Bachelorarbeit, 2009
84 Seiten, Note: 1,7
0. Einleitung
1. Frauen in Beruf und Familie
1.1 Arbeitswelt und Familienleben von Frauen im Wandel
1.2 Lebenslage von erwerbstätigen Müttern
1.3 Das Verhältnis von Arbeit und Familie als Quelle von Belastung und sozialer Unterstützung
2. Theoretischer Hintergrund / Modelle
2.1 Gegenstandsbestimmung und begriffliche Abgrenzung Belastung, Beanspruchung und Stress
2.1.1 Konzepte der Belastungs- und Stressforschung
2.1.2 Das Konzept Belastung und Beanspruchung
2.1.3 Das kognitiv-transaktionale Stressmodell
2.2 Ressourcen
2.2.1 Die Wirkung von Ressourcen im Stressprozess
2.2.2 Methodische Überlegungen
2.2.3 Die „Conservations of Resources“ Theorie
2.3 Soziale Unterstützung
2.3.1 Begriffserklärung
2.3.2 Differenzierung von objektiver und subjektiver Unterstützung
2.3.3 Quantitativer und qualitativer Aspekt
2.3.4 Arten/Inhalte sozialer Unterstützung
2.3.5 Quellen sozialer Unterstützung
2.3.6 Effekte von sozialer Unterstützung
2.3.6.1 Soziale Unterstützung und Gesundheit
2.3.6.2 Direkte Effekte auf die Gesundheit
2.3.6.3 Indirekte Effekte
2.3.6.4 Moderator- oder Puffereffekt
2.3.6.5 Negative Effekte auf die Gesundheit
2.4 Work-Family Conflict
2.4.1 Allgemeines
2.4.2 Rollentheorie
2.5 Empirische Befunde zur Situation berufstätiger Mütter / aktueller Forschungsstand
3. Empirischer Teil
3.1 Fragestellung
3.2 Hypothesen
3.3 Stichprobe
3.4 Untersuchungsdesign
3.5 Durchführung
3.6 Erhebungsmethoden / Operationalisierung der Variablen
3.6.1 Erfassung von Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz
3.6.2 Erfassung der psychophysischen Beanspruchung
3.6.3 Erfassung der psychischen und körperlichen Gesundheit
3.6.4 Erfassung von sozialer Unterstützung
3.6.5 Erfassung des Work-Family Conflicts
3.6.6 Soziodemographische Daten
3.6.7 Der Gesamterhebungsbogen
3.7 Auswertungsverfahren
4. Kritische Betrachtung der vorgestellten Untersuchung / Diskussion
4.1 Validitätseinschränkungen
4.2 Methodenkritik
4.3 Diskussion
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Zusammenwirken von arbeitsbezogener Belastung, sozialer Unterstützung und dem Work-Family Conflict im Hinblick auf die psychophysische Beanspruchung bei berufstätigen Müttern, um gesundheitsfördernde Ressourcen zu identifizieren.
1.1 Arbeitswelt und Familienleben von Frauen im Wandel
Während der letzten Jahrzehnte vollzog sich für Frauen ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel. Frauen wurden nicht nur aus normativen Zwängen freigesetzt, vor allem im Bereich des vorfamilialen partnerschaftlichen Zusammenlebens, im Ausbildungs- und Berufskontext, auch im Verlauf von Individualisierungsprozessen entwickelten sie Lebenskonzepte mit vielen unterschiedlichen, für sie gleichwertigen Optionen. Es erfolgte eine Angleichung der Berufsorientierung an die der Männer. Trotz nach wie vor bestehender Benachteiligung im Berufskontext nehmen sie - nicht mehr nur aus materiellem Grund heraus sondern aus hoher intrinsischer Motivation - immer stärker am außerhäuslichen Erwerbsleben teil. Die Berufswelt mit ihrer gesamten Auseinandersetzung ist in die Persönlichkeitsentwicklung der Frauen integriert. Das Selbstverständnis der Frauen ist im Umbruch und die traditionelle Frauenrolle funktioniert nicht mehr ohne weiteres. Trotzdem ist sie tief verwurzelt in den männlichen und weiblichen Lebenskonzepten und wird in der Lebensplanungsphase in Frage gestellt und wird insbesondere in kinderbezogenen Familienzyklusphasen gelebt.
Diskontinuitäten treten im weiblichen Lebenslauf auf, wenn zu der Berufsorientierung die ebenso hoch bewertete Lebensperspektive der Elternschaft hinzukommt: Frauen als erfolgreiche Erwerbstätige, als selbstständige und selbstbewusste Partnerinnen, als Geliebte und Ehefrauen, als Hausfrauen und Mütter. Die alten Werte zerfallen und machen neuen Platz, die wiederum noch nicht gefestigt und erprobt sind. Traditionelle Rollenmuster zeigen sich während dieser Phase und internalisierte Mutterideale werden angestrebt. Die Geschlechtsrollendifferenzierung erzwingt in dieser Phase die verschiedensten berufsbiographischen und familienbezogenen Anpassungsleistungen von Frauen (Brüderl, 1992). Laut Brüderl (1992) resultiert die Anstrengung um eine gleichzeitige Verwirklichung beider wesentlichen Lebensorientierungen und Entwicklungen bei Frauen zu einem täglichen physischen und psychischen Spagat zwischen zwei getrennten Lebenswelten.
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Müttern ein und skizziert die Zielsetzung des vorliegenden Studienentwurfs.
1. Frauen in Beruf und Familie: Das Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel der Frauenrolle und die spezifischen Lebenslagen von erwerbstätigen Müttern im Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie.
2. Theoretischer Hintergrund / Modelle: Hier werden die zentralen theoretischen Konzepte wie Stressforschung, das kognitiv-transaktionale Stressmodell nach Lazarus, Ressourcenmodelle und Theorien zu sozialer Unterstützung und Work-Family Conflict erläutert.
3. Empirischer Teil: Dieser Teil beschreibt das geplante Studiendesign, die Hypothesenbildung, die Stichprobenauswahl sowie die eingesetzten Erhebungsmethoden und Auswertungsverfahren.
4. Kritische Betrachtung der vorgestellten Untersuchung / Diskussion: In diesem Kapitel werden Validitätseinschränkungen diskutiert und eine fundierte Methodenkritik mit Bezug auf relevante Fachliteratur vorgenommen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die theoretischen Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit zukünftiger Forschung und praktischer Interventionen.
Berufstätige Mütter, Work-Family Conflict, Soziale Unterstützung, Stress, Beanspruchung, Belastung, Rollentheorie, Ressourcen, Gesundheitsförderung, Vereinbarkeit, Arbeitspsychologie, Organisationspsychologie, Stressbewältigung, Salutogenese, empirische Studie.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation berufstätiger Mütter und untersucht, wie soziale Unterstützung und der Konflikt zwischen Arbeit und Familie (Work-Family Conflict) deren Belastung und psychophysische Beanspruchung beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeits- und Organisationspsychologie, der Stressforschung bei Frauen sowie der Rolle von Ressourcen und Rollenkonflikten im Alltag erwerbstätiger Mütter.
Das Ziel ist die Erstellung eines wissenschaftlich fundierten Entwurfs für eine empirische Studie, die aufzeigen soll, inwieweit soziale Unterstützung als Ressource die negativen Auswirkungen von Belastungen abpuffern kann.
Der Studienentwurf basiert auf einem Querschnitts-Korrelationsdesign, das standardisierte Fragebögen (wie KFZA, Irritationsskala und SF-12) vorsieht, um Daten für eine hierarchisch moderierte Regressionsanalyse zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen ausführlichen theoretischen Hintergrund über Stressmodelle und soziale Unterstützung sowie einen empirischen Teil, der die konkrete Planung der Erhebung darlegt.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Work-Family Conflict, soziale Unterstützung, berufstätige Mütter, Beanspruchung, Stress, Ressourcenmanagement und Rollentheorie.
Soziale Unterstützung wird als externe Ressource identifiziert, die laut Pufferhypothese dazu beitragen kann, den Zusammenhang zwischen Belastung und krankheitsbedingter Beanspruchung zu mildern.
Es beschreibt Konflikte, die entstehen, wenn Anforderungen aus der Arbeitswelt den familiären Bereich behindern (oder umgekehrt), was zu Stress und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.
Kritisiert wird unter anderem der Querschnittscharakter der geplanten Untersuchung, der keine direkten kausalen Schlussfolgerungen zulässt, sowie die Herausforderung, "soziale Unterstützung" objektiv messbar zu machen.
Unter Bezugnahme auf Studien wie die von Barnett und Hyde wird argumentiert, dass multiple Rollen grundsätzlich gesundheitsförderlich wirken können, sofern die Qualität der Rollen hoch ist und die Frau sich in ihnen selbst verwirklichen kann.
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