Magisterarbeit, 2008
106 Seiten, Note: 1,0
Die Magisterarbeit untersucht die kommunikative Aneignung von fiktionalen Filmen während Open-Air-Kinoveranstaltungen. Sie analysiert den Diskurs, der sich im Kontext dieser Veranstaltungen zwischen den Filmen, den Veranstaltern und dem Publikum entfaltet. Die Arbeit zielt darauf ab, die Relevanz des Open-Air-Kinos als Distributionsform und die damit verbundenen Artikulationen und Diskurse aufzuzeigen.
Die Einleitung stellt die Vorgehensweise und das Ziel der Arbeit vor. Sie beleuchtet die Bedeutung des Open-Air-Kinos als kulturelles Phänomen und setzt es in den Kontext der Filmgeschichte und der Cultural Studies. Die Arbeit untersucht die Aneignung von Filmen im öffentlichen Raum und die damit verbundenen Diskurse.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Geschichte des Wanderkinos und seiner Bedeutung für die Entwicklung des Films als Medium. Es wird gezeigt, dass Film von Anfang an ein mobiles und internationales Medium war, das in den soziokulturellen Kontext eingebettet war.
Das dritte Kapitel analysiert den Aneignungsbegriff im Rahmen der Cultural Studies. Es wird das Encoding-Decoding-Modell von Stuart Hall vorgestellt und die Bedeutung des Aneignungsbegriffs für die Rezeption von Filmen im öffentlichen Raum diskutiert.
Das vierte Kapitel untersucht das Göttinger Sommerkino Grone 2007 als Fallbeispiel. Es werden die Diskurse analysiert, die sich zwischen den Veranstaltern, dem Publikum und den Filmen entfalten.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Open-Air-Kino, Wanderkino, Filmgeschichte, Cultural Studies, Aneignung, Diskursanalyse, Rezeption, Kommunikation, Film, Medien, Kultur, Öffentlichkeit, Distribution, Grone, Göttingen.
Das Open-Air-Kino ermöglicht die Erreichung von Zielgruppen außerhalb des Mainstreams durch Mobilität und die Nutzung des öffentlichen Raums, ähnlich dem historischen Wanderkino.
Es dient dazu, die Aneignung von Filmen als einen Prozess der Bedeutungszuweisung zu verstehen, bei dem das Publikum den filmischen Diskurs aktiv interpretiert.
Am Beispiel von Filmen wie "Grüne Tomaten" und "8 Mile" wurde analysiert, wie Zuschauer Diskurse über Gender, Rassismus, Familie und Freiheit auf ihre eigene Lebenswelt beziehen.
Beide Formen teilen die Merkmale der Mobilität und der Schaffung einer temporären Öffentlichkeit, die sich von den festen Dispositiven stationärer Kinos unterscheidet.
Die Arbeit nutzte teilnehmende Beobachtung, Filmanalyse, Programmanalyse sowie Ansätze aus der Kulturgeographie und visuellen Anthropologie.
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