Diplomarbeit, 1995
59 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Geschichtlicher Überblick
2.1 Politischer Konsensus 1945-1978
2.2 Ära Thatcher 1979-1990
2.2.1 Wirtschaftspolitik in der Praxis
2.2.1.1 Makroökonomische Maßnahmen
2.2.1.2 Mikroökonomische Maßnahmen
2.2.2 Wirtschaftliche Auswirkungen
2.2.3 Gesellschaftliche Veränderungen
3. Verhältnis von Realität und Fiktion
4. Margaret Thatchers Wirtschaftspolitik in der Literatur
4.1 Fay Weldon: The Life and Loves of a She-Devil
4.1.1 Darstellung wirtschaftlicher Aspekte
4.1.2 Darstellung gesellschaftlicher Aspekte
4.1.3 Formale und stilistische Aspekte
4.1.4 Kritische Würdigung
4.2 Malcolm Bradbury: Cuts: A Very Short Novel
4.2.1 Darstellung wirtschaftlicher Aspekte
4.2.2 Darstellung gesellschaftlicher Aspekte
4.2.3 Formale und stilistische Aspekte
4.2.4 Kritische Würdigung
5. Vergleichende Schlußbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirtschaftspolitik Margaret Thatchers während ihrer Regierungszeit und analysiert deren Reflexion und Verarbeitung in den zeitgenössischen Romanen „The Life and Loves of a She-Devil“ (1983) von Fay Weldon und „Cuts: A Very Short Novel“ (1987) von Malcolm Bradbury, um die Wechselwirkung zwischen politischer Realität und literarischer Fiktion aufzuzeigen.
4.1.1 Darstellung wirtschaftlicher Aspekte
Die Gefahren einer hohen Inflation zeigt Fay Weldon am Beispiel zweier Personen auf, deren ursprünglich gutes Realeinkommen durch die Preissteigerung stark sinkt. Damit schließt sie sich der Meinung von Margaret Thatcher an, wenngleich sie die Auswirkungen für die Einzelperson beschreibt und nicht die von der Regierung genannten volkswirtschaftlichen Risiken.
Die Kürzungen der Staatsausgaben werden von Fay Weldon differenziert dargestellt. Die Autorin kritisiert ungenügende soziale Leistungen in einzelnen Bereichen, indem sie konstatiert, daß es keine ausreichende medizinische Grundversorgung gibt. Das Thema Sozialhilfe wird im Zusammenhang mit einer jungen Mutter angesprochen, die mehrere Kinder hat und sich auf die staatlichen Leistungen verläßt. Wenngleich ihr durch Ruth nur eine makabere Alternative zu ihrem bisherigen Leben aufgezeigt wird, macht die Autorin gleichzeitig deutlich, daß sie die Passivität und Abhängigkeit - speziell der Frauen - vom Sozialstaat skeptisch sieht. Damit kritisiert Fay Weldon den teilweise zu hohen Umfang sozialer Leistungen aus einem anderen Grund als Margaret Thatcher, stellt aber gleichzeitig die moralische Berechtigung einzelner Kürzungen in Frage.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Thatcher-Ära und die Auswahl der untersuchten Romane.
2. Geschichtlicher Überblick: Überblick über die ökonomischen Rahmenbedingungen und den politischen Wandel von 1945 bis 1990.
3. Verhältnis von Realität und Fiktion: Theoretische Auseinandersetzung mit der Rolle der Literatur als Spiegel und Interpretationsinstanz gesellschaftlicher Wirklichkeit.
4. Margaret Thatchers Wirtschaftspolitik in der Literatur: Hauptteil mit der detaillierten Analyse der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte in den Werken von Weldon und Bradbury.
5. Vergleichende Schlußbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und abschließende Bewertung der unterschiedlichen kritischen Perspektiven der beiden Autoren.
Margaret Thatcher, Wirtschaftspolitik, Monetarismus, Thatcherismus, britische Literatur, Fay Weldon, Malcolm Bradbury, Sozialkritik, Materialismus, Unternehmerkultur, Inflation, Arbeitslosigkeit, Romananalyse, Gesellschaftswandel, Fiktion.
Die Arbeit analysiert, wie die tiefgreifenden wirtschaftspolitischen Umbrüche der sogenannten Thatcher-Ära in Großbritannien in zeitgenössischen Romanen reflektiert und künstlerisch verarbeitet wurden.
Im Zentrum stehen die ökonomischen Maßnahmen der Thatcher-Regierung (wie Privatisierungen und Kürzungen), die daraus resultierenden gesellschaftlichen Veränderungen sowie die kritische Auseinandersetzung der Autoren mit diesen Entwicklungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Literatur politische Realitäten aufgreift und ob die ausgewählten Romane als Instrumente einer gesellschaftlichen Kritik an der wirtschaftlichen Transformation dienen können.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Vorgehensweise, indem sie historisch-ökonomische Fakten zur Wirtschaftspolitik mit einer literaturwissenschaftlichen Analyse der Primärquellen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Romane von Fay Weldon und Malcolm Bradbury, wobei jeweils die Darstellung wirtschaftlicher Aspekte, gesellschaftlicher Auswirkungen sowie formaler Stilmittel geprüft werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Thatcherismus, Wirtschaftspolitik, Materialismus, Sozialkritik und den Einfluss der Thatcher-Ära auf die britische Literatur charakterisiert.
Während Fay Weldon durch eine satirische, teils fantastische Erzählweise die moralische Verantwortung des Einzelnen betont, konzentriert sich Malcolm Bradbury stärker auf den Zerfall intellektueller Integrität und den Zynismus der Medienbranche angesichts des wirtschaftlichen Leistungsdrucks.
Sowohl Weldon als auch Bradbury nutzen das regionale Ungleichgewicht – prosperierende Gebiete im Süden gegenüber verfallenden Industriestädten im Norden – als Kontrastmittel, um die ungleichen sozialen Auswirkungen der Wirtschaftspolitik zu verdeutlichen.
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