Bachelorarbeit, 2020
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kritische Soziale Arbeit: Eine Profession in Zeiten des Paradigmenwechsels
2.1 Definition einer Profession
2.2 Definition kritischer Sozialer Arbeit
2.3 Die politische Stellung Sozialer Arbeit in Zeiten des Neoliberalismus
2.4 Die Rolle der Gesellschaftsordnung des 21. Jahrhunderts für die Prävalenz psychischer Erkrankungen
3. Sozialkritische Theorien innerhalb der Wissenschaft Soziale Arbeit
3.1 Silvia Staub-Bernasconi: Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession
3.2 Mechthild Seithe: Die Ökonomisierung Sozialer Arbeit
4. Erich Fromm – Humanist des 20. Jahrhunderts
4.1 Kurzbiografie
4.2 Der „Gesellschafts-Charakter“ bei Fromm
4.3 Der Begriff der „Entfremdung“
4.4 Katharsis durch Neuformung der Gesellschaftsordnung
5. Aktualität Fromms für die gegenwärtige Soziale Arbeit
5.1 Makroebene: Neugestaltung der politischen Bühne
5.2 Mesoebene: Institutionsbasierte Umstrukturierung
5.3 Mikroebene: Der Entfremdung begegnen – praktische Ansätze in der Klientenarbeit
6. Schlussbemerkung
Diese Arbeit analysiert die Aktualität der soziopolitischen Kritik Erich Fromms für die gegenwärtige Soziale Arbeit. Es wird untersucht, inwieweit die Profession durch eine Umgestaltung auf der Makro-, Meso- und Mikroebene der zunehmenden Entfremdung und den damit verbundenen psychischen Erkrankungen in der modernen Leistungsgesellschaft entgegenwirken kann.
4.2 Der „Gesellschafts-Charakter“ bei Fromm
Erich Fromm als Vertreter des Humanismus, war geleitet von der Idee der Friedensstiftung auf der Weltbühne. Hierzu veröffentlichte er mehrere Werke und analysierte dabei stets die Gestaltung der einzig wahren Gesellschaftsordnung. Fromm, der als Vertreter des normativen Humanismus galt, definierte eine funktionierende Gesellschaftsordnung wie folgt:
„Man könnte die gute Gesellschaft definieren als jene Gesellschaft, der es am besten gelingt, den Bedürfnissen der Menschheit, den Bedürfnissen des Menschen gerecht zu werden.“ (Fromm o.J., zitiert nach Funk o.J.)
Ist eine Gesellschaft, die von Kapitalismus und anhaltendem Konsum geprägt ist, eine bedürfnisbefriedigende Gesellschaft, die dem Menschen universellen Frieden bringen kann? Adaptiert man die bereits in Kapitel 2.4 aufgeführten Zahlen der gegenwärtigen Prävalenz psychischer Erkrankungen in unserer westlichen modernen Welt, muss man diese Frage deutlich verneinen. Dieser sozioökonomische Trugschluss kristallisierte sich auch bereits für Fromm heraus. Um den Gesellschaftscharakter bei Fromm näher zu definieren, soll hier zunächst der Mensch, das Individuum, per Definition im Sinne Fromms, dargelegt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob Erich Fromms Kritik an einer entfremdeten Gesellschaft in Zeiten zunehmender psychischer Erkrankungen eine notwendige Antwort für die Soziale Arbeit bietet.
2. Kritische Soziale Arbeit: Eine Profession in Zeiten des Paradigmenwechsels: Dieses Kapitel definiert die Soziale Arbeit als Profession und beleuchtet die Herausforderungen durch den Neoliberalismus und die veränderte politische Stellung der Disziplin.
3. Sozialkritische Theorien innerhalb der Wissenschaft Soziale Arbeit: Hier werden die Theorien von Silvia Staub-Bernasconi und Mechthild Seithe vorgestellt, die den soziopolitischen Kern einer kritischen Sozialen Arbeit bilden.
4. Erich Fromm – Humanist des 20. Jahrhunderts: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie und den zentralen Begriffen Erich Fromms, wie „Gesellschafts-Charakter“, „Entfremdung“ und dem Wunsch nach einer „Katharsis“ durch gesellschaftliche Neuordnung.
5. Aktualität Fromms für die gegenwärtige Soziale Arbeit: Das Kernkapitel zeigt praktische Anwendungsbereiche von Fromms Lehren auf Makro-, Meso- und Mikroebene auf, um die Profession aus der neoliberalen Sackgasse zu führen.
6. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Resümee, dass Fromms Zukunftsanalysen heute aktueller denn je sind und eine stärkere politische Partizipation, wie beispielsweise durch Lobbyarbeit, fordern.
Soziale Arbeit, Erich Fromm, Neoliberalismus, Entfremdung, Gesellschafts-Charakter, Psychische Erkrankungen, Empowerment, Menschenrechtsprofession, Industrielle Gesellschaft, Kapitalismus, Humanismus, Politische Partizipation, Sozialpolitik, Professionalisierung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz der gesellschaftskritischen Theorien Erich Fromms für die moderne Soziale Arbeit und deren Handlungsfähigkeit in einer zunehmend ökonomisierten und entfremdeten Gesellschaft.
Die Arbeit thematisiert den Neoliberalismus, die Ökonomisierung sozialer Dienstleistungen, das Konzept der Entfremdung, die Menschenrechtsprofession und das Empowerment des Einzelnen.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter durch die Einbindung von Fromms humanistischen Lehren ihr politisches Mandat stärker wahrnehmen und als konstruktive Akteure gegen gesellschaftliche Missstände agieren können.
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse basierend auf fachwissenschaftlicher Literatur, verknüpft diese mit eigenen Praxiserfahrungen in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen und bezieht aktuelle sozialwissenschaftliche Studien ein.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung der kritischen Sozialen Arbeit über die philosophische Analyse des Menschenbildes bei Fromm bis hin zu konkreten Umsetzungsstrategien für die Makro-, Meso- und Mikroebene.
Soziale Arbeit, Entfremdung, Neoliberalismus, Humanismus, Empowerment und Gesellschafts-Charakter sind zentrale Begriffe dieser Bachelor-Thesis.
Fromm definiert die gute Gesellschaft als jene, die es am besten versteht, den Bedürfnissen des Menschen gerecht zu werden, anstatt ihn zu einem reinen Rädchen im kapitalistischen Getriebe zu machen.
Die Arbeit betont, dass Soziale Arbeit nicht nur Verwaltung von Not sein darf, sondern durch Lobbyismus und politische Partizipation eine notwendige ethische Gegenkraft gegen repressive staatliche Strukturen bilden muss.
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