Masterarbeit, 2009
139 Seiten, Note: 1 (13/13 credits)
1 Einleitung
1.1 Thematik und Problemstellung
1.2 Begriffsdefinitionen
1.3 Die aktuelle Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise
1.4 Ziel der Arbeit
2 Prinzipien der Krisenerkennung und -diagnose
2.1 Relevante Kennzahlen für die Krisenfrüherkennung
2.1.1 Managementleistung
2.1.2 Marktperformance
2.1.3 Eigenkapital
2.1.4 ROCE – Return on capital employed
2.1.5 Cashflow in Verbindung mit dem Verschuldungsgrad
2.1.5.1 CFROI – Cashflow Return on Investment
2.1.5.2 Statischer und dynamischer Verschuldungsgrad
2.1.6 Liquidität
2.1.6.1 Liquidität 1. Grades
2.1.6.2 Liquidität 2. Grades
2.1.6.3 Liquidität 3. Grades
2.1.6.4 Working Capital
2.2 Rating nach Basel II optional als Evaluierungstool
2.3 Checklisten der Krisendiagnose
2.3.1 Objektive Analyse von Management und Führung
2.3.2 Klassische Marketinganalysen
2.3.2.1 Umfeldanalyse
2.3.2.2 Kundenanalyse
2.3.2.3 Produktanalyse
2.3.2.4 Wettbewerbsanalyse
2.3.3 Organisationsanalyse
2.3.4 Produktionsanalyse
2.4 Soll Zustand
3 Außergerichtliche Sanierungsansätze
3.1 Sanierungsansätze
3.1.1 Finanzielles Umfeld
3.1.2 Innerbetrieblich
3.1.3 Produkt-Markt-Kunde
3.2 Priorisierung der einzelnen Sanierungsansätze
4 Erfolgsprinzipien
4.1 KAIZEN
4.1.1 KVP
4.1.2 5S und 6W
4.1.3 4M Checkliste
4.1.4 TPS
4.2 LM – Lean Management
4.2.1 Prinzipien
4.2.1.1 Den Wert aus Sicht des Kunden definieren
4.2.1.2 Den Wertstrom identifizieren
4.2.1.3 Das Fluss-Prinzip umsetzen
4.2.1.4 Das Pull-Prinzip einführen
4.2.1.5 Perfektion anstreben
4.2.2 LM Tools
4.2.3 Analysemethoden des LM
4.2.3.1 Wertstromanalyse
4.2.3.2 Weitere Methoden
4.2.3.3 Kennzahlsysteme
4.2.3.4 Einbeziehung der Mitarbeiter
4.2.3.5 Übertragbarkeit
4.3 Six Sigma +Lean (6σ)
4.3.1 DMAIC
4.3.2 Rollendefinition
4.3.3 Einführung von Six Sigma
4.3.4 DFSS
4.4 BSC
4.4.1 Bereiche der BSC
4.4.2 Die sieben Schritte zur BSC:
4.5 ISO9000 ff. als Führungstool
4.5.1 Die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements lauten
4.5.2 Wichtigkeit der EN ISO9000 ff
4.5.2.1 Marktstrategische Bedeutung
4.5.2.2 Zukunftssicherung
4.5.2.3 Rechtliche Bedeutung
4.6 Interaktives Controlling
4.7 Prozessorientiert Führen
4.7.1 Funktionsorientierung versus Prozessorientierung
4.7.2 Modifiziertes Business Process Reengineering
4.7.3 Management by Objectives
4.7.4 Die Planung als Element des Führungsprozesses
4.7.5 Prozessorientierung in der Praxis
5 Fallbeispiel Toyota
6 Unterschied Japan-Europa
6.1 Geographische und wirtschaftliche Vergleiche
6.2 Japans Kultur und Ideologie
6.3 Gesetzliche und sozialpolitische Rahmenbedingungen
7 Modellkonzeption
7.1 Kennzahlenmodell bzw. Checklisten zur Krisenerkennung und Unternehmensbeurteilung
7.2 Lösungsansätze der Krisen- und Sanierungsprävention
7.2.1 Das gut durchdachte Turnaround-Management in der Krise
7.2.2 Innovationen im Produkt- und Managementbereich
7.3 Umsetzungen japanischer Erfolgsmodelle und Strategien in der Praxis
7.4 Kontinuierlicher Evaluierungs-, Controlling- und Verifizierungsprozess - der KECVP
7.5 Risikomanagement in Kombination mit KECVP
8 Thesenhafte Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines ganzheitlichen Sanierungs- und Krisenpräventionsmodells für Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum, wobei insbesondere bewährte japanische Erfolgsmodelle wie das Toyota Produktionssystem (TPS) adaptiert und integriert werden. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Unternehmen durch objektive Kennzahlenanalysen und prozessorientierte Führungsansätze frühzeitig Krisensymptome erkennen und durch ein strukturiertes Turnaround-Management nachhaltig bewältigen können, ohne dabei Arbeitsplätze kurzfristig zu gefährden.
2.1.5 Cashflow in Verbindung mit dem Verschuldungsgrad
„Der Cashflow stellt eine Maßgröße für den aus dem leistungswirtschaftlichen (Realgüter-) Prozess erwirtschafteten Zahlungsüberschuss dar. Er kann direkt aus der Finanzrechnung oder indirekt aus dem Jahresabschluss ermittelt werden.“
Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag (Gewinn oder Verlust)
+ Abschreibungen
- Zuschreibungen (zugunsten des Ergebnisses)
+ Erhöhungen von langfristigen Rückstellungen
- Verminderungen von langfristigen Rückstellungen
_____________________________________________
= Cash Flow
Da die EKQ in vielen Unternehmen rückläufig ist und dies auch noch zunehmen wird, spielt der Cashflow für die Beurteilung eines Unternehmens eine immer größere Rolle. Die Banken prüfen auch, ob das Unternehmen insbesondere bei zunehmendem Verschuldungsgrad einen ausreichenden Cashflow erwirtschaftet, um die Zinsen und Tilgungen zahlen zu können. Ein anhaltend negativer Cashflow führt zur Zahlungsunfähigkeit und damit zur Insolvenz.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Brisanz von Unternehmenssanierungen im Kontext der aktuellen Finanz- und Weltwirtschaftskrise und definiert das Ziel der Arbeit, ein außergerichtliches Sanierungsmodell zu entwickeln.
2 Prinzipien der Krisenerkennung und -diagnose: Das Kapitel erläutert, wie durch ein Frühwarnsystem aus relevanten Finanzkennzahlen und objektiven Checklisten Krisen frühzeitig erkannt und diagnostiziert werden können.
3 Außergerichtliche Sanierungsansätze: Hier werden Strategien zur außergerichtlichen Krisenbewältigung in den Bereichen Finanzen, innerbetriebliche Abläufe und Produkt-Markt-Kunde skizziert.
4 Erfolgsprinzipien: Dieses Kapitel stellt etablierte Erfolgsmodelle wie KAIZEN, Lean Management, Six Sigma, BSC und ISO9000 als Werkzeuge für die Prozessorientierung und Qualitätssteigerung dar.
5 Fallbeispiel Toyota: Anhand des Fallbeispiels Toyota wird illustriert, wie japanische Erfolgsprinzipien zur Marktführerschaft und Krisenbewältigung beitragen.
6 Unterschied Japan-Europa: Hier werden sozioökonomische und kulturelle Unterschiede zwischen Japan und Europa analysiert, um die Adaptierbarkeit japanischer Modelle zu hinterfragen.
7 Modellkonzeption: Das Kapitel führt die theoretischen Erkenntnisse in einem eigenen Modell zur Sanierungs- und Krisenprävention zusammen, inkl. Kennzahlenampel und KECVP-Prozess.
8 Thesenhafte Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer thesenhaften Synthese, die die Wichtigkeit prozessorientierter Führung und kontinuierlicher Evaluation betont.
Unternehmenskrise, Sanierungsmanagement, Krisenprävention, KAIZEN, Lean Management, Six Sigma, Cashflow, Kennzahlenanalyse, Prozessorientierung, Turnaround-Management, Toyota, Unternehmensorganisation, Liquidität, Innovationsmanagement, Risikomanagement
Die Arbeit behandelt die Entwicklung eines Sanierungs- und Krisenpräventionsmodells für Unternehmen, wobei japanische Erfolgsprinzipien als Vorbild für eine nachhaltige Unternehmensführung dienen.
Die Arbeit fokussiert sich auf Krisendiagnose mittels Kennzahlen, außergerichtliche Sanierung, Lean-Management-Methodiken, prozessorientiertes Führen und die Integration von Innovationen und Risikomanagement in den Unternehmensalltag.
Das Ziel ist die Erstellung eines eigenen Modells zur Früherkennung und Bewältigung von Unternehmenskrisen, das besonders auf außergerichtliche Maßnahmen setzt, um Arbeitsplätze zu erhalten.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, betriebswirtschaftliche Kennzahlensysteme, empirische Ansätze aus der Managementlehre (z.B. SWOT-Analyse, BSC, 4M-Checkliste) und Fallstudienanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose von Krisensymptomen, die Vorstellung verschiedener Management-Tools (Kaizen, Six Sigma, etc.), den Vergleich der Geschäftskulturen Japan und Europa sowie die konkrete Modellkonzeption (KECVP).
Wichtige Begriffe sind Turnaround-Management, Krisenprävention, Kennzahlenampel, Lean Management, Prozessorientierung, Liquiditätssicherung und KAIZEN.
Die Kennzahlenampel dient als visualisiertes Warntool, das für kritische Finanzindikatoren Schwellenwerte (Rot/Gelb/Grün) definiert, um der Geschäftsführung eine sofortige, objektive Entscheidungsgrundlage zu liefern.
Toyota gilt als weltweites Benchmark für Produktionsverfahren und Krisenbewältigung, da das Unternehmen seine Erfolgsprinzipien über Jahrzehnte hinweg konsequent entwickelt hat, um auch in Krisenzeiten wettbewerbsfähig zu bleiben.
KECVP (Kontinuierlicher Evaluierungs-, Controlling- und Verifizierungsprozess) integriert Controlling nicht nur als Finanzprüfung, sondern als gesamtheitliches Management- und Steuerungsinstrument, das eng mit Risiko- und Qualitätsmanagement verzahnt ist.
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