Diplomarbeit, 2009
119 Seiten, Note: Sehr gut
1. Vorwort
1.1. Wichtige Vorbemerkungen
1.2. Zielpublikum
1.3. Ziel
2. Grober Umriss der Sprache und Sprachmittlung in der Bibel
2.1. Die erste Erwähnung der Sprache
2.1.1. Das erste sprechende Wesen
2.1.2. Erste menschliche Kommunikation
2.1.3. Erste Schwierigkeiten durch Kommunikation
2.2. Die Entstehung der verschiedenen Sprachen
2.2.1. Der biblische Bericht
2.2.2. Die Zuverlässigkeit des biblischen Berichts
2.3. Erste Hinweise auf Sprachmittlung in der Bibel
2.4. Bedeutung dieses Kapitels für die vorliegende Arbeit
3. Die Geschichte der Bibelübersetzung
3.1. Allgemeines
3.2. Die Anfänge
3.3. Hieronymus
3.4. Das Mittelalter
3.5. Erste deutsche Übersetzungen
3.5.1. Martin Luther
3.6. Erste englische Übersetzungen
3.6.1. John Wycliff
3.6.2. William Tyndale
3.6.3. Die King-James-Bibel
3.7. 16. bis 20. Jahrhundert
3.8. Türkische Übersetzungen
3.8.1. Die erste Übersetzung
3.8.2. Kutsal Kitap – Yeni Çeviri
3.8.3. Andere Übersetzungen
3.9. Ausblick ins 21. Jahrhundert
3.10. Die untersuchten Grundtexte und Übersetzungen
3.10.1. Hebräisches AT - WLC
3.10.2. Deutsche Bibel – LUT
3.10.3. Deutsche Bibel – GNB
3.10.4. Türkische Bibel – KK
4. Semantik
4.1. Das sprachliche Zeichen
4.1.1. Das Zeichenmodell von Saussure
4.1.2. Das Zeichenmodell von Ogden und Richards
4.1.3. Das Zeichenmodell von Bühler (Organon-Modell)
4.2. Die Bedeutung des sprachlichen Zeichens
4.2.1. Bedeutung als bezeichnetes Objekt
4.2.2. Bedeutung als innersprachliches Beziehungsgeflecht
4.2.3. Bedeutung als beobachtbare Verhaltensweise
4.2.4. Bedeutung als Gebrauch
4.2.5. Bedeutung als Zugehörigkeit zu einer Kategorie
5. Semantische Ansätze in der Übersetzungstheorie
5.1. Strukturelle Ansätze
5.1.1. Wortfeldtheorie
5.1.2. Merkmalanalyse
5.2. Kognitive Ansätze
5.2.1. Prototypensemantik
5.2.2. Scenes-and-frames-Semantik
5.2.3. Relevanztheorie
5.3. Pragmatische Ansätze
5.3.1. Diskursanalyse
6. Kultur in der Übersetzungstheorie
6.1. Kontextualisierung
6.1.1. Kontextualisierung im Islam
6.2. Relevanz
7. Kombinieren der Ansätze
8. Meine Methodologie
8.1. Grober Umriss
8.2. Konkrete Vorgehensweise
8.2.1. Entsprechungen
8.2.2. Das Wortfeld
8.2.3. Merkmalanalysen
8.2.4. Prototyp
8.2.5. Scenes and frames
8.2.6. Diskursanalyse
9. Habakuk 2,4b
9.1. Warum Habakuk 2,4b?
9.2. Einführung ins Buch Habakuk
9.3. Daten
9.4. ṣaddik
9.4.1. Entsprechungen
9.4.2. Das Wortfeld
9.4.3. Merkmalanalysen
9.4.4. Prototyp
9.4.5. Scenes and frames
9.4.6. Diskursanalyse
10. Schlussbemerkung
11. Anhang
11.1. Bibliographie
11.2. Internetquellen
11.3. Korrespondenz
11.4. Transliteration des Hebräischen
11.5. Wortliste türkisch – deutsch
Das Ziel der Arbeit ist es, auf Basis theoretischer linguistischer und übersetzungswissenschaftlicher Grundlagen ein Modell zur adäquaten Übersetzung von biblischen Schlüsselbegriffen zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Kriterien wie Wortfelder, Prototypensemantik und Diskursanalyse genutzt werden können, um die Bedeutung des Begriffs "gerecht" (ṣaddik) aus Habakuk 2,4 in verschiedenen deutschen und türkischen Bibelübersetzungen zu analysieren.
Die erste Erwähnung der Sprache
Im biblischen Buch der Anfänge, der Genesis, wird über die Entstehung der menschlichen Sprache(n) berichtet. Gott ist der erste, der als sprechendes Wesen in Erscheinung tritt. Er schafft laut Schöpfungsbericht in Genesis 1 durch seine Worte die Erde und am sechsten Tag den Menschen "zu seinem Bilde" (Gen 1,27), d.h. ebenfalls als sprechendes Wesen.
Die erste aufgezeichnete Kommunikation zwischen Gott und Menschen findet statt, als Gott die Menschen segnet und ihnen den Auftrag gibt, fruchtbar zu sein, sich zu mehren, die Erde zu füllen, sie sich untertan zu machen und über alle Lebewesen zu herrschen (Gen 1,28). Daraus ist zu folgern, dass Gott den Menschen bereits mit der Sprache, d.h. der Sprechfähigkeit und dem Sprachverständnis geschaffen hat. Andernfalls wäre keine Kommunikation zwischen Gott und Menschen, ebenso keine zwischenmenschliche Kommunikation möglich gewesen.
In Gen 2,20 findet ein wichtiges Ereignis statt: Nachdem Gott alle Tiere gemacht hat, bringt er sie zum Menschen, um sie durch ihn benennen zu lassen. Dies ist aus linguistischer Sicht ein interessanter Vorgang. Zum ersten Mal erfindet der Mensch Wörter, um seine Umwelt zu organisieren, einzuordnen und Kommunikation zu ermöglichen. Schon im nächsten Kapitel gäbe es ansonsten Probleme bei der Kommunikation, als nämlich Eva Gott erklärt, dass die Schlange sie betrogen habe und sie deshalb von der verbotenen Frucht gegessen habe (Gen 3,13).
1. Vorwort: Der Autor erläutert die Bedeutung der Bibelübersetzung als ein weltweit bedeutsames Unterfangen und legt die persönliche Motivation sowie das Ziel der Arbeit dar.
2. Grober Umriss der Sprache und Sprachmittlung in der Bibel: Dieses Kapitel betrachtet die biblische Darstellung der Sprachwerdung des Menschen und die ersten Hinweise auf Dolmetsch- und Übersetzungstätigkeiten in alttestamentlichen Texten.
3. Die Geschichte der Bibelübersetzung: Hier wird die historische Entwicklung der Bibelübersetzung von den Anfängen über Hieronymus bis hin zu modernen Übersetzungen und den spezifischen Herausforderungen im türkischen Kontext skizziert.
4. Semantik: Der Autor führt grundlegende Zeichenmodelle ein und diskutiert verschiedene linguistische Richtungen zur Bedeutung von Wörtern, wie die Referenztheorie und den Behaviorismus.
5. Semantische Ansätze in der Übersetzungstheorie: Dieser Teil befasst sich mit strukturellen, kognitiven und pragmatischen Ansätzen zur Übersetzung, darunter die Wortfeldtheorie und die Scenes-and-frames-Semantik.
6. Kultur in der Übersetzungstheorie: Es wird die Rolle kultureller Faktoren und das Konzept der Kontextualisierung erörtert, insbesondere mit Blick auf die christliche Mission in muslimisch geprägten Gebieten.
7. Kombinieren der Ansätze: Ein kurzes Kapitel, das die Notwendigkeit unterstreicht, verschiedene theoretische Ansätze flexibel miteinander zu verbinden, anstatt sich auf eine einzige Lehrmeinung zu stützen.
8. Meine Methodologie: Der Autor präsentiert die methodische Vorgehensweise, bestehend aus der Erstellung von Entsprechungslisten, Wortfeld-Analysen und der Bestimmung von Prototypen für den Schlüsselbegriff.
9. Habakuk 2,4b: Der praktische Teil der Arbeit, in dem der Vers Habakuk 2,4b analysiert wird, um das Verständnis des Begriffs "gerecht" (ṣaddik) und die Relevanz der Übersetzungskriterien zu prüfen.
10. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die gewonnenen Erkenntnisse und den Wert der Untersuchung für die biblische Übersetzungspraxis.
Bibelübersetzung, Semantik, Schlüsselbegriffe, Habakuk 2,4, Gerechtigkeit, ṣaddik, Übersetzungstheorie, Sprachmittlung, Kontextualisierung, Islam, Wortfeldtheorie, Prototypensemantik, Diskursanalyse, Linguistik, Biblische Hermeneutik.
Die Arbeit untersucht die methodischen Herausforderungen bei der Übersetzung biblischer Schlüsselbegriffe in unterschiedliche Sprachen und Kulturen, fokussiert auf den Begriff "gerecht" (ṣaddik) aus Habakuk 2,4.
Die Themen umfassen Übersetzungstheorie, linguistische Semantik, interkulturelle Kommunikation sowie die historische und praktische Bibelübersetzung.
Ziel ist es, Kriterien und ein Modell zu erarbeiten, um bei der Übersetzung komplexer biblischer Schlüsselbegriffe angemessene und verständliche Entsprechungen in der Zielsprache zu finden.
Es werden Ansätze wie die Wortfeldtheorie, die Merkmalanalyse, die Prototypensemantik, die Scenes-and-frames-Semantik und die Diskursanalyse kombiniert, um Bedeutungsstrukturen zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu linguistischen Grundlagen und einen praktischen Block, in dem der Vers Habakuk 2,4b in verschiedenen deutschen und türkischen Übersetzungen vergleichend untersucht wird.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bibelübersetzung, Semantik, Kontextualisierung, Gerechtigkeit, ṣaddik und den methodischen Ansätzen zur Bedeutungskonstruktion.
Der Vers fungiert als zentrales Fallbeispiel, da er als „Schlüsselvers“ gilt und die Begriffe "gerecht" und "Glaube" enthält, die für die christliche Theologie essenziell sind.
Die Analyse zeigt, dass im türkischen Kontext der islamische Hintergrund (islamische Begrifflichkeiten und religiöse Vorstellungen) eine entscheidende Rolle für das Verständnis und die Wortwahl bei biblischen Übersetzungen spielt.
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