Diplomarbeit, 1994
162 Seiten, Note: 2
Vorwort
Kapitel I
1. Begriffserklärungen
1.1. Rassismus
1.2. Faschismus
1.3. Neofaschismus
1.4. Rechtsextremismus
1.5. „Volk“ und „Nation“
Kapitel II
1. Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945
1.1. Aufarbeitung der Geschichte
1.2. Die Herausbildung der rechtsextremistischen, politischen Parteien
2. Entwicklung des Rechtsextremismus in Österreich
Kapitel III
Die Republikaner
1. Entstehung
2. Die erste Spaltung und die ersten Erfolge der Partei
3. Überraschende Erfolge der Republikaner in Berlin und bei der Europawahl (1989)
4. Wesentliche Politikfelder
4.1. Parteiprogramme der Republikaner
4.1.2. Zur Sprache der Republikaner
4.2. Parteiprogramm 1987
4.2.1. Frauen
4.2.2. Erziehung
4.2.3. Ausländer
4.2.4. Medienpolitik
4.3. Parteiprogramm 1990
4.4. Die Zeit zwischen den zwei Parteiprogrammen der Republikaner (1990 bis 1993)
4.5. Parteiprogramm 1993
5. Ideologie und Strategie
5.1. Das Verständnis der Republikaner von den Begriffen „Volk“ und „Nation“
5.2. Ideologie
5.3. Strategie
6. Republikaner und EG
7. Rolle eines „charismatischen Führers“?
8. Aktuelle Lage der Partei
Kapitel IV
Freiheitliche Partei Österreichs
1. Drei Lager Theorie
1.1. Das nationale Lager
1.2. Verband der Unabhängigen (VdU)
2. Entstehung der FPÖ
2.1. Die FPÖ bis zur Wahl Haiders
3. Jörg Haiders Ära
3.1. Rolle einen „charismatischen Führers“?
3.2. Die erste Spaltung und die ersten Erfolge der Partei
3.2.1. Die Gründe der Erfolge
3.2.2. Protestwahl ?
3.3. Wesentliche Politikfelder (Parteiprogramm)
3.3.1. Frauen
3.3.2. Erziehung
3.3.3. Ausländer
3.3.3.1. Zeitablauf des „Volksbegehrens“
Das 12 Punkteprogramm des „Volksbegehrens“
3.3.3.2. Wichtigste Elemente der FPÖ-Ausländerpolitik
3.3.4. Medien
4. Ideologie und Strategie
4.1. Das Verständnis der FPÖ von den Begriffen „Volk“ und „Nation“
4.2. Ideologie
4.2.1. „Volksgemeinschaft“
4.2.2. Deutschnationalismus
4.2.3. Der starke Staat
4.3. Strategie
4.3.1. Kulturpatriotismus
4.3.2. Ausländerfeindlichkeit
4.3.3. Verschwörungstheorien
4.3.3.1. „Altparteien“
4.3.3.2. Die Linke
4.4. FPÖ und EG
Kapitel V
Republikaner und FPÖ. Ein Vergleich
1. Sprachvergleich
2. Ideologievergleich
3. Strategievergleich
4. Europapolitikvergleich
5. Politikfeldervergleich
5.1. Frauen
5.2. Erziehung
5.3 Ausländerpolitikvergleich
5.4. Medienpolitikvergleich
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist ein komparativer Vergleich der politischen Ideologien und Strategien der deutschen Partei „Die Republikaner“ und der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ (FPÖ), um ihre jeweiligen parteipolitischen Strukturen und ihr Verständnis von Nationalismus und Gesellschaft im historischen Kontext nach 1945 zu analysieren.
Die erste Spaltung und die ersten Erfolge der Partei
In einer angeblich von etwa 600 Personen besuchten Gründungsveranstaltung wurde Franz Handlos zum Vorsitzenden der Partei gewählt. Dennoch zeigte sich Franz Schönhuber als die dominantere Person an der Spitze der neugegründeten Partei. Er besaß als einziger ein klares politisches Konzept.
„Auf lange Sicht wollte er am rechten politischen Rand eine Partei etablieren, die in ihren Ansichten radikaler sein sollte als die CSU, sich aber trotzdem wirkungsvoll von NPD und DVU abgrenzen würde.[...] Mit dieser Taktik, die schließlich die Partei spalten sollte, hoffte Schönhuber, zuerst in Bayern und dann auf Bundesebene koalitionsfähig zu werden.“
1985 kam es zu einem für Schönhubers Parteikarriere entscheidenden Streit zwischen diesen drei Männern, wobei F. Handlos gerichtlich eine Klage auf Ausschluß Schönhubers und Amtsenthebung Voigts gestellt hatte. „Zur Begründung führte er an, Schönhuber und Voigt würden die Republikaner zum 'Auffangbecken rechter Kräfte umfunktionieren'; unumwunden bezeichnete er seine bisherigen Parteifreunde als Nazis.“
1. Begriffserklärungen: Definition grundlegender politischer Termini wie Rassismus, Faschismus und Rechtsextremismus zur methodischen Einordnung der Untersuchung.
1. Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945: Analyse der mangelnden historischen Aufarbeitung in Deutschland und der Entstehung rechtsextremer Parteien.
2. Entwicklung des Rechtsextremismus in Österreich: Untersuchung der österreichischen Nachkriegsgeschichte und der Kontinuität rechtsextremer Tendenzen im sogenannten „dritten Lager“.
Die Republikaner: Detaillierte Darstellung der Entstehung, Ideologie und strategischen Ausrichtung der Partei „Die Republikaner“ unter Franz Schönhuber.
Freiheitliche Partei Österreichs: Untersuchung der Geschichte und politischen Wende der FPÖ unter Jörg Haider.
Republikaner und FPÖ. Ein Vergleich: Zusammenfassender systematischer Vergleich beider Parteien hinsichtlich ihrer Sprache, Ideologie, Strategie und Europapolitik.
Republikaner, FPÖ, Jörg Haider, Franz Schönhuber, Rechtsextremismus, Nationalismus, Völkisches Denken, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Populismus, Deutschland, Österreich, Neue Rechte, Ideologievergleich, Parteiprogramm.
Die Arbeit untersucht vergleichend die Ideologien und politischen Strategien der „Republikaner“ (Deutschland) und der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ (FPÖ).
Die zentralen Themen umfassen die rechtsextreme Ideologie, völkischen Nationalismus, die Rolle von Führungspersonen, Ausländerfeindlichkeit und Medienpolitik.
Das Ziel ist es, die strukturellen Gemeinsamkeiten beider Parteien aufzuzeigen und ihre politische Positionierung im rechten Spektrum kritisch zu analysieren.
Es wird eine qualitative Analyse politischer Programme, Parteischriften, Reden und die Auswertung von Sekundärliteratur angewandt.
Der Hauptteil beleuchtet die Entstehungsgeschichte, das ideologische Fundament und die politische Praxis der Republikaner sowie der FPÖ unter Jörg Haider.
Schlüsselbegriffe sind Rechtsextremismus, Nationalismus, völkische Ideologie, Populismus und die kritische Auseinandersetzung mit Demokratiefeindlichkeit.
Der Autor ordnet Haider als autoritären „Partei-Führer“ ein, der die FPÖ maßgeblich in eine rechtsextreme Richtung gelenkt hat.
Beide Parteien nutzen den Begriff „Nation“ nicht im Sinne eines Staatsbürgertums, sondern basierend auf einer ethnisch-völkischen Abstammungsideologie.
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