Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
1.1. Debatte um Meeresfreundlichkeit von UV-Filtern
1.2. UV-Strahlung und ihr Wirkspektrum
1.2.1. Die Physikalischen Grundlagen der UV-Strahlung
1.2.2. Die Auswirkung von UV-Strahlung auf die Hautphysiologie
1.2.3. UV-Filter in Sonnenschutzprodukten
1.2.4. Rechtsgrundlage für Sonnenschutzmittel
1.3. Grundlagen der Ökotoxikologie
1.3.1. Die Produktionshöhe
1.3.2. Die Art der Anwendung
1.3.3. Die Umwandlung und Persistenz
1.3.4. Die Dispersionstendenz
1.3.5. Die Stoffauswirkungen
1.3.6. Praxis der Ökotoxikologie – OECD Standardtestmethoden
1.3.7. Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen
2. Methodik zur Ermittlung des ökologischen Risikos
3. Studienlage zum Umweltrisiko von Octocrilen und Oxybenzon
3.1. Ergebnisse der PBT-Analyse für Octocrilen
3.1.1. Persistenz von Octocrilen
3.1.2. Akkumulationspotential von Octocrilen
3.2. Studienergebnisse der ED-Analyse von Oxybenzon
3.2.1. Beschreibung der Endokrinen Disruption
3.2.2. Studienergebnisse von ED-Wirkung bei Oxybenzon
4. Diskussion des ökologischen Risikos
4.1. Interpretation der Ergebnisse der Studienrecherche
4.1.1. Das PBT-Potenzial von Octocrylen
4.1.2. Endokrine Wirkung von Oxybenzon
4.1.3. Langzeitmonitoring und wissenschaftliche Auseinandersetzung
4.1.4. Alternativer UV-Schutz
4.1.5. Kritik an eigener Arbeit
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die ökologischen Auswirkungen der chemischen UV-Filter Octocrilen und Oxybenzon. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern diese Substanzen aufgrund ihrer Bioakkumulationspotenziale (PBT) und ihrer endokrinen Disruptionspotenziale (ED) als Risikosubstanzen für aquatische Ökosysteme einzustufen sind.
1.2.3. UV-Filter in Sonnenschutzprodukten
Unser über die Jahre verändertes Freizeitverhalten führt zu einem übermäßigen Sonnenkonsum in der Bevölkerung.13(p204) Dadurch sind jährlich ansteigende Zahlen von Hautkrebserkrankungen weltweit zu beobachten.14(p298),15(p58) Daraus ergibt sich die Notwendigkeit des Hautschutzes vor den schädlichen Auswirkungen von UV-Strahlung. Neben den klassischen physikalischen Schutzmaßnahmen durch Kleidung und Kopfbedeckung13(p205) hat sich heutzutage die Verwendung von kosmetischen Präparaten wie Sonnencremes oder Sonnenmilch zum Schutz vor UV-Strahlung, seit dem ersten Sonnenschutzprodukt 1935, etabliert.16(p929)
Sonnenschutzprodukte sind ein wachsendes und lukratives Segment innerhalb des Kosmetikmarkts. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Umsätze und die Umsatzprognosen von Sonnenschutzprodukten und ist aufgeteilt nach Regionen der Welt.17 Die Tabelle zeigt, dass in allen Märkten steigende Umsätze zu verzeichnen sind und eine weitere Steigung prognostiziert wird.
Sonnenschutzprodukte leisten bei korrekter Anwendung einen effektiven Sonnenschutz, der unmittelbar auf der Haut liegt und sich präzise dosieren und sich flächendeckend auf der Haut verteilen lässt. Die Filterwirkung geht von chemischen Substanzen aus, die in der Lage sind UV-Strahlung zu absorbieren.
Der Grad der Schutzwirkung eines Sonnenschutzmittels wird mit der Einheit Lichtschutzfaktor (LSF) bemessen. Diese Einheit beschreibt den Faktor, um den sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert bis es zu einem Sonnenbrand kommt. Der LSF bezieht sich somit auf die Filterwirkung der UVB-Strahlen. Da jedoch die gesamte Bandbreite der UV-Strahlung Schädigungen der Haut auslösen kann, muss der UVA-Schutz eines Sonnenschutzproduktes seit dem 01.01.2007 ein Drittel des UVB-Schutzes betragen.13(p213)
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Debatte um die Meeresfreundlichkeit von UV-Filtern ein und beleuchtet die physikalischen Grundlagen sowie rechtliche Rahmenbedingungen.
2. Methodik zur Ermittlung des ökologischen Risikos: Hier wird der methodische Ansatz der studienbasierten Literaturrecherche zur Bewertung der beiden Filterstoffe dargelegt.
3. Studienlage zum Umweltrisiko von Octocrilen und Oxybenzon: Dieses Kapitel präsentiert die konkreten Studienergebnisse zu PBT-Eigenschaften von Octocrilen und den endokrinen Effekten von Oxybenzon.
4. Diskussion des ökologischen Risikos: In diesem Teil werden die Forschungsergebnisse kritisch interpretiert, diskutiert und alternative Schutzmöglichkeiten aufgezeigt.
5. Fazit: Das Fazit bestätigt die Notwendigkeit einer Neubewertung der UV-Filter, da die ökologischen Bedenken durch die Datenlage untermauert werden.
UV-Filter, Octocrilen, Oxybenzon, Sonnenschutz, Ökotoxikologie, Bioakkumulation, Persistenz, Endokrine Disruption, Gewässerbelastung, Umweltrisiko, ECHA, PBT-Analyse, aquatische Ökosysteme, chemische Substanzen, Sonnenschutzmittel.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den ökologischen Risiken, die von den in vielen Sonnenschutzmitteln verwendeten chemischen UV-Filtern Octocrilen und Oxybenzon in aquatischen Ökosystemen ausgehen.
Im Zentrum der Untersuchung stehen der UV-Filter Octocrilen, der primär auf seine Persistenz und Akkumulationsfähigkeit geprüft wird, sowie Oxybenzon, das aufgrund seines Potenzials für endokrine Störungen untersucht wird.
Es soll geklärt werden, ob die Kritik an diesen Substanzen berechtigt ist und ob sie nach ökotoxikologischen Standards als Risikostoffe für Umwelt und Lebewesen eingestuft werden müssen.
Für die Arbeit wurde eine umfassende, studienbasierte Literaturrecherche durchgeführt, um die Datenlage zu den genannten Umweltfaktoren (PBT-Eigenschaften und endokrine Disruption) kritisch aufzuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Ökotoxikologie, die detaillierte Vorstellung der Studienlage zu beiden Substanzen sowie eine kritische Diskussion der messbaren Effekte.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bioakkumulation, endokrine Disruption, Persistenz, aquatische Ökosysteme und regulatorische Einstufungen durch die ECHA charakterisiert.
Die Arbeit deutet an, dass Octocrilen aufgrund seiner hohen physikalischen Stabilität und nachgewiesenen Bioakkumulation in verschiedenen marinen Organismen ein erhebliches Umweltpotenzial für Belastungen birgt.
Oxybenzon wird mit der Schwächung der Resilienz von Korallen assoziiert, was wiederum die Grundlage für das in Hawaii verabschiedete Verbot bestimmter UV-Filter bildet.
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