Masterarbeit, 2021
83 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Was ist „Mentales Training“?
2.1 Definition
2.2 Einordnung innerhalb der Sportpsychologie
2.3 Die drei Mentalen Trainingsformen
2.3.1 Subvokales Training
2.3.2 Observatives Training
2.3.3 Ideomotorisches Training
2.4 Anwendungsfelder
2.4.1 (Leistungs-)Sport
2.4.2 Rehabilitation und Medizin
2.4.3 Schulsport
2.5 Von der visuellen Wahrnehmung zum kinästhetischen Code: Die praktische Umsetzung
2.5.1 Sprachlich-symbolischer Ansatz
2.5.2 Räumlich-bildhafter Ansatz
2.5.3 Kinästhetischer Ansatz
2.6 Handlungs- und psychoregulative Wirkung als Zielsetzung
2.7 Grenzen des Mentalen Trainings
3 Modell zum Aufbau eines Mentalen Trainings
4 Neuropsychologie des Mentalen Trainings
4.1 Neurophysiologische Grundlagen der Wirkmechanismen
4.2 Studien zur Überprüfung der Wirkmechanismen
4.3 Kognitive Hypothese zur Erklärung der Wirkmechanismen
4.4 Kognitiv-perzeptuelle Hypothese zur Erklärung der Wirkmechanismen
4.5 Programmierungshypothese zur Erklärung der Wirkmechanismen
5 Forschungsschwerpunkt
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Studienübersicht
5.3 Diskussion
5.4 Fazit
5.5 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Effektivität von mentalem Training bei Anfängern (Novizen), indem sie den aktuellen Forschungsstand anhand von zwölf ausgewählten Studien analysiert. Ziel ist es, Einflussgrößen wie die Trainingsart und die Art der Intervention zu identifizieren, die bei Novizen zu Leistungszuwächsen beitragen, und methodische Grenzen des mentalen Trainings in diesem Kontext aufzuzeigen.
2.1 Definition
Grundsätzlich ist unter Mentalem Training eine „systematische interne Realisation einer Bewegungshandlung mit gehemmtem Endglied, d.h. ohne konkrete Bewegungsausführung (externe Realisation)“ zu verstehen (Hackfort & Munzert, 2003, S. 362). Beim Mentalen Training wird eine Bewegung, welche später real innerhalb einer Sportart ausgeführt werden soll, lediglich kognitiv ‚erlebt’, wodurch der äußere Betrachter keine Bewegung ausmachen kann.
Eberspächer (2012, S. 70) formuliert, dass „beim Mentalen Training [ ] die Trainierenden aufgefordert [werden], sich den betreffenden Bewegungsablauf intensiv vorzustellen, ohne die entsprechende Bewegung wirklich auszuführen.“ Im Vergleich zum realen physischen Training erfolgt kein propriozeptives Feedback, obgleich der Trainierende auch keinerlei körperliche Erschöpfung verzeichnet.
Mayer und Hermann (2009, S. 12) betonen die Integration von so vielen Sinnesmodalitäten wie möglich bei der Praxis des Mentalen Trainings: „Auch wenn die bildliche Vorstellung zunächst naheliegend erscheint, sind Aspekte wie Bewegungsgefühl, aber auch Tastempfindungen, auditive (das Hören betreffend) und sogar olfaktorische (den Geruchsinn betreffende) Inhalte einer Vorstellung relevant.“ All jene Faktoren helfen dem Athleten bei der Ausbildung einer automatisierten Bewegung.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Wirksamkeit von mentalem Training bei Novizen und führt in die wissenschaftliche Fragestellung und methodische Herangehensweise ein.
2 Was ist „Mentales Training“?: Dieses Kapitel definiert den Begriff, ordnet ihn in die Sportpsychologie ein und differenziert zwischen verschiedenen Formen wie subvokalem, observantivem und ideomotorischem Training.
3 Modell zum Aufbau eines Mentalen Trainings: Hier wird die PETTLEP-Methode als strukturelles Vorgehen für ein effektives mentales Training vorgestellt.
4 Neuropsychologie des Mentalen Trainings: Dieses Kapitel erläutert die neurophysiologischen Wirkmechanismen und diskutiert wissenschaftliche Hypothesen zur Erklärung von Trainingseffekten.
5 Forschungsschwerpunkt: Den Kern der Arbeit bildet die systematische Übersichtsarbeit zu wissenschaftlichen Studien über die Anwendung und Effektivität von mentalem Training bei Neulingen im Sport.
Mentales Training, Sportpsychologie, Novizen, Bewegungsvorstellung, Ideomotorisches Training, Observatives Training, PETTLEP-Methode, Neurowissenschaften, Angewandte Sportpsychologie, Schulsport, Leistungsentwicklung, Bewegungsrepräsentation, Kognitive Regulation, Effektstärke, Psychoregulation.
Die Arbeit analysiert die Effektivität von mentalem Training bei Anfängern im Sport und untersucht, unter welchen Bedingungen dieses Training auch Personen ohne große Expertise zu Leistungssteigerungen verhelfen kann.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und neuropsychologische Basis mentaler Trainingsformen, deren Anwendung in Sport und Schule sowie eine detaillierte Zusammenfassung aktueller Forschungsstudien.
Es soll geklärt werden, ob und wie Novizen von mentalem Training profitieren und welche spezifischen Trainingsarten oder Interventionstypen bei ihnen besonders wirksam sind.
Die Arbeit basiert auf einer internetbasierten, wissenschaftlichen Literaturrecherche und einem Review, bei dem zwölf ausgewählte Studien analysiert und hinsichtlich ihrer Ergebnisse miteinander verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die verschiedenen Trainingsarten und deren neurophysiologische Grundlagen sowie den eigentlichen Forschungsschwerpunkt, der die Ergebnisse der Studien zusammenfasst und kritisch diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Mentales Training, Novizen, Bewegungsvorstellung, ideomotorisches und observatives Training, PETTLEP-Methode sowie Leistungssport und Schulsport.
Da Novizen oft noch nicht über automatisierte Bewegungsrepräsentationen und die nötige Expertise verfügen, fällt ihnen die reine ideomotorische Vorstellung oft schwerer, weshalb observative Trainingsansätze (z.B. per Video) für sie häufig besser geeignet sind.
Die Arbeit nutzt ein Komplexitätsstufen-Modell, um aufzuzeigen, wie die Anforderungen an das Training mit der Komplexität der Sportart und den Variablen ( Gegner, Team, Umgebungswechsel) steigen.
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