Examensarbeit, 2007
111 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Begriff und Begriffsbestimmung von Angst und Schulangst
2.1 Der Begriff Angst
2.1.1 Angst – eine emotionale Störung
2.1.2 Die normale Angst
2.1.2.1 Körperliche und psychische Angstsignale
2.1.2.2 Angst ist angeboren und wird erlernt
2.1.2.3 Die Übertragung von Angst und die Entstehung von Angst durch Verdrängung
2.1.3 Die neurotische Angst
2.1.4 Angst unter verschiedenen geisteswissenschaftlichen bzw. theoretischen Aspekten
2.1.4.1 Der soziologische Aspekt von Angst
2.1.4.2 Der philosophische Aspekt von Angst
2.1.4.3 Der psychologische Aspekt von Angst
2.1.4.4 Der pädagogische Aspekt von Angst
2.1.5 Angst in Abgrenzung zu anderen Begriffen
2.1.5.1 Angst in Abgrenzung zu ‚Furcht‘
2.1.5.2 Angst in Abgrenzung zu ‚Phobie‘ und ‚Panik‘
2.1.5.3 Angst in Abgrenzung zu ‚Neurose‘
2.2 Schulangst – eine spezielle Art von Angst
2.2.1 Formen der Schulangst
2.2.2 Die Schulphobie
2.3 Theorieansätze zur Entstehung von Schulangst
2.3.1 Die psychoanalytische Angsttheorie
2.3.2 Die Behavioristische Theorie zur Entstehung von Angst
2.3.3 Die kognitionstheoretischen Ansätze zur Entstehung von Angst
3 Ursachen der Schulangst
3.1 Familiäre Situation und Erziehung als Ursache von Schulangst
3.2 Schulische Bedingungen als Ursache von Schulangst
3.2.1 Angst vor Leistungsanforderungen
3.2.2 Angst vor Konflikten im zwischenmenschlichen Bereich
3.2.2.1 Lehrer-Schüler-Interaktionen
3.2.2.2 Konflikte auf der Schülerebene
3.3 Lernschwierigkeiten und –störungen als Ursache von Schulangst
3.4 Zukunftsängste der Schüler als Ursache von Schulangst
4 Symptome und Folgen von Schulangst
4.1 körperliche Symptome und Folgen
4.2 Seelische Symptome und Folgen von Schulangst
4.3 Verhaltensauffälligkeiten als Folge von Schulangst
4.4 Fazit Theoretischer Teil
5 Konzeption der empirischen Untersuchung
5.1 Die Methode der Schulangstuntersuchung
5.2 Zur Situation der Klasse
5.3 Verlaufsbeschreibung der Untersuchung
5.4 Zusammenfassung und Diskussion der Untersuchungsergebnisse
5.4.1 Überblick über die Untersuchungsergebnisse
5.4.2 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
5.4.3 Begründung der Untersuchungsergebnisse mit Hilfe von Theorieansätzen zur Entstehung von Schulangst
5.4.3.1 Anwendung der psycholanalytischen Angsttheorie auf die Schulangstuntersuchung
5.4.3.2 Anwendung der behavioristischen Theorie zur Entstehung von Schulangst auf die Schulangstuntersuchung
5.4.3.3 Anwendung der kognitiven Angsttheorie, insbesondere Lazarus Stresstheorie auf die Untersuchungsergebnisse
5.4.3.3.1 Fall I: Angst in der Schule ausgelöst durch den Spott von Mitschülern
5.4.3.3.2 Fall II: Schulangst aufgrund von schulischen Leistungssituationen
5.4.3.3.3 Fall III: Schulangst ausgelöst durch das Verbringen einer Unterrichtsstunde in einer anderen Klasse
6 Ausblick - Konsequenzen für Lehrer
6.1 Prävention und Abbau von Schulangst durch die Schule unter Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse
6.2 Prävention und Abbau von Schulangst im familiären Bereich
7 Schlusswort
8 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht das Phänomen Schulangst bei Grundschulkindern, um Ursachen, Symptome und Folgen zu analysieren und Möglichkeiten für Lehrer und Eltern aufzuzeigen, präventiv und unterstützend einzuwirken. Zentral ist dabei die Einbeziehung der kindlichen Sichtweise, um Angstsituationen aus der Perspektive der Schüler zu erfassen und Lösungsstrategien zu entwickeln.
3.1 Familiäre Situation und Erziehung als Ursache von Schulangst
Eltern sind auch nicht ohne Fehler, denn sie sind geprägt von ihrer eigenen Kindheit, Erziehung und ihren Erfahrungen. Viele Elternteile leiden aufgrund ihrer eigenen Erziehung und ihres bisherigen Lebens selbst unter Ängsten, die sie auf das Kind übertragen. Solche Ängste können zum Beispiel die Angst vor Verlust des Kindes oder Partners (Trennungsängste), die Angst vor außerfamiliären Gefahren für sich selbst und das Kind, die Angst vor zukünftigen negativen Ereignissen und Schicksalsschlägen, wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit und finanzielle Schwierigkeiten sein.
Bereits die Eltern und das nähere Umfeld eines Kleinkindes sind von Bedeutung für dessen spätere Empfänglichkeit und Ausprägung von Ängsten. Damit sich das Neugeborene positiv entwickeln kann, ist ein frühkindlich erworbenes Urvertrauen in die Menschen seiner Umgebung und eine persönlichkeitsfördernde Erziehung notwendig. Dazu gehört aus der Sicht des Kleinkindes das Gefühl des Angenommenseins und der Geborgenheit. In einer intakten Familie ist ein ausreichendes Maß davon vorhanden.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Schulangst als komplexes, oft tabuisiertes Phänomen ein und umreißt die Struktur der Arbeit, die sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil gliedert.
2 Begriff und Begriffsbestimmung von Angst und Schulangst: Dieses Kapitel definiert Angst als emotionale Störung und beleuchtet verschiedene theoretische Aspekte sowie die spezifische Ausprägung als Schulangst und Schulphobie.
3 Ursachen der Schulangst: Hier werden die vielfältigen Ursachen von Schulangst analysiert, die von familiären Einflüssen über schulische Rahmenbedingungen bis hin zu Lernstörungen und Zukunftsängsten reichen.
4 Symptome und Folgen von Schulangst: Das Kapitel beschreibt die körperlichen, seelischen und verhaltensbezogenen Anzeichen von Schulangst, die oft einen Kreislauf von negativen Reaktionen und zunehmender Belastung nach sich ziehen.
5 Konzeption der empirischen Untersuchung: Der Abschnitt erläutert den methodischen Ansatz der Untersuchung in einer vierten Grundschulklasse und reflektiert die Durchführung sowie die gewonnenen Erkenntnisse anhand von Fallbeispielen.
6 Ausblick - Konsequenzen für Lehrer: Es werden praxisnahe Empfehlungen zur Prävention und zum Abbau von Schulangst durch die Schule sowie zur Zusammenarbeit mit dem familiären Bereich formuliert.
7 Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert die persönliche Bedeutung der Auseinandersetzung mit dem Thema und resümiert die Notwendigkeit eines sensibleren Umgangs mit Kinderängsten.
8 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.
Schulangst, Angsttheorie, Leistungsangst, Schulphobie, Grundschule, Pädagogik, Psychologie, Prävention, Coping, Lernstörungen, Erziehung, Angstbewältigung, Emotionen, Stress, Verhaltensstörungen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Schulangst, ihren Entstehungsursachen, den Symptomen bei Kindern und den Möglichkeiten für Lehrer und Eltern, damit umzugehen.
Im Zentrum stehen die theoretische Fundierung des Angstbegriffs, die Analyse verschiedener Ursachenfelder sowie die Erarbeitung von Symptomen und konkreten Fallbeispielen aus der Grundschulpraxis.
Das Ziel ist es, Schulängste bei Kindern zu erkennen und präventive Wege aufzuzeigen, um Kindern eine angstfreie Schulzeit zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu Angsttheorien und einer qualitativen empirischen Untersuchung in einer vierten Grundschulklasse mittels Unterrichtsgesprächen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Angstformen und Ursachen sowie eine empirische Untersuchung, in der Kinder selbst über ihre Gefühle und Ängste in der Schule berichten.
Schulangst, Leistungsangst, Schulphobie, Prävention, Angsttheorien, Grundschulpädagogik und Coping-Strategien sind die zentralen Begriffe.
Da Schulangst massiv den Lernerfolg und die psychische Gesundheit beeinträchtigt, ist es für Lehrkräfte essenziell, Warnsignale zu erkennen und ein vertrauensvolles Lernklima zu schaffen.
Die Studie zeigt, dass Kinder sehr individuell reagieren – von Fluchtverhalten bis hin zu aktiven Lösungsstrategien wie das Suchen von Hilfe oder innerer Distanzierung durch Coping-Versuche.
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