Examensarbeit, 2022
135 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung: Lehr-Lern-Labore
2.1 Abgrenzung der Formate Lehr-Lern-Labor, Schülerlabor und Studienwerkstatt
3. Lehr-Lern-Labore: Vielfalt der Konzeptionen, Merkmale und ihr Beitrag zur Professionalisierung
3.1 Konzeptionsmodelle: Zyklischer Prozesse im Lehr-Lern-Labor
3.2 Strukturelle und konzeptionelle Merkmale von Lehr-Lern-Labor-Veranstaltungen und ihr Beitrag zur Professionalisierung
3.2.1 Tätigkeit der Studierenden in Lehr-Lern-Laboren
3.2.2 Lehrziele von Lehr-Lern-Laboren
3.2.3 Umfang, Dauer, Turnus und die Verortung von Lehr-Lern-Laboren im Curriculum
3.2.4 Lernorte
3.2.5 Studierendenanzahl und Schüler*inneneinbindung
3.2.6 Komplexitätsreduktion in Lehr-Lern-Laboren
3.2.7 Reflexion in Lehr-Lern-Laboren
3.2.8 Forschendes Lernen in Lehr-Lern-Laboren
3.2.9 Verknüpfung von Theorie und Praxis in Lehr-Lern-Laboren
3.2.10 Zwischenfazit zur Vielfalt der Konzeptionen, Merkmalen und ihr Beitrag zur Professionalisierung
4. Professionalisierung durch Lehr-Lern-Labore
4.1 Begriffsbestimmung: Profession und Professionalisierung
4.2 Beitrag der Lehr-Lern-Labore zur Professionalisierung Studierender
4.2.1 professionelle Unterrichtswahrnehmung
4.2.2 professionelle Handlungskompetenz
4.2.3 Diagnosekompetenz
4.2.4 Reflexionskompetenz
4.2.5 Fachdidaktisches Wissen und Fachwissen
4.2.6 Selbstwirksamkeitserwartung und professionelle Identität
4.2.7 Wahrnehmung der Lehr-Lern-Labore durch Studierende
4.2.8. Professionalisierung durch Lehr-Lern-Labore außerhalb der MINT-Fächer
4.2.9 Neueste Entwicklungen des Formates Lehr-Lern-Labor
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Professionalisierungspotenzial von Lehr-Lern-Laboren (LLL) für Lehramtsstudierende. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie dieses Lehrformat dazu beitragen kann, die Theorie-Praxis-Verknüpfung in der Ausbildung zu verbessern, den sogenannten Praxisschock zu präventionieren und essenzielle berufsbezogene Kompetenzen zu fördern.
3.1 Konzeptionsmodelle: Zyklischer Prozesse im Lehr-Lern-Labor
Lehr-Lern-Labore und die dazugehörigen Lehr-Lern-Labor-Seminare sind ein Lehrformat, das versucht dem oft geäußerten Wunsch nach mehr Praxiserfahrungen während der universitären Ausbildung von Lehrkräften nachzukommen (vgl. Makrinus, L., 2013). Von vorne herein muss jedoch gesagt werden, dass es auf Grund der Neuheit dieses Formates aber auch der großen Variation hinsichtlich Zielsetzungen und Konzeptionen, kein sicheres Patentrezept für eine erfolgreiche Planung und Durchführung von Lehr-Lern-Laboren und den dazugehörigen Seminaren gibt (vgl. Weusmann, B., et al., 2020).
Dennoch gibt es seit längerer Zeit Versuche den Ablauf sowie die Ziele von Lehr-Lern-Laboren und Lehr-Lern-Labor-Seminaren in Modellen abzubilden. So entwickelten Nordmeier et al. das Modell des Zyklischen Forschenden Lernens, welches sie basierend auf der Arbeit von Hornung und Schulte (2011) entwickelten. Die darin enthaltenen Arbeitsprozesse sollen zyklisch sein, weshalb das Seminar einen sich wiederholenden Charakter aufweist, der es den Studierenden ermöglicht ihr Lehrhandeln zu erproben, zu reflektieren und zu adaptieren. Das Lernen darin soll forschend sein (vgl. Nordmeier et al. 2014; Hornung, M., Schulte, C., 2011).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Forderung nach einer stärkeren Praxisorientierung in der deutschen Lehrerbildung und identifiziert das Lehr-Lern-Labor als ein vielversprechendes Format zur Theorie-Praxis-Verknüpfung.
2. Begriffsbestimmung: Lehr-Lern-Labore: Hier werden die Grundbausteine des Lehr-Lern-Labors definiert und eine Abgrenzung zu anderen Formaten wie Schülerlaboren und Studienwerkstätten vorgenommen.
3. Lehr-Lern-Labore: Vielfalt der Konzeptionen, Merkmale und ihr Beitrag zur Professionalisierung: Dieses Kapitel erörtert die Vielfalt an Konzeptionen sowie die zentralen Merkmale wie Tätigkeit, Lehrziele, Lernorte und Komplexitätsreduktion, die zur Professionalisierung beitragen.
4. Professionalisierung durch Lehr-Lern-Labore: Dieser Teil betrachtet den aktuellen Forschungsstand zu verschiedenen Kompetenzkonstrukten wie Unterrichtswahrnehmung, Diagnosekompetenz und Selbstwirksamkeit, die durch das LLL gefördert werden können, inklusive neuerer digitaler Entwicklungen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das Lehr-Lern-Labor als ein geeignetes Format ein, um die Praxisphasen im Lehramtsstudium durch eine fundierte Theorie-Praxis-Verknüpfung bedeutungsvoller zu gestalten.
Lehr-Lern-Labor, Professionalisierung, Lehramtsausbildung, Theorie-Praxis-Verknüpfung, Forschendes Lernen, Reflexion, Komplexitätsreduktion, Unterrichtswahrnehmung, Handlungskompetenz, Diagnosekompetenz, Selbstwirksamkeitserwartung, Lehrerbildung, MINT-Fächer, Digitale Lehre.
Die Arbeit exploriert das Potenzial von Lehr-Lern-Laboren als Lehrformat in der universitären Lehramtsausbildung, um angehende Lehrkräfte bereits während ihres Studiums effektiv zu professionalisieren.
Zentral sind die theoretische Fundierung des LLL-Konzepts, die Analyse der verschiedenen methodischen Ausgestaltungen und die empirische Überprüfung seiner Wirksamkeit in Bezug auf die Professionalisierungsziele von Studierenden.
Das primäre Ziel ist es zu klären, inwieweit Lehr-Lern-Labore tatsächlich zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden beitragen können, indem empirisch bestimmte Merkmale und Wirkungsweisen des Formats analysiert werden.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, welche den aktuellen Stand der Forschung durch Literaturanalyse sowie die Auswertung diverser empirischer Studien zu Lehr-Lern-Laboren synthetisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsbestimmung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit den strukturellen und konzeptionellen Merkmalen des Formats (wie Reflexion, Forschendes Lernen, Komplexitätsreduktion) sowie eine umfassende Betrachtung der empirischen Forschungsergebnisse zu verschiedenen Kompetenzkonstrukten.
Typische Begriffe sind Lehr-Lern-Labor, Professionalisierung, Lehramtsausbildung, Theorie-Praxis-Verknüpfung, Forschendes Lernen, Reflexion und Kompetenzentwicklung.
Sie dient dazu, angehende Lehrkräfte in geschützten Settings in kleinen Schritten an die volle Komplexität des Lehrerberufs heranzuführen, um so einer kognitiven Überforderung und der damit verbundenen Senkung der Selbstwirksamkeit entgegenzuwirken.
Der zentrale Unterschied liegt in der Verknüpfung der Ausbildung Studierender mit der Förderung der Schüler*innen; das LLL ist primär ein Ort für Lerneffekte der Studierenden, nicht allein eine außerschulische Lernstätte für Schülerkader.
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