Bachelorarbeit, 2008
95 Seiten, Note: 1.25
1. Einleitung
2. Impression Management im Einstellungsinterview
2.1 Impression Management in der sozialen Interaktion
2.1.1 Impression Management: manipulierend oder effektive soziale Interaktion?
2.1.2 Das Einstellungsinterview als Beispiel einer sozialen Interaktion
2.2 Impression Management als Form von Individualkommunikation
2.2.1 Das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun
2.2.2 Die vier Seiten einer Nachricht
2.2.3 Die Selbstoffenbarung
2.3 Die Impression-Management-Theorie
2.3.1 Ursprünge der Impression-Management-Theorie
2.3.2 Die Impression-Management-Theorie nach James T. Tedeschi
2.4 Assertive Impression-Management-Taktiken
2.4.1 Die Impression-Management-Taktik „Ingratiation“
2.4.2 Die Impression-Management-Taktik „Self-Promotion“
2.5 Stereotypenkonformes Impression Management
2.6 Impression Management und die Persönlichkeit eines Individuums
2.6.1 Die „Persönlichkeit“
2.6.2 Der „Big-Five-Ansatz“ nach Lewis R. Goldberg
2.6.3 Die Persönlichkeitsdimension „Verträglichkeit“
2.6.4 Die Persönlichkeitsdimension „Extraversion“
2.7 Die Bildung der Frau- früher und heute
3. Konzeption und Methode
3.1 Untersuchungsleitende Fragestellung und Hypothesen
3.1.1 Impression Management und die Bildung einer Bewerberin
3.1.2 Impression Management und die Persönlichkeit einer Bewerberin
3.2 Forschungsdesign
3.2.1 Aufbau des Fragebogens
3.2.2 Stichprobe
3.3 Operationalisierung
3.3.1 „Ingratiation“
3.3.2 „Self-Promotion“
3.3.3 „Verträglichkeit“
3.3.4 „Extraversion“
3.4 Pretest
3.5 Objektivität, Reliabilität und Validität
3.5.1 Objektivität
3.5.2 Reliabilität
3.5.3 Cronbach’s Alpha
3.5.4 Validität
3.6 Durchführung der Befragung
4. Impression Management von Frauen im Einstellungsinterview
4.1 Repräsentativität der Stichprobe
4.2 Ergebnisse
4.2.1 Der Einfluss der Bildung auf die Impression-Management-Taktiken
4.2.2 Der Einfluss der Persönlichkeit auf die Impression-Management-Taktiken
4.2.3 Das 3-Faktoren-Modell der Extraversion, Verträglichkeit und Bildung
4.3 Diskussion der Ergebnisse
4.3.1 Impression Management von Frauen und die Bildung
4.3.2 Impression Management von Frauen und die Persönlichkeit
4.3.3 Der Einfluss von Bildung und Persönlichkeit
5. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Bildungsniveaus sowie spezifischer Persönlichkeitsmerkmale (Extraversion und Verträglichkeit) auf das angewendete Impression Management von 20- bis 28-jährigen Frauen in Einstellungsinterviews. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob Frauen weiterhin primär die als „weiblich“ geltende Ingratiation-Taktik verwenden oder vermehrt die als „männlich“ konnotierte Self-Promotion-Taktik einsetzen.
2.1.1 Impression Management: manipulierend oder effektive soziale Interaktion?
Impression Management kann sowohl bewusst und kontrolliert durchgeführt werden, als auch unbeabsichtigt und unkontrolliert. Besonders in Situationen, in denen es wichtig ist, einen guten Eindruck zu machen, wird Impression Management bewusst angewendet und hat deshalb auch oft mit dem Vorwurf zu kämpfen, dass es etwas Schlechtes sei, weil es das Gegenüber manipuliere.
Obwohl es bei übertriebener und unehrlicher Anwendung das Gegenüber durchaus täuschen und manipulieren kann, hat es eher zum Ziel, das Gegenüber durch einen gezielt positiven Eindruck anzusprechen. Es wirkt sich -bei authentischer Anwendung- zumeist positiv auf das Endergebnis aus. Impression Management ist erfolgversprechend, weil es den Interviewer direkt anspricht; sei es durch das Vermitteln von Freundlichkeit, Kompetenz oder der Fähigkeit den Job zu machen.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Impression Management, die Relevanz der Selbstdarstellung im Einstellungsinterview und die Zielsetzung der Studie.
2. Impression Management im Einstellungsinterview: Theoretische Fundierung des Impression Managements, Abgrenzung der Taktiken Ingratiation und Self-Promotion sowie Diskussion des Einflusses von Geschlechterstereotypen und Persönlichkeit.
3. Konzeption und Methode: Detaillierte Darlegung der Forschungsfragen, Hypothesen, des Forschungsdesigns, der Operationalisierung der Variablen sowie der Gütekriterien des verwendeten Fragebogens.
4. Impression Management von Frauen im Einstellungsinterview: Präsentation der statistischen Ergebnisse, deren Interpretation sowie Diskussion der Zusammenhänge zwischen Bildung, Persönlichkeit und Impression-Management-Taktiken.
5. Zusammenfassung und Fazit: Rückblick auf die zentralen Erkenntnisse der Studie und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Impression Management, Ingratiation, Self-Promotion, Einstellungsinterview, Frauen, Bildung, Persönlichkeit, Big-Five-Modell, Extraversion, Verträglichkeit, Selbstdarstellung, quantitative Forschung, soziale Interaktion, Stereotype, Bewerbungsgespräch.
Die Arbeit analysiert das Selbstdarstellungsverhalten von jungen Frauen in Einstellungsinterviews unter Berücksichtigung ihrer Bildung und spezifischer Persönlichkeitsmerkmale.
Die Studie verknüpft die psychologische Impression-Management-Theorie mit soziologischen Aspekten der Bildung und dem Big-Five-Persönlichkeitsmodell im Kontext von Bewerbungssituationen.
Die Arbeit untersucht, ob Frauen in Einstellungsinterviews weiterhin überwiegend Ingratiation-Taktiken nutzen oder ob sie aufgrund veränderter gesellschaftlicher Bedingungen und höherer Bildung zunehmend Self-Promotion betreiben.
Es wurde eine quantitative Studie durchgeführt, bei der Daten mittels eines standardisierten Fragebogens erhoben und statistisch durch t-Tests und Varianzanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konzepte, eine präzise methodische Operationalisierung der Variablen sowie die detaillierte statistische Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Die wichtigsten Begriffe sind Impression Management, Ingratiation, Self-Promotion, Bildung und Persönlichkeit im Kontext von Einstellungsinterviews.
Ja, die Studie belegt, dass Studentinnen signifikant eher zu Self-Promotion tendieren, während Nicht-Studentinnen eher die Taktik der Ingratiation anwenden.
Es zeigte sich, dass extravertierte Frauen eher die Taktik Self-Promotion wählen, wohingegen verträgliche Frauen eher Ingratiation einsetzen.
Die Autorin argumentiert, dass authentisches Impression Management eine effektive Form der sozialen Interaktion ist, die dem Bewerber hilft, seine Fähigkeiten erfolgreich darzustellen, ohne als manipulativ wahrgenommen zu werden.
Die höhere Bildung wirkt bei diesen Frauen „kompensierend“, da sie trotz einer eigentlich zur Ingratiation neigenden Persönlichkeit ein offensiveres Verhalten in Form von Self-Promotion zeigen können.
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