Diplomarbeit, 2008
74 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Einflussfaktoren des Ölpreises und darauf basierende Modelle
2.1 Die Ölnachfrage
2.1.1 Nachfrageelastizitäten
2.1.2 Entwicklung der Ölnachfrage
2.2 Das Ölangebot
2.2.1 Ölressourcen und nachgewiesene Reserven
2.2.2 Die Entwicklung und Struktur des Ölangebots
2.3 Weitere Einflussfaktoren
2.3.1 Freie Kapazitäten und Engpässe
2.3.2 Geopolitische Risiken
2.3.3 Lagerbestände und strategische Reserven
2.3.4 Spekulationen
2.3.5 Der Einfluss der Dollarwährung
3 Zeitreihenanalyse
3.1 Grundlagen
Definition der univariaten Zeitreihenanalyse
3.1.1 Datenbasis
3.1.2 Trends und deren Bereinigung
3.1.3 Autoregressive Integrated Moving Average Modelle
3.2 Modellkonstruktion
3.2.1 Identifizierung
3.2.2 Schätzung
3.2.3 Diagnose
3.2.4 Prognose
4 Der Ölpreis im makroökonomischen Zusammenhang
4.1 Wirtschaftliche Auswirkungen steigender Ölpreise
4.1.1 Zahlungsbilanzeffekte
4.1.2 Recycling der Petrodollars
4.1.3 Auswirkungen auf die Inflation
4.1.4 Inländische Outputeffekte und deren Folgen für den Arbeitsmarkt
4.2 Wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen
4.2.1 Netto Öl importierende Länder
4.2.2 Netto Öl exportierende Länder
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Ölpreis empirisch zu analysieren, um auf Basis dieser Erkenntnisse eine fundierte Prognose für den weiteren Ölpreisverlauf zu entwickeln. Dabei werden sowohl die fundamentalen Preistreiber als auch die makroökonomischen Auswirkungen von Ölpreisänderungen vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise untersucht.
2.2.1 ÖLRESSOURCEN UND NACHGEWIESENE RESERVEN
Als endliche Ressource wird eine solche bezeichnet, welche entweder nicht oder nur sehr langsam ersetzt werden kann und dadurch, ist die Ressource erst einmal verbraucht, nicht mehr zur weiteren Verfügung steht. Zudem ist das Angebot dieser Ressource bezogen auf deren Nachfrage relativ begrenzt.
Öl wird in diesem Zusammenhang als klassisches Beispiel einer endlichen Ressource genannt (Fattouh 2007, S. 3 f.). Die Annahmen über eine endliche Ressource implizieren, dass das zukünftige Angebot und die zukünftige Nachfrage zu einem Zeitpunkt, von dem Angebot und der Nachfrage der vorangegangenen Zeitpunkte abhängig ist und eine dynamische Analyse des Ölmarkts nötig wird. Im Gegensatz zu einer Situation vollkommenen Wettbewerbs, in der der Preis im Gleichgewicht den marginalen Kosten entspricht, verfügt Öl als knappe Ressource über eine sog. Knappheitsrente, welche den Besitzern der Ressource zufließt, wenn sie ihr Öl nicht fördern, denn je mehr Öl im Zeitablauf verbraucht wird, desto höher steigt der Preis einer endlichen Ressource.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die massive Preisvolatilität von Rohöl bis zum Jahr 2008 und formuliert das Ziel der empirischen Analyse sowie der darauf basierenden Prognose.
2 Einflussfaktoren des Ölpreises und darauf basierende Modelle: Dieses Kapitel analysiert die fundamentalen Treiber (Angebot/Nachfrage) sowie weitere Faktoren wie Geopolitik, Lagerbestände und den Dollarwechselkurs.
3 Zeitreihenanalyse: Hier werden theoretische Grundlagen der univariaten Zeitreihenanalyse erläutert und ARIMA-Modelle zur Modellierung des Ölpreises konstruiert, geschätzt und diagnostiziert.
4 Der Ölpreis im makroökonomischen Zusammenhang: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen von Ölpreissteigerungen auf Zahlungsbilanz, Inflation und Arbeitsmarkt sowie wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse der empirischen Analyse zusammen und reflektiert die Schwierigkeiten einer langfristigen Ölpreisprognose unter den Bedingungen der Finanzmarktkrise.
Ölpreis, Zeitreihenanalyse, ARIMA-Modelle, Rohöl, OPEC, Ölnachfrage, Ölangebot, Finanzmarktkrise, Petrodollars, Inflation, Marktvolatilität, Preisprognose, Wirtschaftswachstum, West Texas Intermediate, Lagerbestände.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer empirischen Analyse des Ölpreises und der Identifizierung der maßgeblichen Einflussfaktoren, um Prognosen für den zukünftigen Preisverlauf zu erstellen.
Die zentralen Felder sind die Angebots- und Nachfragestruktur, die Auswirkungen von geopolitischen Risiken und Währungsschwankungen sowie die makroökonomischen Folgen von Ölpreisvolatilität.
Das primäre Ziel ist es, den Ölpreis empirisch zu analysieren und mithilfe von Zeitreihenmodellen fundierte Szenarien für die zukünftige Preisentwicklung zu prognostizieren.
Die Arbeit verwendet die univariate Zeitreihenanalyse, insbesondere die Konstruktion und Anwendung von ARIMA-Modellen (Autoregressive Integrated Moving Average).
Der Hauptteil behandelt die Einflussfaktoren des Ölpreises, die methodischen Grundlagen der Zeitreihenanalyse sowie die makroökonomischen Auswirkungen, wie Zahlungsbilanzeffekte und Inflation.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Ölpreis, Zeitreihenanalyse, ARIMA-Modelle, OPEC, Inflation, Finanzmarktkrise und Petrodollars.
Das Hotelling-Modell basiert auf restriktiven Annahmen über endliche Ressourcen und vernachlässigt oft die komplexe Marktstruktur, geopolitische Faktoren und den technologischen Fortschritt.
Die Finanzmarktkrise hat zu massiven Erwartungsänderungen geführt, die eine korrekte langfristige Vorhersage erschweren und die Unsicherheit in den entwickelten Szenarien deutlich erhöhen.
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