Bachelorarbeit, 2021
77 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG UND FORSCHUNGSFRAGE
1.2 VORGEHENSWEISE
2 VERMÖGENSVERWALTUNG
2.1 DEFINITION DER VERMÖGENSVERWALTUNG UND ABGRENZUNG ZUR GEWERBLICHEN TÄTIGKEIT
2.2 PRIVATE VERMÖGENSVERWALTUNG – DIE NATÜRLICHE PERSON
2.3 VERMÖGENSVERWALTENDE GMBH – DIE JURISTISCHE PERSON
3 STEUERLICHE GRUNDLAGEN DER VERMÖGENSVERWALTUNG
3.1 RELEVANTE STEUERN IM KONTEXT DER PRIVATEN VERMÖGENSVERWALTUNG
3.1.1 Einkommensteuer
3.1.2 Kapitalertragsteuer
3.1.3 Solidaritätszuschlag
3.1.4 Kirchensteuer
3.2 RELEVANTE STEUERN IM KONTEXT DER VERMÖGENSVERWALTENDEN GMBH
3.2.1 Körperschaftsteuer
3.2.2 Solidaritätszuschlag
3.2.3 Gewerbesteuer
3.2.4 Effektiver Steuersatz innerhalb einer GmbH
3.2.5 Umsatzsteuer
4 ZAHLUNGEN ZWISCHEN GESELLSCHAFTER UND GMBH
4.1 ZAHLUNGEN DER GMBH AN DEN GESELLSCHAFTER
4.1.1 Gewinnausschüttung
4.1.1.1 Kapitalertragsteuer
4.1.1.2 Teileinkünfteverfahren
4.1.2 Geschäftsführergehalt
4.1.3 Darlehen zwischen Gesellschafter und GmbH
4.2 ZAHLUNGEN DES GESELLSCHAFTERS AN DIE GMBH
4.2.1 Stammkapitaleinlage
4.2.2 Kapitalrücklage
4.2.3 Darlehensvertrag
4.3 ZWISCHENFAZIT
5 STEUERBELASTUNGSVERGLEICH IM KONTEXT AUSGEWÄHLTER ANLAGEKLASSEN
5.1 BETEILIGUNG AN KAPITALGESELLSCHAFTEN
5.1.1 Steuerbelastung bei privater Vermögensverwaltung
5.1.2 Steuerbelastung der vermögensverwaltenden GmbH
5.2 IMMOBILIEN
5.2.1 Steuerbelastung bei privater Vermögensverwaltung
5.2.2 Steuerbelastung der vermögensverwaltenden GmbH
5.2.3 Umsatzsteuer bei Immobilien
5.2.4 Grunderwerbsteuer
5.3 ÜBERBLICK DER STEUERSÄTZE IM VERGLEICH
5.4 ZWISCHENFAZIT
6 PARAMETER ZUR BESTIMMUNG DES VERMÖGENSENDWERTS
6.1 GRÜNDUNGSKOSTEN, LAUFENDE KOSTEN UND FORMALIEN EINER VERMÖGENSVERWALTENDEN GMBH
6.2 PARAMETER ZUR BESTIMMUNG DES VERMÖGENSENDWERTS
6.3 DIE VERMÖGENSVERWALTENDE GMBH ALS HOLDING FÜR UNTERNEHMER
7 VERMÖGENSENDWERTBESTIMMUNG
7.1 EINKÜNFTE AUS AKTIENVERÄUSERUNGEN UND DIVIDENDEN
7.2 EINKÜNFTE AUS AKTIENVERÄUSERUNGEN UND DIVIDENDEN INNERHALB EINER HOLDING-STRUKTUR
7.3 EINKÜNFTE AUS VERMIETUNG
8 FAZIT UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Diese Bachelorarbeit untersucht die steuerliche Attraktivität der Gründung einer vermögensverwaltenden GmbH im Vergleich zur privaten Vermögensverwaltung. Ziel der Untersuchung ist es, aufzuzeigen, unter welchen spezifischen Rahmenbedingungen und für welche Anlageklassen der Einsatz einer Kapitalgesellschaft steuerliche Vorteile gegenüber dem privaten Halten von Vermögenswerten bietet.
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
Die beliebteste Form der Geldanlage in Deutschland sind Sparanlagen wie das Sparbuch. Dabei erwirtschaften diese keine oder so gut wie keine Rendite mehr. Der Leitzins der EZB verharrt seit dem 16. März 2016 auf einem Tiefstand von null Prozent, was in seiner historischen Entwicklung einmalig ist. Auch andere beliebte Anlageprodukte mit nominalen Zinsanlagen wie der Bausparvertrag leiden unter den Niedrigzinsen.
Im Zusammenhang mit den Niedrigzinsen ist das Verhältnis von nominalem Zinssatz und Inflationsrate zu beachten. Die Differenz von beiden ergibt den Realzins. Die Verzinsung einer Geldanlage wird somit um die Entwicklung der Kaufkraft korrigiert. Die Inflationsrate bewegte sich von 2016 bis 2021 zwischen 0,5 und zwei Prozent, ist aber im vierten Quartal 2021 sehr hoch ausgefallen mit über fünf Prozent im November und Dezember und durchschnittlich 3,1 Prozent im Jahr 2021. Zwar gab es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bereits Inflationen von über sieben Prozent. Allerdings zeigen die Daten der Bundesbank, dass die Realverzinsung von Bankeinlagen noch nie so niedrig war wie Ende 2021, mit Negativrenditen von nahezu minus fünf Prozent. Dies hat einen erheblichen Vermögensverlust für viele Sparer zur Folge.
Hinzu kommt, dass viele Kreditinstitute durch die Niedrigzinsen auf das Guthaben ihrer Kunden Negativzinsen erheben oder Gebühren für die Kontoführung verlangen. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Menschen in alternative Anlageformen wie Aktien investieren, wie eine Studie der Ing Diba ergab.
Insbesondere bei jungen Menschen, die in Einzelaktien anlegen, fiel der Anstieg sehr hoch aus. Finanzthemen erfreuen sich starker Nachfrage bei jungen Menschen, wie sich am Erfolg von Finanz-Influencern auf Social-Media-Kanälen wie u. a. YouTube nachvollziehen lässt.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die aktuelle Problematik der Niedrigzinsphase und den daraus resultierenden Vermögensverlust, was das Interesse an steueroptimierten Anlageformen wie der vermögensverwaltenden GmbH weckt.
2 VERMÖGENSVERWALTUNG: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Vermögensverwaltung und grenzt diese von der gewerblichen Tätigkeit ab, wobei zwischen der natürlichen Person und der juristischen Person in Form einer GmbH unterschieden wird.
3 STEUERLICHE GRUNDLAGEN DER VERMÖGENSVERWALTUNG: Hier werden die relevanten Steuern für Privatpersonen (z.B. Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer) und für vermögensverwaltende GmbHs (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer) detailliert dargestellt.
4 ZAHLUNGEN ZWISCHEN GESELLSCHAFTER UND GMBH: Das Kapitel analysiert die steuerlichen Auswirkungen von Geldflüssen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter, wie etwa Gewinnausschüttungen, Geschäftsführergehälter oder Gesellschafterdarlehen.
5 STEUERBELASTUNGSVERGLEICH IM KONTEXT AUSGEWÄHLTER ANLAGEKLASSEN: Es erfolgt ein direkter Steuervergleich zwischen Privatvermögen und GmbH- Vermögen für spezifische Anlageklassen wie Aktienbeteiligungen und Immobilien.
6 PARAMETER ZUR BESTIMMUNG DES VERMÖGENSENDWERTS: In diesem Teil werden die Ausgangsparameter definiert, die für die Berechnung des Vermögensendwertes notwendig sind, einschließlich Kostenstrukturen und Holding-Modellen.
7 VERMÖGENSENDWERTBESTIMMUNG: Anhand exemplarischer Berechnungen wird aufgezeigt, wie sich das Vermögen über einen Anlagezeitraum von 35 Jahren bei verschiedenen Szenarien (Aktien, Vermietung) entwickelt.
8 FAZIT UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen, unter welchen Bedingungen die Gründung einer vermögensverwaltenden GmbH ökonomisch sinnvoll ist.
Vermögensverwaltende GmbH, Private Vermögensverwaltung, Steuerbelastung, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Kapitalertragsteuer, Teileinkünfteverfahren, Holding-Struktur, Immobilieninvestitionen, Gewerblicher Grundstückshandel, Finanz-Influencer, Vermögensaufbau, Steuern sparen, Anlageklasse, Steuerrecht
Die Arbeit untersucht, ob es steuerlich vorteilhaft ist, Privatvermögen in eine dafür gegründete GmbH (sog. vermögensverwaltende GmbH) einzubringen und dort zu verwalten, statt dies direkt im Privatvermögen zu tun.
Die Arbeit umfasst das deutsche Steuerrecht für natürliche und juristische Personen, konkrete Berechnungen für verschiedene Anlageklassen sowie die Analyse von Zahlungsströmen zwischen Gesellschafter und GmbH.
Die Arbeit möchte herausfinden, unter welchen spezifischen Voraussetzungen sich das Investieren und Verwalten von Vermögen über eine GmbH steuerlich lohnt und in welchen Fällen die klassische private Verwaltung attraktiver bleibt.
Die Arbeit nutzt eine steuerliche Analyse und einen quantitativen Vergleich mittels beispielhafter Vergleichsrechnungen, um die Steuerlast in verschiedenen Szenarien (Privat vs. GmbH) gegenüberzustellen.
Der Hauptteil behandelt die steuerlichen Grundlagen, die steuerliche Optimierung von Zahlungen zwischen Gesellschafter und GmbH, den Vergleich der Steuerbelastung bei Aktien und Immobilien sowie die Modellierung langfristiger Vermögensendwerte über einen Zeitraum von 35 Jahren.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören insbesondere Anlageklassen wie Aktien und Immobilien, steuerliche Fachbegriffe wie Körperschaft-, Gewerbe- und Kapitalertragsteuer sowie Konzepte wie das Teileinkünfteverfahren und die Holding-Struktur.
Die Abgrenzung ist entscheidend, da eine GmbH kraft Rechtsform stets als Gewerbebetrieb gilt und somit der Gewerbesteuer unterliegt. Eine vermögensverwaltende GmbH versucht, die Steuerbelastung gering zu halten, muss dabei aber rechtliche Kriterien erfüllen, um nicht als gewerblicher Grundstückshändler o.ä. eingestuft zu werden.
Ja, der Standort ist relevant, da der Hebesatz für die Gewerbesteuer von den jeweiligen Gemeinden festgelegt wird, was den effektiven Steuersatz der GmbH regional stark beeinflussen kann.
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