Diplomarbeit, 2002
68 Seiten, Note: 2
1 METHODISCHER AUFBAU DER DIPLOMARBEIT
2 DIE GESCHICHTE DES ISLAMS.
2.1 MOHAMMED „(FRIEDEN AUF IHM)“
2.2 DER KORAN
3 WAS GLAUBEN MUSLIME?
3.1 DIE SECHS GLAUBENSGRUNDSÄTZE
3.2 DIE FÜNF SÄULEN DES ISLAMS :
4 DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG MUSLIMISCHER MIGRANTEN
5 PFLEGEBEZIEHUNG
5.1 MISSTRAUEN UND VERTRAUEN
5.2 DEFINITION DES BEGRIFFES VERTRAUEN
5.3 DIE URSACHE DES MISSTRAUENS BEI MUSLIMISCHEN PATIENTEN
6 ERSTE FOLGERUNGEN FÜR DIE PFLEGEPRAXIS: BESONDERHEITEN BEI DER PFLEGE VON MUSLIMEN
6.1 DAS GEBET
6.2 ERNÄHRUNG
6.2.1Ernährung während des Fastenmonats
6.2.2Ernährung außerhalb des Fastenmonats
6.3 SCHAM & WASCHEN
6.4 BESUCHE
7 BEDEUTUNG VON KRANKHEIT UND TOD
7.1 KRANKHEIT
7.2 DIE RELIGIÖSEN PFLICHTEN EINES KRANKEN MUSLIMS AUS DER SICHT DER SUNNITISCHEN TRADITION. FOLGERUNGEN FÜR DIE PFLEGE.
7.3 DIE PROBLEME BEIM EINNEHMEN DER MEDIKAMENTE
8 STERBEN UND TOD
8.1 VOM UMGANG MIT STERBENDEN UND TOTE MUSLIMISCHEN GLAUBEN
8.2 RITUELLE WASCHUNG DES TODES
8.3 TOTENKLEIDUNG
8.4 DAS TOTENGEBET
8.5 RITUELLES BEGRÄBNIS UND ÜBERFÜHRUNG IN DIE HEIMAT
8.6 FEUERBESTATTUNGEN
8.7 UMGANG MIT TRAUER BEI MUSLIMEN
9 DISKUSSION
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen des muslimischen Glaubens auf die Pflegepraxis in deutschen Institutionen, mit dem Ziel, professionell Pflegenden ein Verständnis für die kulturellen und religiösen Bedürfnisse muslimischer Patienten zu vermitteln und Anforderungen an eine zielgruppenorientierte Pflege abzuleiten.
6.3 Scham & Waschen
Eine gute Körperpflege bedeutet normalerweise, Haut, Haare, Nägel und Mund sauber in guten Zustand zu halten. Diese Tätigkeiten können ebenso für Behaglichkeit und Entspannung sorgen, den Kreislauf anregen, gegen Infektionen vorbeugen sowie das Selbstwertgefühle durch ein besseres Aussehen und das Gefühl des Wohlbefindens steigern. Sowohl Körperliche als auch geistige Krankheiten können zu einer akuten Veränderung des normalen Hygienestandards eines Menschen führen. Eine veränderte Umgebung, der Verlust an Selbständigkeit, ungewohnte Routine und das Fehlen der Privatsphäre können zu wesentlicher Störung innerhalb dieser persönlichen und wichtigen Tätigkeiten beitragen.
Muslime haben zu Hause gelernt, ihren Körper so wenig wie möglich der Außenwelt preiszugeben. Diese Schamauffassung enthält als wichtiges Moment, Bescheidenheit und Respekt, insbesondere gegenüber dem anderen Geschlecht, zu zeigen. „Im Krankenhaus werden die Schamgrenzen notwendigerweise verletzt, das gilt für alle Patient/innen und ist nicht gänzlich vermeidbar. Doch sollten zum Beispiel Patient/innen möglichst nur kurz unbedeckt gelassen werden". (WWW.ANZIANITA-MIGRAZIONE.CH 06.12.01). „Durch die strenge Erziehung hat die muslimische Frau ein gesteigertes Schamgefühl, z.B. wird sie sich im Gegenwart fremden Personen äußerst selten auskleiden oder waschen, vor allem nicht im Genitalbereich“.
1 METHODISCHER AUFBAU DER DIPLOMARBEIT: Darstellung der Literaturrecherche und der methodischen Herangehensweise zur Ermittlung handlungsorientierender Elemente für die Pflege muslimischer Patienten.
2 DIE GESCHICHTE DES ISLAMS.: Überblick über die Ursprünge des Islams, den Propheten Mohammed und die Bedeutung des Korans als heilige Schrift.
3 WAS GLAUBEN MUSLIME?: Erläuterung der sechs Glaubensgrundsätze und der fünf Säulen des Islams, die das Fundament muslimischen Glaubens bilden.
4 DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG MUSLIMISCHER MIGRANTEN: Analyse der Situation von Migranten in Deutschland und der Notwendigkeit, Altenhilfe und Migrationssozialarbeit aufeinander abzustimmen.
5 PFLEGEBEZIEHUNG: Untersuchung der Bedeutung von Vertrauen und Misstrauen in der interkulturellen Pflegebeziehung sowie der Ursachen für Distanz.
6 ERSTE FOLGERUNGEN FÜR DIE PFLEGEPRAXIS: BESONDERHEITEN BEI DER PFLEGE VON MUSLIMEN: Praktische Hinweise zur Unterstützung bei Gebet, Ernährung, Körperpflege und Besuchskultur unter Berücksichtigung religiöser Vorgaben.
7 BEDEUTUNG VON KRANKHEIT UND TOD: Erläuterung des islamischen Verständnisses von Krankheit als Prüfung sowie religiöser Pflichten im Krankheitsfall.
8 STERBEN UND TOD: Beschreibung der Sterbebegleitung, ritueller Waschungen und Bestattungsvorschriften aus islamischer Sicht.
9 DISKUSSION: Reflexion über die Anforderungen an eine transkulturelle Pflege und die Notwendigkeit von Handlungskonzepten in der Gesundheitsversorgung.
Islam, Pflege, muslimische Patienten, transkulturelle Pflege, Sterbebegleitung, Gebet, rituelle Waschung, Ernährung, Vertrauen, Migranten, Schamgefühl, interkulturelle Kompetenz, Gesundheit, Krankheit, Religion.
Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Pflege muslimischer Patienten in deutschen Institutionen und beleuchtet, wie religiöse Überzeugungen den Pflegeprozess beeinflussen.
Zu den zentralen Themen gehören die Grundlagen des muslimischen Glaubens, die Bedeutung der Pflegebeziehung, spezifische Anforderungen an die Pflegepraxis sowie der Umgang mit Sterben und Tod.
Das Ziel ist es, Pflegenden Verständnis für den soziokulturellen und religiösen Hintergrund muslimischer Patienten zu vermitteln, um eine qualitativ hochwertige, zielgruppenspezifische Pflege zu gewährleisten.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und analytischen Aufarbeitung vorhandener Quellen, um Handlungsempfehlungen für die Pflegepraxis abzuleiten.
Der Hauptteil behandelt praxisrelevante Bereiche wie Gebetszeiten, Ernährungsvorschriften, Schamgrenzen bei der Körperpflege, den Umgang mit Familienbesuchen sowie die Begleitung bei schwerer Krankheit und im Sterbeprozess.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transkulturelle Pflege, muslimische Identität, Sterbebegleitung, kulturelle Sensibilität und Patientenzentrierte Versorgung beschreiben.
Pflegekräfte sollten respektvoll mit Schamgrenzen umgehen, unnötiges Entblößen vermeiden und nach Möglichkeit gleichgeschlechtliche Pflegepersonen für Intim- und Körperpflege einsetzen.
Angehörige sind für muslimische Patienten eine wichtige Stütze und bieten Schutz und Nähe; ihre Einbeziehung in den Pflegeprozess ist daher für einen positiven Krankheitsverlauf essenziell.
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