Bachelorarbeit, 2022
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Private Photovoltaik in Deutschland
2.1 Technische & wirtschaftliche Grundlagen
2.2 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
2.2.1 Die Photovoltaik und das Erneuerbare-Energien-Gesetz
2.2.2 Die Einspeisevergütung
2.2.3 Netzparität
2.2.4 Eigenverbrauch & Autarkie
2.2.5 Die Rolle von Smart Homes
2.2.6 Netzdienlichkeit
3. Soziologische Konzepte zu Verhalten & Rolle der Prosumer
3.1 Verhaltenstheorie
3.2 Verhaltensökonomik
3.3 Kontrollüberzeugung (Locus of Control)
3.4 Das Prinzip Verantwortung
3.5 Diffusionstheorie
3.6 Private Photovoltaikbesitzer als Prosumer
4. Methodik
5. Stromnutzung nach Anschaffung einer Photovoltaikanlage
5.1 Gestaltung der Anlage
5.2 Anschaffung neuer Verbraucher & Elektrifizierung
5.3 Steuerung der Verbraucher & Nutzung von Smart-Home-Systemen
5.4 Stromverbrauch & Eigenverbrauch
5.5 Zufriedenheit & Verbesserungspotenziale
5.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Diskussion
7. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie sich mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage das Stromnutzungsverhalten der sogenannten "Prosumer" (Produzenten und Konsumenten gleichzeitig) ändert. Die Forschungsarbeit analysiert, welche Faktoren die Kaufentscheidung beeinflussen, wie Prosumer ihren Eigenverbrauch optimieren und welche Auswirkungen die neue Doppelrolle auf den privaten Stromverbrauch sowie die Zufriedenheit mit der Investition hat.
2.2.4 Eigenverbrauch & Autarkie
Durch die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Haushaltsstrompreis wird es seit 2012 zunehmend attraktiv, möglichst viel des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen. So liegen die Arbeitspreise für Privathaushalte im März 2022 bei deutlich über 30 Cent pro kWh, während die Einspeisevergütung für im März in Betrieb genommene Anlagen bei unter 7 Cent pro kWh liegt (Kümpel, 2022; Statistisches Bundesamt, 2021).
Der Begriff “Eigenverbrauch” bezeichnet den Anteil am erzeugten Strom, den der Prosumer selbst und direkt verbraucht, ohne ihn ins Netz einzuspeisen und ggf. später aus dem Netz zu beziehen. Der Eigenversorgungsgrad oder auch Autarkiegrad gibt dagegen an, welcher Anteil des Stromverbrauchs mit dem selbst erzeugten Strom gedeckt wird und gilt somit als Gradmesser für die Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung. Eine 100-prozentige Autarkie gilt allerdings als nicht wirtschaftlich. So wird der Autarkiegrad eines typischen Einfamilienhaushalts mit einer 10-kWp-Photovoltaikanlage mit rund 35 % angegeben (Quaschning, 2015, S. 280).
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Photovoltaik im Kontext der Energiewende und Einführung des Prosumer-Begriffs.
2. Private Photovoltaik in Deutschland: Erläuterung der technischen Grundlagen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und gesetzlicher Regelungen wie dem EEG.
3. Soziologische Konzepte zu Verhalten & Rolle der Prosumer: theoretische Einordnung des Nutzerverhaltens unter Einbeziehung ökonomischer und psychologischer Modelle.
4. Methodik: Beschreibung des Forschungsansatzes mittels einer quantitativen Online-Umfrage unter PV-Besitzern.
5. Stromnutzung nach Anschaffung einer Photovoltaikanlage: Detaillierte Darstellung der Umfrageergebnisse zu Anlagengestaltung, Verbraucherverhalten und Zufriedenheit.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf zukünftige politische Strategien und Marktdynamiken.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf notwendige politische Anpassungen.
Photovoltaik, Prosumer, Autarkie, Eigenverbrauch, Energiewende, Stromnutzung, Einspeisevergütung, Haushalt, Stromverbrauch, Speichertechnologie, Elektroauto, Sektorkopplung, Lastverschiebung, Anlagengröße, Klimaschutz
Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage auf das tatsächliche Stromnutzungsverhalten von privaten Haushalten auswirkt, die sich vom reinen Konsumenten zum Produzenten (Prosumer) entwickeln.
Die zentralen Themen sind das Kaufmotiv von PV-Anlagen, der Eigenverbrauch, die Autarkie, der Einsatz elektrischer Großverbraucher sowie die Zufriedenheit der Anlagenbetreiber.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Privathaushalte ihre PV-Anlage nutzen, welche Verhaltensänderungen im Alltag auftreten und wie diese mit technischen Spezifikationen der Anlage korrelieren.
Die Forschungsarbeit basiert auf einer quantitativen Online-Umfrage, an der 162 PV-Anlagenbetreiber teilnahmen, um Daten über ihr Nutzungsverhalten und ihre Anlagentechnik zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, soziologische Verhaltenstheorien, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte empirische Auswertung der Umfragedaten.
Prosumer, Photovoltaik, Eigenverbrauch, Autarkiegrad und Sektorkopplung sind die maßgeblichen Begriffe.
Die Umfrage zeigt deutlich, dass Autarkie das wichtigste Kaufmotiv ist, noch vor dem Klimaschutz, Kostenkontrolle oder monetärer Rendite.
Überraschenderweise gaben die meisten Befragten an, dass die Einspeisevergütung keine Rolle für die gewählte Anlagengröße spielte, auch wenn eine Häufung bei den 10-kWp-Grenzen sichtbar ist.
Nein, die Anschaffung führt eher zu einem stabilen oder sogar steigenden Stromverbrauch, da durch Sektorkopplung (Elektroauto, Wärmepumpe) ehemals fossile Energiebedarfe elektrifiziert werden.
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