Bachelorarbeit, 2021
150 Seiten, Note: 1,0
1. Die Fußball-WM in Katar – Perspektiven und Risiken
2. Der Wüstenstaat Katar
2.1. Geografie und Klima
2.2. Bevölkerung
2.3. Geschichte & Politik
2.4. Wirtschaft
2.5. Menschenrechte
3. Katar im (europäischen) Sport: Katar als Sponsor
3.1. Qatar Foundation (FC Barcelona)
3.2. Qatar Airways
3.2.1. FC Barcelona
3.2.2. AS Rom
3.2.3. FC Bayern München
4. Katar als Eigentümer
4.1. Qatar Sports Investments
4.2. Rolle und Einfluss bei Paris Saint-Germain
4.3. Auswirkungen
5. Katar als Austragungsort
5.1. Handball-WM
5.1.1. Vergabe und Ablauf
5.1.2. Auswirkungen und Kritik
5.2. Leichtathletik-WM
5.2.1. Vergabe und Ablauf
5.2.2. Kritik
5.3. Fußball-WM 2022
5.3.1. Vergabe
5.3.2. Vorbereitungen und Arbeitsbedingungen vor Ort
5.3.3. Kritik
6. Auswirkungen auf die Infrastruktur nach Sportgroßveranstaltungen
7. Mutmaßliche Folgen für die Zukunft Katars
7.1. Infrastruktur
7.2. Bevölkerung und Gesellschaft
7.3. Katars Ansehen in der westlichen Welt
8. Folgen für den Sport und die Gesellschaft in Europa
8.1. Sport als Marketinginstrument
8.2. Menschenrechtsverletzungen für Sportausübung
8.3. Wettbewerbsverzerrungen zu Marketingzwecken
9. Fazit & Ausblick
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht, inwiefern Katar den Sport als gezieltes Marketinginstrument einsetzt, um sein nationales Image international zu verbessern und politische sowie wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Dabei steht insbesondere die Analyse der Auswirkungen dieses Engagements auf den europäischen Profifußball im Vordergrund, unter Berücksichtigung von Sponsoringverträgen, Eigentumsverhältnissen bei Vereinen und der Austragung von Sportgroßereignissen.
3.2.3. FC Bayern München
Im selben Jahr, in dem Katar Airways als Trikotsponsor von AS Rom vorgestellt wurde, ging die Airline erstmals eine Sponsoring-Partnerschaft mit einem deutschen Verein ein: Dem FC Bayern München. Der Münchner Club ist deutscher Rekord- und Serienmeister und auch international der erfolgreichste deutsche Fußballverein. Vor 2018 war Lufthansa einer der Sponsoren, seitdem ziert Qatar Airways den Ärmel des Bayern-Trikots. Des Weiteren absolviert der FCB seit 2011 jährlich sein Wintertrainingslager in Katar und trägt dort Freundschaftsspiele aus, seit 2018 auch mit der Frauenmannschaft. Der Vertrag gilt zunächst für fünf Jahre, bis zum Ende der Saison 2023/24. Für das Tragen des Logos auf dem Trikotärmel erhält der FCB zehn Millionen Euro pro Saison – mehr als beispielsweise Borussia Mönchengladbach durch ihren Hauptsponsor pro Jahr kassiert. Begründet wurde die Partnerschaft seitens des Vereins mit der voranschreitenden Internationalisierung des Clubs. Zuvor gab es bereits andere Verbindungen zwischen dem FC Bayern und Katar: Zum einen war der Hamad International Airport Doha ab 2016 Platin- und Ärmelsponsor (was 2018 beides von Qatar Airways übernommen wurde), darüber hinaus hält Katar ca. 14,6% Anteile am Unternehmen Volkswagen, dessen Tochterunternehmen Audi wiederum besitzt 8,33% Anteile am FC Bayern München. In der Folge des Deals mit Qatar Airways gab es massive Kritik von Mitgliedern und Fans des FC Bayern München – besonders von Seiten der organisierten Fanszene. Sichtbar wurde die Kritik durch Banner und Transparente im Stadion. Abbildung 18 zeigt ein Banner vor dem Wintertrainingslager 2020, das die Bayernfans bei einem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg präsentierten und auf dem „Und wieder fliegen die Menschenrechte mit Kafala-Airways davon!“ zu lesen war. Damit wird auf die Zustände (unter anderem auf das Kafala-Arbeitssystem) in Katar angespielt, die der FCB in der Partnerschaft mit Qatar Airways bis dato ignoriert hatte.
1. Die Fußball-WM in Katar – Perspektiven und Risiken: Einführung in die Thematik der WM-Austragung in Katar und Darstellung der zentralen Problemfelder wie Menschenrechtslage und Sponsoring-Verflechtungen.
2. Der Wüstenstaat Katar: Detaillierte geografische, demografische, historische und wirtschaftliche Analyse des Landes sowie Erläuterung der Menschenrechtslage.
3. Katar im (europäischen) Sport: Katar als Sponsor: Analyse der Sponsoring-Engagements der Qatar Foundation und von Qatar Airways bei prominenten europäischen Fußballvereinen.
4. Katar als Eigentümer: Untersuchung der direkten Vereinsübernahmen durch Katar am Beispiel von Paris Saint-Germain und Einordnung in das deutsche 50+1-Regelwerk.
5. Katar als Austragungsort: Kritische Betrachtung der Ausrichtung von Handball-, Leichtathletik- und Fußball-Weltmeisterschaften inklusive der Vergabeumstände und Arbeitsbedingungen.
6. Auswirkungen auf die Infrastruktur nach Sportgroßveranstaltungen: Einordnung der katarischen Infrastrukturprojekte im historischen Vergleich mit anderen Olympia- und WM-Gastgebern.
7. Mutmaßliche Folgen für die Zukunft Katars: Einschätzung der langfristigen Infrastruktur- und Gesellschaftsentwicklung sowie des internationalen Ansehens Katars.
8. Folgen für den Sport und die Gesellschaft in Europa: Diskussion über Sport als Machtinstrument, Menschenrechte im Sport und die Auswirkungen kommerzieller Sponsoringmodelle auf den Wettbewerb.
9. Fazit & Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über die zukünftige Rolle von Sportereignissen in politisch fragwürdigen Kontexten.
Katar, Fußball-WM 2022, Sportmarketing, Sponsoring, Qatar Airways, Paris Saint-Germain, Menschenrechte, Kafala-Arbeitssystem, Sportswashing, Financial Fairplay, Infrastruktur, 50+1-Regel, Profifußball, Korruption, Internationale Beziehungen.
Die Arbeit analysiert die Strategie Katars, den Sport als Marketinginstrument zu nutzen, um das internationale Ansehen des Landes zu verbessern und den Einfluss in westlichen Strukturen auszubauen.
Zu den Schwerpunkten gehören das Sport-Sponsoring, die Übernahme von europäischen Vereinen, die Austragung von sportlichen Großveranstaltungen sowie die damit verbundenen ethischen und politischen Fragestellungen.
Das Ziel ist es, die Motive und Auswirkungen des katarischen Sport-Engagements zu durchleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob die positiven Effekte die negativen Aspekte, etwa in der Menschenrechtspolitik, überwiegen.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche zum Thema Katar und den Auswirkungen auf den Profifußball, ergänzt durch Experteninterviews mit Persönlichkeiten aus Sportjournalismus, Fanarbeit und der Sportwirtschaft.
Der Hauptteil beleuchtet detailliert das Engagement Katars als Sponsor, als Eigentümer (PSG), als Austragungsort verschiedener Weltmeisterschaften sowie die infrastrukturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Land.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sportmarketing, Sponsoring, Menschenrechte, Kafala-System, Sportswashing sowie die strategische Positionierung Katars als einflussreicher globaler Akteur.
Der Autor ordnet das System als eine moderne Form der Sklavenhaltung ein und kritisiert sowohl die humanitären Missstände als auch die mangelnde Transparenz bei den ausführenden Bauprojekten.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sportliche Großereignisse Katar zwar international sichtbarer machen, das Image des Landes jedoch stark von der internationalen Berichterstattung und der konsequenten Umsetzung notwendiger Reformen abhängt.
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