sonst wegbrechende Kommunikation aufrechtzuerhalten.
Die Ergebnisse zeigen ein eher unstrukturiertes Vorgehen, das oft auf individueller Eigeninitiative und Pragmatismus basiert statt auf langfristig angelegten, verbandlichen Digitalisierungsstrategien.
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