Fachbuch, 2009
52 Seiten
1 Einleitung
2 Strukturelle Rahmenbedingungen für Alten- und Pflegeheime
2.1 Situation vor Inkrafttreten der Pflegeversicherung
2.2 Grundsätze der Pflegeversicherung
2.3 Aktuelle Situation
3 Spezialisierung eines Wohnbereiches für dementiell erkrankte Menschen
3.1 Krankheitsbild der Demenz
3.2 Interaktion mit dementiell Erkrankten
3.2.1 Validation nach Naomi Feil
3.2.2 Integrative Validation
3.2.3 Milieutherapie
3.2.4 Realitätsorientierungstraining
3.2.5 Biografiearbeit
3.3 Der Wohnbereich
3.3.1 Die Wohnküche
3.3.2 Das Pflegebad
3.3.3 Erlebnisecken / Themenecken
3.3.4 Snoezelnraum
3.3.5 Der beschützte Garten
4 Fördernde Prozesspflege als System
4.1 Kommunizieren können
4.2 Essen und Trinken
5 Managementkonzept KAIZEN
5.1 Kurzbeschreibung von KAIZEN
5.2 Aufgaben im Management bei KAIZEN
5.2.1 KAIZEN als Problemlösungsprozess
5.3 KAIZEN und die Mitarbeiter
5.4 KAIZEN und die Kunden
6 Implementierung des Konzeptes auf der Basis von KAIZEN
6.1 Einführung
6.2 Kontinuierliche Verbesserung
6.3 Die Aufgaben der Vorgesetzten
6.4 Mitarbeiterförderung im Wohnbereich
6.5 Dokumentation und Evaluation im Rahmen des Pflegeprozesses
6.5.1 Dementia Care Mapping
6.6 Bewohner
7 Zusammenfassung und Resümee
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein konzeptionelles Modell für die Spezialisierung eines Wohnbereiches für dementiell erkrankte Menschen zu entwickeln. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie das Managementkonzept KAIZEN als Instrument zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung und Standortsicherung in diesen speziellen Pflegekontext integriert werden kann.
3.2.2 Integrative Validation
Von Nicole Richard wurde die „Integrativen Validation“ entwickelt. IVA geht davon aus, dass die Grundlage des Kontaktes darin besteht, ein vertrauensvolles Klima zu schaffen. Die Betroffenen äußern ihre Gefühlsbefindlichkeiten direkt und spürbar. Werden diese Antriebe und Gefühle von Menschen mit Demenz wahrgenommen und in kleinen Sätzen wertschätzend wiedergegeben, fühlen sich die Betroffenen verstanden.
Der Ansatz der IVA baut auf Erfahrungswissen von den Menschen auf. Die wahrgenommenen Gefühle und Antriebe gehen nicht mehr verloren. Durch die Methode der IVA wird dieses Wissen kommuniziert und allen beteiligten Menschen zugänglich gemacht.
„Die Grundmethodik besagt: „Wenn wir Antriebe und Gefühle von Menschen mit Demenz ernst- und wahrnehmen (Pkt. I.) und in kleinen Sätzen wertschätzend wiedergeben (individuell validieren im Pkt. II.), fühlen sie sich erfasst und verstanden. Wir sind das Echo, wir können den oftmals isolierten Äußerungsformen Demenzerkrankter eine Sprache geben. Die validierenden Sätze sind möglichst kurz und direkt. Wesentlich ist eine authentische Sprache. Es wird auf Fragen und Interpretationen verzichtet. So werden Stress und Angst reduziert. IVA nutzt die Kraft und Vertrautheit von allgemeinen Redeformen, Metaphern und Sprichwörtern (allgemein validieren im Punkt III.) Durch das Erkennen dieser Sätze kann der Erkrankte sich aktiv am Gespräch beteiligen und erfährt sich wieder in die Wir-Ebene aufgenommen („Wie sagt man......ohne Fleiß...“)
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Wandel der Rahmenbedingungen in der Pflege und begründet das Ziel der Arbeit, ein KAIZEN-basiertes Modell für Demenz-Wohnbereiche zu entwickeln.
2 Strukturelle Rahmenbedingungen für Alten- und Pflegeheime: Hier wird der historische Wandel von der bedarfsorientierten Bedarfsdeckung hin zum wettbewerbsorientierten Pflegemarkt infolge der Pflegeversicherung analysiert.
3 Spezialisierung eines Wohnbereiches für dementiell erkrankte Menschen: Dieses Kapitel erläutert das Krankheitsbild Demenz und stellt therapeutische Ansätze sowie architektonische Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität vor.
4 Fördernde Prozesspflege als System: Es wird das Pflegemodell von Krohwinkel vorgestellt und aufgezeigt, wie dieses zur Strukturierung und Dokumentation der Pflegequalität beiträgt.
5 Managementkonzept KAIZEN: Dieses Kapitel definiert KAIZEN als umfassende Philosophie zur ständigen, schrittweisen Verbesserung und erläutert seine Anwendung im Dienstleistungssektor.
6 Implementierung des Konzeptes auf der Basis von KAIZEN: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Einführung und Umsetzung von KAIZEN-Prinzipien, inklusive der Rolle der Vorgesetzten und der Mitarbeiterförderung.
7 Zusammenfassung und Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Übertragbarkeit industrieller Managementmodelle auf die professionelle Altenpflege ab.
KAIZEN, Demenz, Altenpflege, Fördernde Prozesspflege, Qualitätsmanagement, Kontinuierliche Verbesserung, Bewohnerorientierung, Integrative Validation, Pflegemarkt, Wohnbereich, Mitarbeiterpartizipation, Dementia Care Mapping, Prozesspflege, Standortsicherung, Pflegeversicherung.
Die Arbeit untersucht, wie ein spezieller Fachbereich für dementiell erkrankte Menschen durch das Managementmodell KAIZEN qualitativ weiterentwickelt und wirtschaftlich gesichert werden kann.
Die zentralen Themen umfassen den strukturellen Wandel in der Pflegebranche, moderne pflegerische Interaktionsmodelle wie die Validation, das ABEDL-Strukturierungsmodell sowie die Anwendung kontinuierlicher Verbesserungsprozesse.
Das Ziel ist die Entwicklung konzeptioneller Überlegungen zur Spezialisierung eines Wohnbereiches für Menschen mit Demenz unter Anwendung des KAIZEN-Managementsystems.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Pflegemodelle, gesetzlicher Rahmenbedingungen und Managementtheorien sowie deren konzeptioneller Übertragung in die pflegerische Praxis.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Demenz-Spezialisierung, der theoretischen Fundierung der Fördernden Prozesspflege sowie der konkreten Implementierung der KAIZEN-Prinzipien im Pflegealltag.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie KAIZEN, Demenz, Prozesspflege, Qualitätsmanagement und Bewohnerorientierung charakterisiert.
KAIZEN ist geeignet, da es nicht auf kurzfristige Innovationen, sondern auf ständige, kleine Verbesserungen unter Einbeziehung aller Mitarbeiter und Kunden setzt, was ideal mit der Philosophie der beziehungsorientierten Prozesspflege korrespondiert.
DCM dient als Instrument zur Beobachtung und Erfassung des Wohlbefindens von Demenzkranken, um deren Bedürfnisse als Basis für den KAIZEN-Verbesserungsprozess nutzbar zu machen.
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