Bachelorarbeit, 2008
46 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Die Gesamtsituation von Frauen
2.1 Begriffserläuterung Diskriminierung
2.2 Formen und Auswirkungen geschlechtsspezifischer Diskriminierung
3. Die Bedeutung von Ungleichbehandlungen für die Entwicklungspolitik
4. Die Bedeutung von Frauen für die Verwirklichung entwicklungspolitischer Ziele
5. Konzepte, Strategien und Instrumente der Entwicklungspolitik zur Gleichstellung von Frauen
5.1 Der Wandel entwicklungspolitischer Konzepte zur Stärkung von Frauen
5.2 Frauenförderung
5.3 Der Empowerment-Ansatz
5.4 Der Gender-Ansatz
5.4.1 Die Gender-Analyse
5.4.2 Gender-Budgeting
5.4.3 Gender Mainstreaming
5.4.4 Kritik am Gender-Ansatz
6. Die Millenniumsziele
7. Beiträge des BMZ zur Förderung und Gleichstellung von Frauen
7.1 Konzeptionelle Entwicklungen
7.2 Konkrete Maßnahmen und finanzielle Aufwendungen
7.3 Kritik am BMZ
8. Fortschritte und Misserfolge
9. Schlussbetrachtung
10. Quellen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Frauen in der internationalen Entwicklungspolitik, analysiert die strukturelle Benachteiligung von Frauen weltweit und bewertet die entwicklungspolitischen Instrumente, die zur Förderung der Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit eingesetzt werden. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit die Bedürfnisse und das ökonomische Potenzial von Frauen in entwicklungspolitischen Strategien tatsächlich berücksichtigt werden und welche Effekte die verschiedenen Ansätze – von der klassischen Frauenförderung bis hin zum Gender Mainstreaming – in der Praxis erzielen.
2. Die Gesamtsituation von Frauen
Die Situation von Frauen sowie ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Stellung variiert zwischen einzelnen Regionen, Staaten und Kontinenten stark. Durchweg lässt sich allerdings sagen, wie im Folgenden dargelegt wird, dass Frauen weltweit, im Vergleich zu der Situation von Männern, erheblich benachteiligt sind. Auch in Westeuropa und Nordamerika ist trotz der Frauenbewegung bis heute keine vollständige Gleichstellung zwischen den Geschlechtern erreicht.
Frauen sind überall auf der Welt stärker von Armut bedroht und leben in weit stärkerem Maße in Armut. Der Anteil der Frauen an der Gruppe der absolut Armen, welche von weniger als einem Dollar pro Tag leben, liegt nach Schätzungen bei etwa 70 Prozent. Insgesamt hat sich darüber hinaus die Kluft zwischen den sich in der Armut befindenden Frauen und Männer vergrößert, so dass von einer Feminisierung der Armut gesprochen wird. Der hohe Betroffenheitsgrad von Frauen an der weltweiten Armut ist vor allem auf deren strukturelle Diskriminierung innerhalb aller Gesellschaften zurückzuführen. „Wesentliche Ursache der Armut von Frauen ist die gesellschaftliche Ungleichheit der Geschlechter, die sich in spezifischen Diskriminierungen von Frauen niederschlägt.“
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert das globale ökonomische Ungleichgewicht und die daraus resultierende Armut, insbesondere von Frauen, und erläutert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Frau in der Entwicklungspolitik zu untersuchen.
2. Die Gesamtsituation von Frauen: Dieses Kapitel beschreibt die weltweite Benachteiligung und strukturelle Diskriminierung von Frauen sowie das Phänomen der Feminisierung der Armut.
3. Die Bedeutung von Ungleichbehandlungen für die Entwicklungspolitik: Hier wird erläutert, wie soziale Disparitäten und Diskriminierung die Ziele einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung untergraben und das Potenzial von Staaten hemmen.
4. Die Bedeutung von Frauen für die Verwirklichung entwicklungspolitischer Ziele: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Investitionen in Frauen, insbesondere in Bildung, einen massiven Multiplikationseffekt für das Wirtschaftswachstum und die Lebensqualität ganzer Gesellschaften haben.
5. Konzepte, Strategien und Instrumente der Entwicklungspolitik zur Gleichstellung von Frauen: Es wird die historische Entwicklung von der Frauenförderung über den Empowerment-Ansatz bis zum Gender Mainstreaming sowie deren Kritik nachgezeichnet.
6. Die Millenniumsziele: Dieses Kapitel bewertet die Millenniumsentwicklungsziele als zentralen Orientierungsrahmen für die internationale Politik im Hinblick auf den Bezug zur Geschlechtergerechtigkeit.
7. Beiträge des BMZ zur Förderung und Gleichstellung von Frauen: Eine exemplarische Untersuchung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hinsichtlich seiner konzeptionellen Ansätze und konkreten Fördermaßnahmen.
8. Fortschritte und Misserfolge: Eine kritische Bilanz der bisherigen entwicklungspolitischen Anstrengungen, die trotz mancher Fortschritte bei Bildungsraten und Lebenserwartung noch erhebliche Defizite aufzeigt.
9. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass eine formale Verankerung von Gender-Strategien zwar existiert, jedoch in der Umsetzung aufgrund komplexer soziokultureller Faktoren weiterhin erhebliche Defizite bestehen, die permanenten Nachdruck erfordern.
10. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur, Zeitschriften und Internetquellen.
Entwicklungspolitik, Frauenförderung, Geschlechtergerechtigkeit, Gender Mainstreaming, Armutsbekämpfung, Feminisierung der Armut, Empowerment, Menschenrechte, Bildung, BMZ, Millenniumsziele, soziale Disparitäten, Diskriminierung, Entwicklungsländer, ökonomisches Potenzial.
Die Arbeit analysiert den Status von Frauen in Entwicklungsländern und die Art und Weise, wie die internationale Entwicklungspolitik auf die geschlechtsspezifische Diskriminierung reagiert.
Die Schwerpunkte liegen auf der strukturellen Armut von Frauen, der Bedeutung von Bildung für Mädchen und Frauen sowie der evolutionären Entwicklung von politischen Instrumenten zur Geschlechtergerechtigkeit.
Das Ziel ist es, zu verdeutlichen, dass die Förderung von Frauen nicht nur ein menschenrechtliches Gebot ist, sondern auch eine ökonomische Notwendigkeit für die nachhaltige Entwicklung von Staaten darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer ideengeschichtlichen Einordnung der entwicklungspolitischen Ansätze, einer Analyse relevanter statistischer Indikatoren und einer kritischen Auswertung von Berichten und Strategiepapieren internationaler Geber.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Konzepte (WID, Empowerment, Gender-Ansatz), der Rolle des BMZ bei der praktischen Umsetzung dieser Konzepte sowie der Bilanzierung von Fortschritten und Misserfolgen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Entwicklungspolitik, Gender Mainstreaming, Empowerment, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit definiert.
Die Autorin hebt hervor, dass es oft bei einer reinen „Gender-Rhetorik“ bleibt, da es an konsequenter Umsetzung, ausreichenden finanziellen Ressourcen und echtem politischen Willen mangelt.
Während die Frauenförderung primär auf direkte, oft materielle Unterstützung abzielt, fokussiert der Empowerment-Ansatz stärker auf die Stärkung des Selbstvertrauens und die Transformation von Machtstrukturen.
Bildung ist laut der Arbeit der Schlüsselfaktor, um den Teufelskreis aus Armut und Abhängigkeit zu durchbrechen, die Müttersterblichkeit zu senken und Frauen eine eigenständige ökonomische Teilhabe zu ermöglichen.
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