Diplomarbeit, 2009
113 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Der Amerikanische Traum: Hintergrund und Kernelemente
2.1. Die Entstehungsgeschichte des amerikanischen Traums
2.1.1. El Dorado und Brave New World: Der mythische Traum
2.1.2. A City upon a Hill: Der religiöse Traum
2.1.3. Life, Liberty, and the pursuit of Happiness: Der politische Traum
2.2. Konstitutive Elemente des amerikanischen Traums
2.2.1. Freiheit und Gleichheit
2.2.2. Die amerikanische Frontier
2.2.3. Manifest Destiny
2.2.4. Melting pot
2.2.5. Der Erfolgmythos
2.3. Abschließende Bemerkungen zum amerikanischen Traum
3. Der Salesman als prototypischer amerikanischer Held
3.1. Relevante Urtypen amerikanischer Helden
3.1.1. Der Cowboy als Heldentypus des amerikanischen Traums
3.1.2. Der Geschäftsmann als Heldentypus des amerikanischen Traums
3.2. Gegenüberstellung
3.3. Der Salesman als Heldentypus des amerikanischen Traums
4. Death of a Salesman: Der Mythos des Erfolgs in der Kritik
4.1. Die Aufarbeitung des Erfolgsmythos
4.2. Das Scheitern des Willy Loman
4.3. Willys Scheitern – Eine Analyse
4.4. Exkurs: Der amerikanische Traum als narzisstischer Traum
4.5. Willys Scheitern – eine Absage an den Erfolgsmythos des amerikanischen Traums?
5. Glengarry Glen Ross: Der Mythos der Frontier in der Kritik
5.1. Die Aufarbeitung des Frontiermythos
5.2. Facetten des Scheiterns in Glengarry Glen Ross
5.3. Das Scheitern der Salesmen – Eine Analyse
5.4. Exkurs: Der amerikanische Traum als maskuliner Traum
5.5. Das Scheitern der Salesmen – eine Absage an den Frontiermythos des amerikanischen Traums?
6. O'Neills The Iceman Cometh: Der amerikanische Traum zwischen Illusion und Wirklichkeit
6.1. The Iceman Cometh als Welt der pipe dreams
6.2. Einbruch der Realität in die Traumwelt durch den Salesman
6.3. Das Scheitern des Theodore Hickman
6.4. Desillusionierung und alternative Strategien der Bewältigung
6.5. Der amerikanische Traum als pipe dream
Die Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung mit dem "Amerikanischen Traum" in drei klassischen amerikanischen Theaterstücken, indem sie das Scheitern ihrer Protagonisten – allesamt als "Salesman" (Handlungsreisende/Vertreter) konzipiert – analysiert. Ziel ist es, den Illusionscharakter dieses Traums aufzuzeigen und zu ergründen, wie er trotz seiner systemischen Mängel und seines oft destruktiven Einflusses auf das Individuum eine solch machtvolle und langlebige Rolle im amerikanischen Selbstverständnis einnehmen konnte.
3.3. Der Salesman als Heldentypus des amerikanischen Traums
Spätestens seit Arthur Millers Death of a Salesman hat sich der Salesman zu einem wichtigen heroischen Leitbild in der amerikanischen Literatur entwickelt. Zwar taucht der Salesman bereits im Gilded Age immer wieder in Romanen und Erzählungen auf; als "uniquely American mythic figure" etabliert er sich allerdings erst im 20. Jahrhundert.
Als zutiefst amerikanischer Held greift seine Figurenkonzeption dabei sowohl auf die literarische Figur des Cowboy als auch auf die Figur des Geschäftsmanns zurück. So kann der Held des Salesman als Synthese dieser beiden Leitbilder gesehen werden. Als stetig Reisender ist er ebenso wenig sesshaft wie der Cowboy. Er schätzt seine persönliche Freiheit und Unabhängigkeit und betritt wie der Cowboy häufig neues, unerforschtes Territorium, um Absatzmärkte für seine Produkte aufzutun. Im Kontakt mit den Kunden ist der Salesman – wie der Cowboy an der Besiedlungsgrenze – auf sich allein gestellt und muss sich auf sein Geschick und seine Intuition verlassen können. Auch in seinem Bedürfnis nach Unabhängigkeit, Grenzenlosigkeit und Selbstbestimmung ist er dem Cowboy sehr ähnlich.
1. Einführung: Die Einleitung etabliert den Amerikanischen Traum als wirkungsmächtigen Mythos und führt den Salesman als prototypischen Helden ein, an dessen Scheitern der Illusionscharakter dieses Traums kritisch untersucht werden kann.
2. Der Amerikanische Traum: Hintergrund und Kernelemente: Dieses Kapitel erörtert die Entstehungsgeschichte des Traums aus mythischen, religiösen und politischen Dimensionen und definiert dessen fünf konstitutive Elemente: Freiheit und Gleichheit, Frontier, Manifest Destiny, Melting pot und Erfolgsmythos.
3. Der Salesman als prototypischer amerikanischer Held: Hier wird der Salesman als Synthese aus dem Cowboy (Frontier/Freiheit) und dem Geschäftsmann (Erfolg/Materialismus) hergeleitet, die beide zentrale, aber teils widersprüchliche Leitbilder der amerikanischen Identität repräsentieren.
4. Death of a Salesman: Der Mythos des Erfolgs in der Kritik: Das Kapitel analysiert den psychologischen und soziopolitischen Druck des Erfolgsmythos am Beispiel Willy Lomans, dessen narzisstische Persönlichkeit und falsche Leitbilder ihn in den Untergang führen.
5. Glengarry Glen Ross: Der Mythos der Frontier in der Kritik: Hier wird die kritische Auseinandersetzung mit dem Frontiermythos und den Auswirkungen eines radikalen, egozentrischen Kapitalismus auf die Salesmen in Mamets Immobiliendrama untersucht.
6. O'Neills The Iceman Cometh: Der amerikanische Traum zwischen Illusion und Wirklichkeit: Das abschließende Analysekapitel befasst sich mit der existenziellen Notwendigkeit von "pipe dreams" (Lebenslügen) und stellt die Frage, inwieweit der Amerikanische Traum selbst als solche Illusion anzusehen ist.
Amerikanischer Traum, Salesman, Erfolgsmythos, Frontiermythos, Death of a Salesman, Glengarry Glen Ross, The Iceman Cometh, Illusion, Realität, Kapitalismus, Maskulinität, Narzissmus, pipe dream, self-made man, Identität.
Die Arbeit untersucht das Scheitern des Amerikanischen Traums anhand der literarischen Figur des "Salesman" (Vertreters/Handlungsreisenden) in drei einflussreichen Theaterstücken des 20. Jahrhunderts.
Die zentralen Themen sind der Amerikanische Traum als soziokulturelles Konstrukt, die Konstruktion von Männlichkeit, die Auswirkungen des Kapitalismus auf das Individuum und die existenzielle Funktion von Lebenslügen (pipe dreams).
Die Arbeit hinterfragt, wie der Amerikanische Traum durch die literarische Darstellung scheiternder "Salesmen" entlarvt wird und welche Rolle Illusionen für das menschliche Bestehen in einer leistungsorientierten Gesellschaft spielen.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen des Amerikanischen Traums mit einer detaillierten Interpretation der ausgewählten Dramen verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Amerikanischen Traum, eine Definition des Salesman als Heldenfigur und eine spezifische Analyse der Dramen von Arthur Miller, David Mamet und Eugene O'Neill.
Zu den Kernbegriffen zählen "Amerikanischer Traum", "Erfolgsmythos", "Frontiermythos", "Narzissmus" sowie spezifische Konzepte wie "pipe dream" und "self-made man".
Der Mythos der Frontier fördert hier einen radikalen, unreflektierten Individualismus und ein Männlichkeitsethos, das Kooperation und Empathie als schwach abwertet, was die Charaktere in einen destruktiven Wettkampf treibt.
Im Gegensatz zu den anderen Stücken, die spezifische ökonomische oder politische Aspekte kritisieren, nimmt O'Neills Werk eine allgemeinere, existenzielle Perspektive ein, in der das Scheitern nicht nur den Traumberuf, sondern das Leben an sich betrifft.
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