Bachelorarbeit, 2022
107 Seiten, Note: 1,25
1 Einleitung
1.1 Themendarstellung
1.2 Relevanz des Themas und persönliche Motivation
1.3 Problemstellung und thematische Abgrenzung
1.4 Zielsetzung
1.5 Methodische Vorgehensweise und Aufbau
2 Politische Parameter
2.1 Definition Demokratie
2.2 Politische Willensbildung
2.3 Politische Parteien
2.4 Parteien im deutschen Bundestag
2.4.1 Alternative für Deutschland
2.4.2 Christlich Demokratische Union Deutschlands
2.4.3 Christlich-Soziale Union
2.4.4 Freie Demokratische Partei
2.4.5 Bündnis 90/DIE GRÜNEN
2.4.6 DIE LINKE.
2.4.7 Sozialdemokratische Partei Deutschlands
3 Der Bundestagswahlkampf 2021
3.1 Der Wahlkampf
3.2 Der digitale Wahlkampf
3.4.1 Die Bundestagswahlkampfphasen 2021
3.4.2 Das Bundestagswahlergebnis 2021
4 Social Media
4.1 Definition
4.2 Informationsbeschaffung über Social Media
4.3 Instagram
4.3.1 Allgemeine Beschreibung
4.3.2 Nutzer*innen der Plattform Instagram
4.3.3 Instagram als wichtigste Plattform für politische Kommunikation
4.3.4 Politische Parteien auf Instagram
5 Erklärungsansätze in der Wahlforschung
5.1 Erklärungsansätze
5.1.1 Der soziologische Ansatz
5.1.1.1 Der mikrosoziologische Ansatz
5.1.1.2 Der makrosoziologische Ansatz
5.1.2 Das Modell des rationalen Wahlverhaltens
5.1.3 Das Modell des sozialen Milieus
5.1.4 Der individualpsychologischer Erklärungsansatz
5.2 Das Ann-Abor-Modell
5.2.1 Grafische Darstellung des Ann-Abor-Modells
5.2.2 Erläuterung der dargestellten Faktoren im Ann-Abor-Modell
5.2.2.1 Langfristige Faktoren
5.2.2.2 Kurzfristige Faktoren
6 Analyse von Kurzfristfaktoren auf der sozialen Plattform Instagram
6.1 Bewertung der Kanzlerkandidaten*innen
6.1.1 Personalisierungsthese
6.1.2 Kanzlerkandidaten*innen
6.1.2.1 Annalena Baerbock
6.1.2.2 Armin Laschet
6.1.2.3 Olaf Scholz
6.1.3 Die Kanzlerkandidaten*innen auf den Instagram-Profilen ihrer jeweiligen Partei
6.2 Bewertung der politischen Themen
6.2.1 Agenda-Setting
6.2.2 Themenrelevanz
6.3 Bewertung der möglichen Koalitionsmodelle
7 Allgemeine Einflussfaktoren von Social Media auf die politische Willensbildung
7.1 Unvorteilhafte Einflussfaktoren
7.1.1 Der Instagram-Algorithmus
7.1.2 Die Filterblase
7.1.2.1 Der Confirmation Bias
7.1.3 Echokammern
7.1.4 Microtargeting
7.1.4.1 Microtargeting im Bundestagswahlkampf 2021
7.1.4.2 Mere-Exposure-Effekt und Microtargeting
7.1.5 Framing
7.1.6.1 Negativitätsbias
7.1.7 Social Bots
7.1.8 Fake News
7.2 Vorteilhafte Einflussfaktoren
7.2.1 Die Mobilisierung junger Wähler*innen
7.2.2 Informations- und Meinungsvielfalt
7.2.3 Chancen des Microtargeting
7.3 Gesamtheitliche Betrachtung des Einflusses von Social Media auf die politische Willensbildung
8 Fazit
8.1 Kritische Würdigung der Arbeit
8.2 Wesentliche Erkenntnisse
8.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Social Media, insbesondere Instagram, auf die politische Willensbildung während der Bundestagswahl 2021. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob und in welchem Ausmaß die Selbstdarstellung politischer Parteien und unvorteilhafte digitale Mechanismen die Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen.
7.1.1 Der Instagram-Algorithmus
„Ein Algorithmus ist eine definierte Handlungsvorschrift, die für jede mögliche Eingabe von Informationen eine Ausgabe generiert, die bestimmte Eigenschaften hat“ (Zweig et al. 2017: 319).
Anhand von Mediennutzungsdaten legen Algorithmen automatisiert fest, welche Medien welchen Nutzern angezeigt werden sollen. Der Algorithmus entscheidet demnach grundlegend darüber, welche Inhalte auf Social Media gesehen werden. Die Meinungsbildung wird dadurch erheblich beeinflusst (vgl. Oertel et al. 2018).
Um den Einfluss auf die politische Meinungsbildung durch den Algorithmus eingrenzen zu können, müsste zunächst dessen Funktionsweise grundlegend analysiert werden.
Die gemeinnützige GmbH AlgorithmWatch, startete am 3. März 2020 ein Projekt mit der Zielsetzung, den Instagram-Algorithmus besser begreifen zu können. Zur Umsetzung dieses Projektes haben 1.500 Freiwillige ein Add-on installiert, um persönliche Daten für das Team von AlgorithmWatch auslesbar zu machen. Dieses Projekt wurde von dem Europäischen Netzwerk für Datenjournalismus und der niederländischen Stiftung „Stichting Internet Domeinregistratie Nederland“ (SIDN) unterstützt.
Im Mai 2021 wurde das Team der AlgorithmWatch von Meta Platforms zu einem Treffen eingeladen. Hier wurde erläutert, dass das Projekt gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen und somit beendet werden müsse. Ein Nichtbeachten dieser „Warnung“ würde zu einem Einleiten von formellen Schritten gegen die GmbH führen.
Am 13. Juli 2021 wurde das Projekt beendet.
AlgorithmWatch ruft das Europäische Parlament und die Europäischen Mitgliedstaaten zum Eingreifen auf. Sie beharren u.a. auch auf die wichtige Rolle, die Plattformen im Wahlentscheidungsprozess spielen. Diese Rolle könne jedoch nur weiter eingeordnet werden, wenn Transparenz über den Algorithmus hergestellt werden kann (vgl. Kayser-Bril 2021).
„Nur wenn wir verstehen, wie unsere Öffentlichkeit durch die algorithmischen Entscheidungen der Plattformen beeinflusst wird, können wir Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass sie nicht unsere Autonomie, Freiheit und das Gemeinwohl untergraben“ (Kayser-Bril 2021).
Unzweifelhaft ist also, dass sich Meta Platforms der Erforschung der Funktionsweise des Algorithmus in den Weg stellt. Kann dieser nicht analysiert werden, können auch keine konkreten Wirkungsweisen diagnostiziert werden. Dementsprechend lässt sich auch kein konkreter Einfluss von Instagram oder anderen sozialen Plattformen – die Meta Platforms unterstehen– auf die politische Willensbildung ablesen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der digitalen politischen Willensbildung ein und definiert das Ziel sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Politische Parameter: Dieses Kapitel erläutert demokratische Grundbegriffe und stellt die im Bundestag vertretenen Parteien sowie deren Entstehungsgeschichte vor.
3 Der Bundestagswahlkampf 2021: Hier werden die Funktionen des Wahlkampfs und der spezifische Ablauf sowie das Ergebnis der Bundestagswahl 2021 analysiert.
4 Social Media: Das Kapitel bietet eine grundlegende Darstellung der Bedeutung von Social Media als Informationsquelle, mit besonderem Fokus auf die Funktionen und Nutzer der Plattform Instagram.
5 Erklärungsansätze in der Wahlforschung: Es werden verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Erklärung des Wahlverhaltens vorgestellt, wobei ein Schwerpunkt auf dem individualpsychologischen Ann-Abor-Modell liegt.
6 Analyse von Kurzfristfaktoren auf der sozialen Plattform Instagram: Das Kapitel untersucht die Relevanz von Kanzlerkandidaten, Sachthemen und Koalitionsmodellen für die Wählerbeeinflussung auf Instagram im Kontext der Wahl 2021.
7 Allgemeine Einflussfaktoren von Social Media auf die politische Willensbildung: Hier werden systemimmanente Effekte wie Filterblasen, Microtargeting, Framing und Fake News kritisch hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Wähler analysiert.
8 Fazit: Das Fazit würdigt die Ergebnisse kritisch, fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung digitaler Medien.
Bundestagswahl 2021, Politische Willensbildung, Soziale Medien, Instagram, Microtargeting, Ann-Abor-Modell, Filterblase, Echokammern, Wahlkampf, Kanzlerkandidaten, Framing, Social Bots, Fake News, Politische Parteien, Wahlforschung
Die Arbeit untersucht, inwieweit soziale Medien – speziell Instagram – die politische Willensbildung bei deutschen Wählern anlässlich der Bundestagswahl 2021 beeinflusst haben.
Zentral sind der digitale Wahlkampf, die Selbstdarstellung politischer Parteien auf Instagram und die psychologischen bzw. algorithmischen Einflussfaktoren auf die Wahlentscheidung.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob soziale Medien die politische Meinung der Nutzer prägen und damit potenziell das Wahlergebnis mitgestalten können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse (Sekundärliteratur) sowie der Auswertung von Daten und Inhalten aus Internetquellen, insbesondere von Instagram-Profilen der Parteien und Kanzlerkandidaten.
Der Hauptteil analysiert, neben theoretischen Erklärungsmodellen für Wahlverhalten, konkrete "Kurzfristfaktoren" wie Kandidaten-Wahrnehmung, Sachthemen und algorithmisch gesteuerte Prozesse wie Microtargeting oder Framing im digitalen Wahlkampf.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bundestagswahl 2021, Instagram, Microtargeting, Filterblase, politische Willensbildung und das Ann-Abor-Modell.
Es dient als theoretisches Fundament, um zwischen langfristigen Parteibindungen und kurzfristigen Faktoren, die gezielt über soziale Netzwerke beeinflusst werden können, zu unterscheiden.
Sie schätzt den Einfluss als hoch und potenziell gefährlich ein, da mangelnde Transparenz der Plattformbetreiber die gezielte Analyse von Verzerrungen wie Filterblasen erschwert.
Parteien nutzen Instagram intensiv als Wahlkampfinstrument, insbesondere um durch Personalisierung und gezielte Themenansprache (Microtargeting) bestimmte Wählergruppen zu adressieren und zur Wahl zu motivieren.
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung digitaler Medien für die Demokratie fordert sie eine stärkere gesetzliche Regulierung und die Förderung von Medienkompetenz in der Bevölkerung.
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